31/12/2020
2020 war ein wildes Jahr, wie eine Achterbahnfahrt mit vielen Herausforderungen und neuen Erfahrungen.
Das Jahr begann mit einem wunderschönen Ski-Ausflug am Arlberg. Zuletzt war ich auf Klassenfahrt Ski-Fahren. Deshalb war es ein wunderschönes Erlebnis nach 14 Jahren die eingeschneiten Berge und die frische Bergluft zu genießen. Frisch aus dem Urlaub zurück wurden die Auswirkungen von Corona immer deutlicher. Auch ich musste aufgrund des Lock-Downs im April meine Hundeschule für einen Monat schließen. Dies ermöglichte mir Gedanken zu machen neue Wege auszuprobieren. So bot ich meine Kurse und Beratungen online an, was besser funktionierte als gedacht. Vielleicht ist dies sogar zukünftig eine Möglichkeit bei schlechtem oder zu heißem Wetter.
Im Mai wurden die Corona-Maßnahmen wieder gelockert und ich konnte meine Kurse und Einzelstunden wieder persönlich anbieten. Die Corona-Maßnahmen (wie Maske tragen), haben sich nun nicht mehr „komisch angefühlt“, sondern gehörten einfach dazu, und halfen gerade in der wärmeren Periode die wieder gewonnenen Freiheiten aufrechtzuerhalten. Es war schön die vertrauten Gesichter im direkten Kontakt mit der Erziehung der Fellnasen einen Schritt weiter zu bringen.
Neben den spontanen Umstrukturierungen durch Corona hat sich aber auch die Hundeschule ganz klassisch weiterentwickelt. So unterstützt mich die liebe Jenny seit Mitte des Jahres bei organisatorischen Angelegenheiten. Sie ist mir eine große Hilfe!
Der Sommer war für viele von uns aufgrund der geringen infektionszahlen sehr alltäglich. Auch ich konnte den Sommer sehr genießen. So verbrachte ich eine Woche in Holland in einem sehr hundefreundlichen Ferienhaus. Aber auch andere Ausflüge wie Stand-Up-Paddeln mit Hund auf der Havel bleiben mir in schöner Erinnerung.
In der kalten Jahreszeit wurden die Corona-Maßnahmen erneut verschärft. Oft war sehr unklar, welche Einschränkungen konkret für die Hundeschule gelten. Es wurden teilweise sehr schwammige, unverbindliche aber auch widersprüchliche Aussagen von den Ämtern und diversen Stellen getroffen (z.B. zählt eine Hundeschule zu einer Schule bzw. Bildungseinrichtung, ähnlich wie eine Musik- und Segelschule?). An dieser Stelle möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr die wöchentlich sehr flexiblen Umstrukturierungen so offen angenommen habt.
Ab Mitte Dezember kam dann der erneute Lock-down. Dies führte dazu, dass ich keine Einzelstunden mehr geben durfte. Natürlich kann ich jeden verstehen, der sich aufgrund einer Problematik in dieser Zeit hilfesuchend an mich gewendet hat. Mir fiel das sehr schwer euch meine Hilfe nicht anbieten zu dürfen, weil ich selbst weiß wie belastend ein unerwünschtes Verhalten des Hundes sein kann und es Phasen geben kann, in denen man emotional an seine Grenzen kommt.
Insgesamt war es doch ein sehr schönes Jahr und ich finde wir sollten uns mehr auf die positiven Aspekte des Jahres konzentrieren, statt auf die Einschränkungen. Ähnlich sehe ich das auch beim Hundetraining.
Ich habe dieses Jahr unheimlich viele tolle Menschen kennen gelernt, neue Freundschaften geknüpft und alte neu zum Leben erweckt. Im Alltag habe ich viele tolle Spaziergänge mit meinen beiden Hunden erlebt.
Es war ein außergewöhnliches Jahr. Ich möchte mich bei all meinen lieben Kunden bedanken, die mich so toll unterstützt haben. Bleibt wie ihr seid und kommt gut ins und durchs Jahr 2021.