Hundsköppe

Hundsköppe •Beratung und Training für Mensch mit Hund


Quickborn und Umland, in und um Hamburg

„Beziehung bedeutet Orientierung. Orientierung entsteht dort, wo Verhalten beantwortet wird.“
10/02/2026

„Beziehung bedeutet Orientierung. Orientierung entsteht dort, wo Verhalten beantwortet wird.“

Beziehung und Erziehung

Im Hundetraining wird heute viel von Beziehung gesprochen. Und gleichzeitig erstaunlich wenig davon verstanden. Beziehung wird gerne als Gegenpol zur Erziehung dargestellt. Hier das Harte, dort das Weiche. Hier Regeln, dort Vertrauen. Diese Trennung ist bequem, aber sie ist falsch.

Ein Hund erlebt keine Beziehung ohne Erziehung und keine Erziehung ohne Beziehung. Er unterscheidet das nicht. Das tut nur der Mensch.

Lernen ist kein Trainingswerkzeug

Hunde lernen nicht dann, wenn wir trainieren, sondern ständig. Sie lernen aus Konsequenzen, aus Wiederholung, aus Erwartung und Enttäuschung. Sie lernen aus Nähe genauso wie aus Distanz. Und sie lernen aus Frustration, ob wir das gut finden oder nicht.

Ein Trainingsverständnis, das Frustration grundsätzlich vermeiden will, widerspricht der Lernbiologie. Frustrationstoleranz entsteht nicht durch Belohnung, sondern durch das Erleben von Begrenzung in einem sicheren Rahmen. Wer dem Hund diese Erfahrungen nimmt, verhindert Entwicklung.

Beziehung ohne Grenze ist keine Beziehung

Beziehung wird oft romantisiert. Als würde sie entstehen, wenn man möglichst wenig eingreift. Wenn man möglichst viel erlaubt. Wenn man möglichst nett ist. Für einen sozialen Hund ist das kein Beziehungsangebot, sondern Unklarheit.

Beziehung bedeutet Orientierung. Orientierung entsteht dort, wo Verhalten beantwortet wird. Nicht brutal, nicht unkontrolliert, aber eindeutig. Ein Hund, der nicht weiß, woran er ist, steht nicht in Beziehung, sondern im Dauerstress.

Aversivität ist kein Trainingsfehler

Im sozialen Verhalten von Hunden ist Aversivität selbstverständlich. Abwenden, Raum beanspruchen, Verhalten stoppen, Interaktion beenden. Das sind keine Eskalationen, sondern Regulierung. Wer Aversivität aus dem Zusammenleben verbannen will, ersetzt Biologie durch Wunschdenken.

Das Paradoxe ist, auch die sogenannten positiven Methoden arbeiten mit Aversivität. Ignorieren ist aversiv. Unterbrechen ist aversiv. Der Unterschied liegt nicht im Vorhandensein, sondern im Umgang damit. Wer behauptet, aversionsfrei zu arbeiten, benennt nur nicht, was er tut.

Wenn Sachfragen persönlich werden

Ein auffälliges Phänomen in der aktuellen Diskussion ist die schnelle Verschiebung von der Sachebene auf die persönliche Ebene. Statt über Lernbiologie, Verhalten oder Beziehung zu sprechen, wird begonnen, Personen zu bewerten. Man schaut in die Vergangenheit, wühlt im Keller, sucht alte Aussagen, alte Bilder, alte Methoden.

Nicht, um Zusammenhänge zu verstehen, sondern um Menschen kleinzureden. Wer nicht dem eigenen Umgang mit Hunden entspricht, wird moralisch abgewertet. Der Fokus liegt dann nicht mehr auf dem Hund, sondern auf der Person.

Diese Form der Auseinandersetzung ersetzt Argumente durch Zuschreibungen. Sie verhindert fachlichen Austausch und verschiebt den Blick weg vom Wesentlichen. Der Hund spielt in diesem Moment kaum noch eine Rolle.

Erziehung passiert sowieso

Ob man erzieht oder nicht, ist keine offene Frage. Jeder Hund wird erzogen. Die Frage ist nur, ob bewusst oder zufällig. Wer glaubt, durch Zurückhaltung keine Erziehung zu betreiben, überlässt dem Hund die Aufgabe, sich selbst zu regulieren. Das funktioniert selten.

Erziehung ist keine Technik. Sie ist die Summe aus Beziehung, Konsequenz und Vorhersagbarkeit. Wer sich ausschließlich auf Trainingssysteme konzentriert, verpasst den Kern. Wer sich ausschließlich auf Beziehung beruft, vermeidet Verantwortung.

Das Wesentliche gerät aus dem Blick

Wenn Diskussionen sich darum drehen, wer recht hat, wer früher was gemacht hat oder wer moralisch überlegen ist, geht der Blick auf den Hund verloren. Dabei wäre genau hier der Punkt, an dem man ansetzen müsste. Beim Verständnis für Lernprozesse, für soziale Dynamik und für die Biologie des Hundes.

Ein Hund braucht keine Ideologie. Er braucht Menschen, die bereit sind, genau hinzusehen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Nicht perfekt, sondern reflektiert. Nicht dogmatisch, sondern ehrlich.

Lieben Gruß,
Gerd Schuster

Boah-uuuuiiiiii…Happy 2026! 🥳Wir sind soweit erholt, wir haben Pläne, wir haben Bock.Diese Woche starten wir wieder ins ...
05/01/2026

Boah-uuuuiiiiii…
Happy 2026! 🥳

Wir sind soweit erholt, wir haben Pläne, wir haben Bock.
Diese Woche starten wir wieder ins Training und freuen uns auf euch und neue Herausforderungen.

30/12/2025

Silvester ist Krieg
Zumindest Glaubenskrieg! 😉
Schon wieder so eine Sache, um die ein Trara gemacht wird, was durch einfaches Nachdenken verhindert werden könnte.
Da wird gewarnt und getadelt, was das Zeug hält.

Eierlikör zu Silvester für den Hund! Waaas? Das ist doch ein Nervengift!
Ja. Übrigens auch für Menschen, also Prost!

Natürlich ist Alkohol nichts, was Hunde einfach so bekommen sollten. Aber ein Esslöffel Eierlikör statt einer ganzen Nacht Todesangst ist im Kosten-Nutzen-Verhältnis eben einfach besser und auch wenn Alkohol ungesund ist, dann ist es noch kein Rattengift.
Wie wäre es stattdessen mit: Vermeide Alkohol bitte grundsätzlich, wenn Du ihn nur an Silvester nutzt, um einen gesunden, normalen Hund damit den Horror der Silvesternacht zu nehmen, dann lies Dir Dosierungsanleitungen durch! Lass Deinen Hund einmal abchecken, ob er gesund ist und das abkann und dann probier es vorsichtig aus!

Ich habe in den letzten zwanzig Jahren keinen einzigen Hund kennen gelernt, der eine schwere Vergiftung durch Alkohol hatte, weil Menschen ihn den in bester Absicht gegeben hätten. Keinen einzigen.
Und ich kenne viele Hunde die geplant oder eigenmächtig Alkohol zu sich genommen haben.
Und ich kenne sehr viele Menschen, die mit Eierlikör endlich eine Möglichkeit gefunden haben, dem Hund in dieser Nacht zu helfen und die extrem dankbar für diesen Tipp waren.
Selbst damals, ohne Internet und ohne Anleitungen ist niemand in meinem Umfeld auf die Idee gekommen seinem Hund aus Blödheit eine ganze Flasche Eierlikör zu geben. In meiner Kindheit war übrigens warmes Bier mit herausgeschüttelter Kohlensäure das Mittel der Wahl für nahezu alle Hunde an Silvester.
Irgendwie hat sich das mit dem vorsichtigen Dosieren von ganz alleine durch Nachdenken ergeben und dadurch, dass die Leute, die ihrem Hund etwas Gutes tun wollten, dass deswegen wollten, weil sie ihren Hund lieb hatten. Die waren sehr vorsichtig und sich sehr bewusst, dass sie aufpassen müssen.

Dazu kommt Silvester gern das Ganze „da bekommt der Hund Stress, das darfst Du nicht!“.
Musik laut, damit er das Geböllere nicht hört? Auf keinen Fall! Stress! Weiß man doch. Hunde haben gute Ohren, das ist Beweis genug.
Nunja, oder man schaut sich seinen Hund an, ob der gestresst ist, denn das ist ja sichtbar. Musik laut und Hund liegt friedlich schlafend in der Ecke, wedelt weich und entspannt und tapst locker und gechillt durch die Gegend?
Dann ist er auch nicht gestresst, auch wenn irgendwer im Internet geschrieben hat, dass er jetzt aber gestresst sein muss!
Stress kommt durch ungewohnte Dinge. Nicht jeder Hund ist durch laute Musik gestresst. Einigen ist es auch einfach komplett Wumpe.
Und wenn es das nicht ist, dann sieht man das. Menschen kennen doch ihre Hunde und wissen, wie die aussehen wenn es ihnen einigermaßen gut geht und wenn sie im Vergleich dazu in Todespanik sind. Wenn das jemand wirklich nicht unterscheiden könnte, dann wäre Silvester das Kleineste Problem an der Sache.
Und hier wäre auch die Frage, ob ihn das Geknalle draußen mehr oder weniger stresst als die Musik.
Kosten-Nutzen-Abwägung.
Da gibt es keine Pauschallösung.

Es gibt übrigens auch Hunde die Lavendelduft total ekelhaft finden und davon gestresst werden, dass es um sie herum nach Lavendelöl riecht.
Auch wenn irgendwer geschrieben hat, dass Lavendel aber beruhigend wirkt. Hat der Hund vielleicht nicht gelesen.
Und wieder andere Hunde lieben es.

Natürlich darf man seinen Hund auch niemals alleine in einem dunklen Zimmer lassen. Denn da hat der Hund ja noch mehr Angst. Ist klar, das schreibt einer, also ist es so, Punkt!
„Hund, Du hast keine Ahnung, dass Du grade selbst in den dunklen Raum gelaufen bist, weil Du es anscheinend als angenehmer empfindest hat hier nichts zu melden, dieser eine Mensch aus dem Internet weiß besser was Dir guttut!“
Du hast Angst im Dunkeln, also los, raus mit Dir ins Licht!

Ich schreibe mal was Gewagtes:
Ihr kennt Euren Hund besser als alle Anderen! Schaut hin und probiert aus.
Testet vorsichtig und vertraut auf die Fähigkeiten des Hundes und auf Eure Einschätzung.
Wenn Ihr nicht sicher seid, holt Euch Hilfe von Fachleuten.
Tut das, was Silvester für Euren Hund möglichst angstarm macht, und bleibt selbst ein bisschen locker.
Wenn Ihr dem Hund Medikamente geben wollte, fragt jemanden der/die Tiermedizin studiert hat und beobachtet genau, ob es Eurem Hund guttut.
Holt Euch Ideen und Infos aus dem Internet, lasst Euch inspirieren und wägt dann ab, welche der Ideen zu Eurem Hund passen.
Dann schafft Ihr auch Silvester.
Mit oder ohne Eierlikör, Lavendelduft, ruhigen Zimmern oder lauter Musik.
Es gibt lauter tolle Ideen für Hilfestellungen und ein paar davon werden auch Eurem Hund helfen.

Einen guten Rutsch Euch allen!

Der Artikel darf natürlich geteilt werden. Alle Rechte verbleiben bei der Autorin Maren Grote

…so this is X-Mas.Für uns ja immer der gemütliche „Jahresausklang“.Etwas Rückzug, viel Entschleunigung, Zeit und Raum fü...
24/12/2025

…so this is X-Mas.
Für uns ja immer der gemütliche „Jahresausklang“.
Etwas Rückzug, viel Entschleunigung, Zeit und Raum für Reflexion, bei sich sein, zu sich zurückfinden, bei sich ankommen. 2025 hat sehr viel gefordert, verändert und gelehrt. Nicht alles war schön, aber nichts war umsonst.
Gerade der „Jahresendspurt“ hat gesundheitlich und mental Kraft gekostet und für einen sehr frühzeitigen Abschluss gesorgt.
Danke für all eure Worte, Zuspruch und Zuwendung 🍀❤️

Danke für euch- euer Vertrauen und euren Mut euch zu zeigen, zu lernen, weiterzumachen. Für euch und eure Hunde.
Danke für die Minuten, die wir verbracht haben, mit ehrlichen Gespräche- zwischenmenschlich und zwischen den Spezies.
Danke für eure Offenheit in eigene Themen zu blicken und mir Einblick zu gewähren.
Ich weiß, dass das nie leicht und selbstverständlich ist.
Umso mehr hoffe ich, euch davon so manches für euren persönlichen Weg und euer Leben mit Hund mit-, wenn nicht sogar zurückgegeben zu haben.

2026- wir machen uns so langsam bereit für dich!

Habt gemütliche Tage und kommt fröhlich und gesund in ein schönes, neues Jahr!
Wir sehen uns wieder. 😌

06/09/2025
So! …nämlich.Auszeit neigt sich dem Ende und ab dem 29.7. gehen wir wieder an den Start. Ihr seid bereit? Wir sind berei...
25/07/2025

So! …nämlich.

Auszeit neigt sich dem Ende und ab dem 29.7. gehen wir wieder an den Start. Ihr seid bereit? Wir sind bereit! 😎

Starker Text, der, so denke ich, viele abholt und berührt.…weil jeder Punkt zählt!
12/07/2025

Starker Text, der, so denke ich, viele abholt und berührt.
…weil jeder Punkt zählt!

Du willst es richtig machen 🎯

Nicht zu streng,
aber auch nicht zu nachgiebig.
Nicht übergriffig,
aber auch nicht gleichgültig.
Klar führen,
aber liebevoll.
Raum geben,
aber nicht orientierungslos.
Verstehen,
aber nicht alles entschuldigen.
Grenzen setzen,
aber mit Gefühl.

Und da stehst du.
Zwischen diesen Polen.
Im Alltag spürbar
als Spannungsfeld.
Begleitet vom ständigen
Abwägen im Kopf.

Immer wieder diese Fragen:
Ist das jetzt zu hart?
Hätte ich durchgreifen sollen?
Bin ich zu nachgiebig?

Mal ja.
Mal nein.
Meist irgendwas dazwischen.

Denn es gibt keine Haltung,
die nicht auch mal
ins Wanken gerät.
Kein Rezept,
das immer greift.
Keinen Weg,
der ohne Abzweigung verläuft.

Du wirst suchen.
Zweifeln.
Zögern.
Danebenliegen.
Treffen.
Aber vor allem:
weitergehen.

Du bleibst im Kontakt.
Mit deinem Hund.
Mit dir.
Und das zählt.

Beziehung passiert,
wenn du dich zeigst –
mit allem, was in dir ist.
Nicht mehr,
aber auch nicht weniger.
Und manchmal
reicht genau das. 🫶🏼

Welche dieser Zeilen
unterschreibst du?

•Fortschritt; voran schreiten, weiterkommen, zufriedenstellende Entwicklung, sich zu einem höheren, besseren oder fortge...
11/07/2025

•Fortschritt; voran schreiten, weiterkommen, zufriedenstellende Entwicklung, sich zu einem höheren, besseren oder fortgeschritteneren Stadium entwickeln•

… nur nach vorne sehen. Und gehen. Eine Woche post OP und alles läuft wie gewünscht. Ja, es läuft tatsächlich.
Und während ich mein Knie stabilisiere (und heilen lasse!), meine ungestümen Hunde aushalte, arbeite ich „ganz nebenbei“ am nächsten Quartalsplan und den kommenden Workshop-Angeboten.

Lasst es euch und euren Hunden gut gehen und wann immer ihr könnt, genießt die Sonne ☀️

+Ruhe halten+ Harte Prüfung. Aber, liebe Leute, mir geht es soweit gut und die OP ist gut verlaufen. Nun heißt es, etwas...
05/07/2025

+Ruhe halten+
Harte Prüfung. Aber, liebe Leute, mir geht es soweit gut und die OP ist gut verlaufen. Nun heißt es, etwas schonen (ok, es heißt schonen!), wieder gänzlich auf die Beine kommen und dann wieder ab dafür.
Die nächsten 2-3 Wochen also „etwas“ reduzierter.

Vielen Dank für eure lieben Grüße, Wünsche und Gedanken auf so vielen Kanälen.
Bis ganz bald wieder 😘

Sad but true.„…oder sind es die Menschen, die vergessen haben, wie reales Leben ohne Filter aussieht?“Den Hund als Hund ...
20/05/2025

Sad but true.
„…oder sind es die Menschen, die vergessen haben, wie reales Leben ohne Filter aussieht?“

Den Hund als Hund sehen, verstehen und annehmen. Domestizierter Beutegreifer halt.

Hey Leute – Grüße aus dem emotionalen Sperrmüll.

Ich saß vorhin mit einem Hund im Zwinger. Einem, der angeblich „so schwierig“ ist.
Und ich dachte:
Sind es wirklich die Hunde, die schwierig sind –
oder sind es die Menschen, die vergessen haben, wie Reales Leben ohne Filter aussieht?

Heute ist alles optimiert.
Für den Menschen.
Fürs Auge. Für Instagram. Für den Lifestyle.

Früher hatten Jäger Jagdhunde. Schäfer Schäferhunde. Höfe Hofhunde.
Heute steckt man einen Kangal ins 20qm-Appartement und nennt’s dann „bedürfnisorientiertes Halten“ –
nur dass niemand mehr so genau weiß, was die Bedürfnisse eines Hundes eigentlich sind.

Die Städte sind voll. Viel zu voll. Mit Menschen. Und mit Hunden.
Gefühlt hat sich die Population verdoppelt –
und mit ihr die Erwartung, dass der Hund bitte gleichzeitig Seelentröster, Kinderanimateur, Therapeut, Sportbuddy, Clown und sozial-medialer Repräsentant sein soll.
Nur bellen darf er nicht. Und beißen schon gar nicht.
Auch nicht, wenn jemand auf seinem Grundstück steht. Knurren? Auf gar keinen Fall erlaubt!
Früher gab’s dafür ne Narbe und nen Spruch von Opa.
Heute gibt’s Anzeige, Maulkorb und Empörung.

Und dann wär da noch die Sache mit der Genetik:
Früher war der Begriff Gebrauchshund keine Beleidigung – sondern Realität.
Heute ignoriert man jahrhundertelange Zuchtgeschichte,
weil ein Jagdterrier halt so süß aussieht auf dem Schoß vom Fünfjährigen.
Was könnte da schon schiefgehen?

Spoiler: Alles.

Und wenn der Hund dann überfordert, gestresst, auffällig wird –
dann hat man halt „alles versucht“.
Nur eben nicht das Richtige.
Dann sitzt er da – wie "der schwierige Hund" im Zwinger.
Weil die Welt draußen zu laut, zu eng, zu falsch war für einen Hund, der einfach nur Hund sein wollte.

Und wenn du jetzt denkst:
„Ja aber bei Kindern läuft das doch auch nicht besser…“
Dann hast du recht.
Die antiautoritäre Fraktion hat sich oft ein Erziehungskonzept gebastelt, das eigentlich nur eins sagt:
Keiner ist schuld, außer dem Umfeld.
Aber Verantwortung ist halt kein Möbelstück, das man rumschieben kann.
Weder bei Hunden noch bei Kindern.

Also vielleicht...
…fangen wir wieder an, Tiere als Tiere zu sehen.
Nicht als Projektionsfläche für unerfüllte Wünsche. Nicht als Statussymbol.
Nicht als Trend.
Sondern als das, was sie wirklich sind:
Roh. Ehrlich. Direkt. Und – wenn man sie lässt – die besten Lehrmeister, die wir haben können.

"Der schwierige Hund" ist nicht schwierig.
Er ist echt, verstellt sich nicht und hält seinem Menschen oft den Spiegel hin.
Vielleicht ist das das wahre Problem.

„Besser im Hier und Jetzt stehen als in einer Schublade feststecken.“Viele Gedanken und Gefühle zu Raum und Zeit, Mitein...
11/05/2025

„Besser im Hier und Jetzt stehen als in einer Schublade feststecken.“

Viele Gedanken und Gefühle zu Raum und Zeit, Miteinander und wie wir uns, anderen Menschen, Hunden begegnen und gegenüberstehen.

Schubladen können toll sein, Rahmen und Sicherheit geben, Unschönes verbergen, sie vereinfachen Prozesse und machen es dann doch wieder schwierig umzudenken. Aber das kann auch für die ein oder andere schöne Überraschung sorgen.

Manche Schubladen dürfen und sollten ein Stück offen gelassen werden. Mit einem Schluck Luft und einer Prise Licht ist es lockerer.

Spiro vitam- ins Leben eintauchen oder bereits am Beckenrand die Luft anhalten? Hat alles sein für und wider, aber der Schritt aus der Komfortzone könnte auch gut werden.

Seht einander, hört zu, fühlt rein, fühlt mit, fühlt nach.

Miteinander beginnt damit, sich aufeinander einzulassen.

Adresse

Quickborn
25451

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 18:00
Mittwoch 09:00 - 18:00
Donnerstag 09:00 - 18:00
Freitag 09:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 16:00

Telefon

+4915129172342

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