07/08/2024
Tierheilpraktiker- so ein Schwachsinn 😬
Für was braucht man den denn? Man hat doch schließlich den Tierarzt.
So einfach ist es jedoch nicht. Natürlich ruft jeder besorgte Tierbesitzer erstmal seinen Tierarzt, wenn er plötzlich feststellt, dass sein Tier krank ist. Das ist auch richtig so, denn besonders Erkrankungen wie eine Kolik und ein Trauma oder eine Verletzung und ähnliches gehören in die Hände eines Tierarztes und sind Notfälle.
Für was wird dann der Tierheilpraktiker überhaupt gebraucht?
Der Tierheilpraktiker ist eine gute Ergänzung zu den schulmedizinischen Therapien des Tierarztes. Im besten Fall ergänzen sich beide und bilden damit eine ganzheitliche Behandlung des Tieres.
Der Tierheilpraktiker arbeitet in erster Linie mit naturheilkundlichen Methoden und nimmt sich für seine Patienten viel Zeit für die Versorgung. Er betrachtet das Tier ganzheitlich und behandelt nicht nur die Symptome.
Nachdem also die Kolik vom Tierarzt versorgt wurde, kann man mit dem Tierheilpraktiker in die Tiefe gehen. Hier kann man versuchen, die Ursachen zu suchen oder aber Wege finden, eine erneute Kolik zu verhindern. Der Tierheilpraktiker schaut jetzt genau auf Haltung, Fütterung, Training und den allgemeinen Zustand. Gemeinsam mit dem Besitzer versucht man nun für den Patienten die Lebenssituation zu optimieren, das Wohlbefinden zu verbessern und das Tier gesund zu erhalten.
Doch es steckt noch mehr dahinter, auch die Nachsorge kann von Tierheilpraktiker übernommen werden. So kann nach erfolgreicher Behandlung durch den Tierarzt z.B. die Narbenbehandlung vom Tierheilpraktiker übernommen werden. Durch spezielle Therapien kann die Wundheilung gefördert und die Narbenbildung verbessert werden.
Ein großes Thema für den Tierheilpraktiker sind vor allem chronische Erkrankungen. Gerade beim Thema Rehe, Ekzem und Arthrosen ist er immer gern gefragt. Hier kommen viele naturheilkundliche Therapien zum Einsatz. Gern werden neben der klassischen Homöopathie auch Blutegel-, Magnetfeld-, Laser-, Schallwellen- oder auch Eigenblut-Therapien eingesetzt. Ziel ist es, das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen, die Durchblutung zu Fördern und die Selbstheilungskräfte anzuregen bzw. zu aktivieren.
Gesundheit und Therapien sind ein komplexes Thema, das sehr umfangreich ist. Der Tierarzt kann oft aufgrund der Vielzahl seiner Patienten nicht alles abdecken und der Tierheilpraktiker kann nicht auf schulmedizinische Therapien zurückgreifen. Genau deshalb ist eine Zusammenarbeit von beiden und ein gutes Zusammenspiel eine Bereicherung für unsere Vierbeiner.
Diese wunderschöne Katze gehört einer lieben Bekannten. Sie war so freundlich und hat mir dieses Bild zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür.