27/05/2023
Über den Luxus wenn der eigene Hund gut fremdbetreut werden kann.
Wir sind gerade für zwei Wochen auf Lanzarote und verbringen hier den einen Urlaub pro Jahr, der ohne Hund stattfindet. Für viele unvorstellbar, für viele sind wir deswegen vielleicht auch schlechte Hundehalter. Ich muss aber ehrlich zugeben: Wir genießen diese zwei Wochen ohne Hund. Auch wenn es natürlich Momente gibt an denen wir Leni vermissen. Ich noch mehr als mein Mann. Der kann da noch besser abschalten.
Es gibt aber einige Voraussetzungen, wieso wir das genießen können. Vor allem soll es ihr während unserer Abwesenheit möglichst gut gehen. Hier haben wir den Luxus, dass Leni bei und von meiner Mutter betreut wird. Diese kennt sie von Welpe an und mag sie sehr. Ich vertraue ihr zu 100%. Für diese Möglichkeit bin ich unheimlich dankbar und weiß, dass viele so eine Ideallösung nicht haben.
Was gibt es denn vor einer Betreuung alles abzustimmen? Da wäre z. B. die Frage, ob der Hund in einer Gruppe betreut werden kann oder ob er eine Einzelbetreuung benötigt. Was für Kompetenzen brauchen die Betreuer:innen, um mit den Themen meines Hundes umzugehen? Braucht mein Hund spezielles Futter - z. B. wegen einer Allergie - oder ist auf Medikamente angewiesen? Kann das dort überhaupt geleistet werden oder sprengt das den Rahmen der Betreuung? Und wenn diese Rahmenbedingungen alle passend sind, muss natürlich auch das nötige Vertrauen vorhanden sein. Die Chemie muss stimmen.
Wie der Hund das Ganze mitmacht steht dann nochmal auf einem anderen Blatt. Ich habe schon von Fällen gehört bei denen die Bezugsperson Angst hat mal länger zwangsweise ohne Hund wegzumüssen, weil der Hund dann aufhört zu fressen. Auch wenn der Rest der Familie wie gewohnt vor Ort ist. Das geht für mich dann schon in einen ungesunden Bereich. Da würde ich mir die Beziehungsstruktur nochmal genauer ansehen.
Viele Menschen haben auch die Befürchtung, dass ihr Schützling ohne sie nicht zurecht kommt und leidet. In den meisten Fällen völlig unbegründet. Hunde sind zum Glück sehr anpassungsfähige und resilente Lebewesen. Sie können sich gut auf neue Gegebenheiten einstellen. Da dürfen wir ihnen also ruhig mal mehr zutrauen!
Hast du deinen Hund schon mal fremdbetreuen lassen? Gibt es bei euch Urlaub ohne Hund? Wie macht dein Hund das mit? Berichte mir gerne von deinen Erfahrungen!
PS: Auf den Fotos sieht man wie Leni die kleine Auszeit gerade genießt. 😄