04/01/2026
Ich habe eben das Statement von Herrn Kukuk gesehen und möchte dazu gerne kurz ein paar Sätze sagen. Und zwar, wie immer, NICHT persönlich, sondern sachlich.
1. Niemand hat Herrn Kukuk "eine Zielscheibe umgehängt", aber es ist interessant, eine solche Formulierung zu wählen. Wenn ihm jemand eine "Zielscheibe" umgehängt hat, dann er selbst.
2. Ich kann und möchte nicht für andere sprechen, aber was mich persönlich betrifft, werde ich der Bitte von Herrn Kukuk, doch wieder rücksichtsvoller miteinander umzugehen, DANN nachkommen können, wenn er und seine anderen Pferde misshandelnden Kumpanen rücksichts - und liebevoll mit ihren Pferden umgehen.
3. Seine "springende Verbindung" am Trensenzügel beim Reiten mit zusätzlich eingebautem Schlaufzügel wird möglicherweise dem geschuldet sein, dass er nur den Schlaufzügel benutzt.
4. Er ist also auf blankem Schlaufzügel "geritten", um "Anspannung aus dem Pferd heraus zu bekommen ". Nun, wenn man sich einmal mit dem Wesen des Pferdes, seiner Biomechanik, seinen Instinkten und den daran geknüpften muskulären Abläufen beschäftigt hätte, wüsste man, dass man ein Pferd unter Schmerzen und Stress NICHT durch den Einsatz von schmerzhaften und Zwang erzeugenden Maßnahmen zur Losgelassenheit bringt.
Er sagte, "das Pferd habe sich schließlich darauf eingelassen" und sei dann mit langem Hals und "im Takt" gelaufen. Das mit dem Takt kann ich nicht beurteilen (das Pferd war lahm auf dem Video). Aber zu dem "darauf eingelassen":
Das Pferd hat AUFGEGEBEN, weil es dem Schlaufzügel nicht entkommen konnte. Das ist ein ziemlich großer Unterschied.
Dieses Statement ist leider ein weiterer Beweis, dass da nicht mehr nach den geltenden Richtlinien (auch denen der FN, nebenbei bemerkt) ausgebildet und geritten wird - und das auch in keiner Weise im Fokus steht.
Ein geduldig und sorgfältig ausgebildetes Pferd, das seinem Reiter vertraut, mit der daraus entstehenden Gelassenheit und Losgelassenheit, braucht keine scharfen Zäumungen oder Hilfszügel.
Punkt.
Wer anders reitet, hat sich von den Regeln, Werten und dem Satz: "Das Wohl des Pferdes muss zu jeder Zeit über allem anderen stehen" abgewandt.
Und damit ist es für mich kein Reiten mehr.
Beschützt die Pferde. ©Julie v. Bismarck
🇬🇧
I’ve just seen Mr. Kukuk’s statement and would have preferred to respond in a personal video, but I’m on the road. Therefore, here in writing:
No one “put a target on Mr. Kukuk’s back”, but it is interesting he chose that wording. If anyone put such a “target” on him, it was him himself.
I cannot and will not speak for others, but as far as I’m personally concerned, I will be able to follow Mr. Kukuk’s request to treat each other more considerately only when he and his fellow horse-abusing companions treat their horses with care and kindness.
His “bouncing connection” on the snaffle rein when riding with an additional draw rein built in is most likely due to the fact that he is using only the draw rein.
So he was riding on a bare draw rein “to release tension from the horse”. Well, anyone who has ever looked into the nature of the horse, its biomechanics, its instincts, and the muscular processes tied to them, would know that you do not create relaxation in a horse by using painful, force-based methods.
He said “the horse eventually accepted it” and then moved with a long neck and “in rhythm”. I cannot comment on the rhythm (the horse was lame in that video). But regarding this supposed “acceptance”:
The horse gave up because it could not escape the draw rein. That is a very significant difference.
Sadly, this statement is yet another piece of evidence that training and riding are no longer in accordance with the current guidelines (including those of the FN, by the way) — nor is there any intention to follow them.
A patient and carefully trained horse that trusts its rider, and from that trust develops calmness and suppleness, does not need harsh bits or auxiliary reins.
Period.
Anyone who rides differently has turned away from the rules, the values, and the overarching principle that the welfare of the horse must always stand above everything else.
And with that, for me, it is no longer riding.
Protect the horses.
©Julie von Bismarck