16/06/2020
Am Sonntag trafen sich die Leitungen von neun Arbeitskreisen Schulhund zu einer Videokonferenz. Es fand ein reger Austausch bzgl. der Bedingungen in den einzelnen Bundesländern zum Umgang mit dem Corona-Virus an den Schulen und den durchgeführten Hygienemaßnahmen statt, vor allem vor dem Hintergrund eines möglichen Einsatzes unserer Schulhunde.
Unser wissenschaftlicher Berater Dirk Emmrich informierte noch einmal ausführlich über die möglichen Infektionswege: Kontakt-, Tröpfchen- und Aerosolübertragung. Hierbei spielen die Aerosole eine besondere Rolle, da sie auch länger in der Luft bleiben. Dies stellt für viele unserer Schulen eine besondere Herausforderung dar, da Räume häufig eng und die Belüftung nur mangelhaft durchgeführt werden kann.
Desweiteren ist nach wie vor noch nicht wissenschaftlich bestätigt, ob sich bzw. wie sich die Hunde mit dem Virus anstecken und welche Rolle sie in der Infektionskette spielen. Im Laufe dieser Woche wird es einen neuen Update mit den jetzigen Erkenntnissen auf der Homepage geben.
Durchweg konnte berichtet werden, dass viele Kollegen ihre Hunde zur Zeit nicht mit zum Dienst nehmen, da die z.T. sich täglich verändernde Situation an den Schulen (wechselnde Gruppen, Raumwechsel und damit evt. kein Rückzugsraum für den Hund vorhanden, keine freie Bewegung zwischen den Schülern möglich, Abstandsregeln, Unsicherheiten bei einzelnen Hunden ob der Atemschutzmasken) für sehr viel Unruhe und Unsicherheit sorgt.
Es wurden auch sehr kreative Möglichkeiten aufgezeigt, den Hund trotzdem am Unterrichtsgeschehen teilnehmen zu lassen.
Die meisten AK Treffen wurden seit März abgesagt. Es wurde aber die Hoffnung geäußert, dass es nach den Ferien wieder möglich ist, sich persönlich wieder zu treffen und auszutauschen. Ansonsten hat der AK Berlin bereits die Erfahrung machen können, dass ein virtuelles Treffen per Videokonferenz in dieser Zeit eine gute Ersatz- bzw. Ergänzungsmaßnahme ist.