03/02/2020
Aus meiner Hundebetreuung:
Wissen Sie, manchmal kommen Hunde in meine Betreuung denen es gerade durch das familiäre Umfeld nicht so gut geht.
Zu Hause hat es kürzlich einen Trauerfall gegeben oder sonst irgendetwas hat das Frauchen oder Herrchen traurig gestimmt kurz bevor der Hund zu mir gebracht wurde.
Ich bin der Meinung das ein Hund sich darüber keine Gedanken macht ob es an ihm lag oder was er falsch gemacht haben könnte.
Aber ganz wichtig glaube ich das unsere Hunde spüren wenn es uns nicht gut geht. Sie sind, egal welche Rasse, so sensibel das sie alles spüren.
In solchen Momenten ist es ganz besonders wichtig das ich darauf achte wie es Ihnen geht.
Kürzlich bekam ich einen Hund der eben genau so etwas zeigte. Er war irgendwie traurig, er liebt seinen Besitzer über alles, weinte ein wenig und fühlte sich nicht sofort wohl obwohl ganz tolle Hunde um ihn herum waren.
Wie verhalte ich mich in so einer Situation?
Es ist ganz wichtig zu erkennen warum der Hund gerade Lautäußerungen von sich gibt. Ist er vielleicht einfach traurig, hat er Angst oder braucht er Bewegung?
Für mich ist das "lesen" der Hunde der Schlüssel zum Erfolg.
Was benötigt genau dieser Hund jetzt?
In diesem besagten Fall war es meine Nähe und das ich ihm das Gefühl gegeben habe:
Ja ich bin da und verstehe deine Traurigkeit, ich werde bei dir sein und dir helfen dich einzugewöhnen. Ich lasse dich nicht allein und wenn du erstmal direkt neben mir sein musst ist das ok.
Ich bin der Meinung das man Hunde auch etwas trösten kann, nicht sie die ganze Zeit bemitleiden, aber immer dann wenn Sie es brauchen da zu sein.
Es hat wieder einmal geklappt. Ich habe keinen weinenden oder kläffenden Hund hier. Ich habe einen Hund der einfach ein wenig mehr Zeit gebraucht hat als viele andere und jetzt selig in seinem Körbchen liegt und wohlig vor sich hinschnarcht.
Es hat sich wieder einmal gelohnt zu hören was der Hund genau in diesem Moment gebraucht hat.
Gute Nacht Ihr Lieben.