07/10/2020
Wenn wir bei einer Sache machtlos sind, dann ist es das Wetter. Wir müssen es hinnehmen und das Beste daraus machen, müssen uns damit arrangieren. Der Herbst hat dieses Jahr, naja sagen wir, eingeschlagen wie eine Bombe. Da hatten wir vor zwei Wochen noch 30 Grad und dann heißt es 10 Grad und Dauerregen. Mal ganz abgesehen davon, dass der Regen mehr als nötig ist, bedeutet dies jedoch auch, dass die meisten Ställe wohl bald die Wintersaison einläuten. Bei diesen Temperaturen wächst das Gras kaum noch nach und die Pferde treten die Grasnarbe kaputt. Natürlich wollen Pferdebesitzer die Weidezeit so weit es geht hinauszögern, doch haben wir nichts davon, die Pferde zu lange draußen zu lassen, wenn dies am Ende bedeutet, dass die Wiese im Folgejahr nur mäkelig nachwächst. Viele Pferdebesitzer unterschätzen, wie aufwändig ein gutes Weidemanagement ist. Zumal man so wichtige Dinge, wie die richtige Witterung, eben nicht mit einplanen kann. Wir dürfen nicht vergessen, dass allein durch die Witterung der letzten Jahre, die langen Dürreperioden, viele Betriebe an ihre Grenzen gestoßen sind, ja sogar ihre Existenz aufgeben mussten. Zu wenig Ernte, zu wenig Angebot an Raufutter auf dem Markt, zu hohe Preise. Ein reiner Teufelskreis. Umso glücklicher sollten wir uns schätzen, wenn unsere Pferde im Sommer eine Weide und im Winter genügend, qualitativ wertvolles, Raufutter zur Verfügung haben! Seht dies als kleinen Appell und habt Verständnis, wenn es heißt „wir machen die Weiden nun zu“.