20/04/2026
Orale Toleranz
Orale was? Werden sich jetzt einige Fragen!
Ein Thema, welches sehr wichtig ist, einmal verstanden und in der Fütterung beachtet, kann man so viele Unverträglichkeiten in der Ernährung und Allergien unserer Vierbeiner vorbeugen.
„Von Anfang an richtig füttern!“ wie viel Wahrheit in diesem kurzen Satz steckt wird jetzt nochmal klar!
Der Begriff „orale Toleranz“ beschreibt einen Vorgang, der sich im Welpenalter abspielt.
Der Magen-Darm-Trakt lernt dabei, die aufgenommene Nahrung als Nährstoff zu erkennen, so dass keine allergische Reaktion darauf erfolgt. Dabei wird bei allen aufgenommen Fremdstoffen unterschieden, ob sie potentiell gefährlich (Erreger) oder ungefährlich (Nährstoffe) sind. Durch eine von der Natur her ausgeklügeltes System bekommt der Körper des Welpen alle wichtigen Informationen und kann dadurch auch eine gesunde Abwehr gegen Krankheitserreger erlangen. Etwas ist so lange fremd, bis wir es kennen gelernt haben.
Deshalb ist so wichtig den Welpen von Anfang an mit frischen, unbehandelten sowie artgerechter Nahrung zu füttern. Eine Zutat nach der anderen darf der Körper dabei kennen lernen. Das gleiche Prinzip wie bei Menschenkinder, welche von Muttermilch auf feste Kost umgestellt werden. Die Mutter stillt und oft wird mit dem ersten „Karottenbrei“ angefangen, nach und nach kommt ein Nahrungsmittel hinzu. Beim Fertigfutter kann man diesen Prozess gar nicht beeinflussen, oft steckt gerade im Welpenfutter viel zu viel drin! Oft hat das Trockenfutter einen sehr hohen Anteil an Kohlenhydraten, diese kann der Welpe meist gar nicht verdauen da das zuständige Enzym erst in einem Alter ab dem 8 Monat gebildet wird.
Vermutlich ist das einer der Gründe, warum Welpen die mit Fertigfutter entwöhnt werden, eher dazu neigen eine Futtermittelallergie zu entwickeln.
Du planst demnächst einen Welpen zu dir ins Haus zu holen, dann macht es Sinn sich rechtzeitig mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen.
Wir beraten dich gerne dazu.
Quelle: Ausbildung bei Swanie Simon „BARF Berater“ 2019