Tommy Freundlich Horsemanship

Tommy Freundlich Horsemanship Pferdetraining mit Herz und Verstand
(1)

Ein Pferd zeigt dir nicht den einfachsten Weg, sondern den, auf dem du ehrlich zu dir selbst wirst.Tommy Bild zeigt mich...
07/06/2026

Ein Pferd zeigt dir nicht den einfachsten Weg, sondern den, auf dem du ehrlich zu dir selbst wirst.

Tommy

Bild zeigt mich und meine Lu,
die genau vor 2 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Viel zu früh, aber für immer in meinem Herzen.
Sie war der größte Lehrmeister für mich.

Dein Körper im Sattel: Sitz, Balance und AtmungViele Reiter suchen die Lösung zuerst beim Pferd. Das ist verständlich, w...
07/06/2026

Dein Körper im Sattel: Sitz, Balance und Atmung

Viele Reiter suchen die Lösung zuerst beim Pferd. Das ist verständlich, weil wir das Pferd ja vor uns sehen und spüren. Gleichzeitig ist der eigene Körper im Sattel oft der stärkste Einfluss, den wir überhaupt haben. Nicht, weil wir „schuld“ sind, wenn etwas nicht klappt, sondern weil Pferde unsere Spannung, unsere Unruhe und unsere Klarheit unmittelbarer wahrnehmen als jedes Wort.

Ein Pferd fühlt, ob du atmen kannst. Es fühlt, ob dein Becken frei ist oder blockiert. Es fühlt, ob deine Hand trägt oder festhält. Und es fühlt auch, ob du in dir stimmig bist. Das ist kein Feintuning für Profis. Das ist Alltag. Gerade dann, wenn du nach einem langen Tag in den Stall kommst, wird dein Sitz zum entscheidenden Faktor. Nicht, weil du dann perfekt sitzen musst, sondern weil dein Pferd sonst deine Anspannung übernimmt.
Ich denke dabei gern an deinen Dreiklang.
„Vertrauen, Gesundheit und Umsetzbarkeit.“
Dein Sitz hängt an allen drei Punkten. Vertrauen, weil dein Pferd über deinen Körper Sicherheit oder Unsicherheit spürt. Gesundheit, weil sich über deinen Schwerpunkt entscheidet, ob dein Pferd sich frei bewegen kann. Umsetzbarkeit, weil ein guter Sitz nicht aus „mehr machen“ besteht, sondern aus „weniger stören“.

Sitz ist nicht Optik, Sitz ist Wirkung
Wenn ich von Sitz spreche, meine ich nicht „schön sitzen“. Ich meine funktional sitzen. So, dass dein Pferd dich verstehen kann und so, dass es unter dir gesund arbeiten kann. Es ist erstaunlich, wie oft sich Probleme verändern, wenn der Reiter nicht mehr versucht, über Hand oder Bein etwas zu reparieren, sondern zuerst im eigenen Körper Ordnung schafft.
Viele typische Schwierigkeiten im Reiten haben eine Sitz-Komponente. Eile. Festigkeit. Unruhe in Übergängen. Schiefe in Wendungen. Schwieriges Anhalten. Und häufig ist es nicht ein großer Fehler, sondern eine kleine Dauerspannung. Ein Knie, das klemmt. Ein Becken, das stillsteht. Eine Schulter, die hochzieht. Eine Hand, die unbewusst „festhält“. Für das Pferd ist das ein ständiger Hintergrundton.

Der wichtigste Schritt ist deshalb oft nicht, etwas „besser zu machen“, sondern etwas zu lassen. Still werden, wo man vorher dauernd sendet.

Balance beginnt im Schwerpunkt
Viele versuchen, gerade zu sitzen. Und trotzdem fühlt es sich schief an. Das liegt daran, dass Balance weniger mit „Gerade“ zu tun hat als mit Schwerpunkt. Wo ist dein Gewicht. Bleibt es in der Mitte. Oder rutscht es in eine Seite, nach vorne, nach hinten. Das Pferd organisiert sich immer um deinen Schwerpunkt herum. Wenn du selbst nicht stabil bist, sucht das Pferd Stabilität – häufig über Tempo oder Spannung.

Wenn du in Balance bist, passiert etwas sehr Praktisches. Du musst weniger halten. Du musst weniger treiben. Deine Hand wird ruhiger, ohne dass du sie „ruhig machen“ musst. Und dein Pferd wird eher bereit, sich selbst zu tragen.

Es hilft, sich im Sattel regelmäßig zwei kleine Fragen zu stellen, ohne dabei zu zerdenken.
• Fühlt sich mein Gewicht eher links oder rechts an
• Fühlt sich mein Becken beweglich an oder halte ich es fest

Allein diese Wahrnehmung verändert oft schon etwas, weil du aufhörst, in Automatismen zu reiten.

Kleine Übungen, die sofort helfen
Du brauchst keine „Sitzstunde“, um deinen Sitz zu verbessern. Du brauchst kleine, wiederholbare Momente. Dinge, die du in jede Einheit einbauen kannst, ohne dass es kompliziert wird.
Eine kurze Insel, die sich bewährt hat.

Atem-Check im Schritt
Drei lange Ausatemzüge, ohne etwas am Pferd zu verändern. Danach prüfen, ob der Schritt länger wird.

Stillwerden-Test
Für eine halbe Runde im Schritt wirklich nichts tun außer sitzen. Prüfen, wo du unbewusst drückst oder hältst. Dann eine kleine Hilfe geben und sofort wieder still werden.

Schwerpunkt finden
Im Schritt gedanklich „schwerer werden“, ohne nach hinten zu lehnen. Meist wird dadurch die Hand ruhiger und das Pferd klarer.
Mir hilft dabei der Gedanke, meinen Bauchnabel mit dem von meinem Pferd verbinden zu wollen. Ich ziehe mich dabei gedanklich nach unten in den Sattel.

Es sind kleine Dinge. Aber kleine Dinge sind genau das, was im Alltag funktioniert.

Dies ist ein kleiner Auszug aus meinem neuen Buch

Reiten, Fair und Gesund

Du findest den Link zum Buch in den Kommentaren, oder direkt bei Amazon unter Tommy Freundlich

Ins Maul geschautSo findest du das richtige Gebiss für dein Pferd Ein Leitfaden für mehr Verständnis statt mehr Kontroll...
06/06/2026

Ins Maul geschaut
So findest du das richtige Gebiss für dein Pferd

Ein Leitfaden für mehr Verständnis statt mehr Kontrolle
Ich werde immer wieder gefragt:
„Welches Gebiss ist das richtige für mein Pferd?“
Und meine Antwort ist selten: „Nimm genau dieses.“
Denn für mich beginnt die Suche nach dem passenden Gebiss nicht im Reitsportgeschäft. Sie beginnt beim Pferd. Bei seiner Anatomie. Bei seinem Verhalten. Bei seinem Ausbildungsstand. Und ganz ehrlich auch bei der Hand des Menschen, der am anderen Ende der Zügel sitzt.

Ein Gebiss ist für mich kein Werkzeug, um ein Pferd gefügig zu machen. Es ist kein Mittel, um Probleme zu überdecken. Und es ist auch keine Abkürzung, wenn in der Ausbildung etwas fehlt.
Ein Gebiss sollte Kommunikation ermöglichen. Nicht Kontrolle erzwingen.

Deshalb schaue ich in meinem Training zuerst immer auf das Pferd selbst. Wie reagiert es auf die Hand? Ist es zufrieden im Maul? Kaut es ruhig? Kann es schlucken? Tritt es ehrlich an die Hand heran? Oder zeigt es Stress, Abwehr, Unruhe oder Unsicherheit?
Denn ein Pferd, das das Maul aufsperrt, mit der Zunge spielt, sich einrollt, gegen die Hand geht, den Kopf hochreißt oder sich der Anlehnung entzieht, ist nicht einfach „schwierig“. Es sagt etwas.

Und genau da müssen wir zuhören.
Nicht jedes Problem liegt am Gebiss. Aber ein unpassendes Gebiss kann sehr wohl Probleme verstärken. Genauso können Zahnprobleme, Verspannungen, ein unpassender Sattel, fehlende Balance, mangelnde Kraft, Stress oder eine unruhige Reiterhand dazu führen, dass ein Pferd nicht zufrieden in die Verbindung kommt.

Darum ist für mich klar:
Bevor ich ein Gebiss wechsle, schaue ich immer auf das ganze Pferd.
Jedes Pferdemaul ist anders
Was bei dem einen Pferd wunderbar funktioniert, kann für das andere völlig unpassend sein.
Manche Pferde haben wenig Platz im Maul. Manche haben eine dicke Zunge, empfindliche Laden, einen flachen Gaumen oder kurze Maulspalten. Deshalb ist „weich“ nicht automatisch weich.
Ein sehr dickes Gebiss klingt oft freundlich, kann aber in einem kleinen Pferdemaul viel zu viel Platz wegnehmen. Ein dünneres Gebiss kann direkter wirken, aber manchmal anatomisch besser passen. Eine einfach gebrochene Trense ist nicht automatisch schlecht. Eine doppelt gebrochene ist nicht automatisch besser. Und auch eine Stange kann für manche Pferde angenehmer sein, weil sie ruhiger im Maul liegt.

Für mich gibt es nicht das eine perfekte Gebiss für alle Pferde.
Es gibt nur die Frage:
Was passt zu genau diesem Pferd?

Ich suche nicht nach mehr Kontrolle
Wenn ein Pferd schwer in der Hand ist, suche ich nicht zuerst nach einem schärferen Gebiss.
Dann frage ich mich:
Fehlt Tragkraft?
Fehlt Balance?
Fehlt Losgelassenheit?
Fehlt Vertrauen zur Hand?
Ist das Pferd körperlich überhaupt in der Lage, sich selbst zu tragen?

Denn ein stärkeres Gebiss kann ein Pferd vielleicht kurzfristig begrenzen. Aber es macht es nicht automatisch durchlässiger. Es macht den Rücken nicht lockerer. Es macht die Hinterhand nicht aktiver. Und es ersetzt keine ehrliche Ausbildung.

Für mich ist das richtige Gebiss nicht das, mit dem ich mehr durchsetzen kann.
Es ist das, mit dem mein Pferd mich besser verstehen kann.
Das ist ein großer Unterschied.
Die Reiterhand entscheidet mit
Ein Gebiss kann noch so gut passen, wenn die Hand hart, unruhig oder rückwärtswirkend ist, wird es für das Pferd unangenehm.

Darum gehört zur Gebisswahl für mich immer auch Selbstreflexion.
Wie fein ist meine Hand wirklich?
Kann ich unabhängig sitzen?
Halte ich fest oder gebe ich nach?
Suche ich eine ehrliche Verbindung oder versuche ich, mein Pferd vorne zu kontrollieren?

Ein Gebiss ist immer nur so fein wie die Hand, die es benutzt.
Das sage ich nicht, um jemanden anzugreifen. Sondern weil es fair dem Pferd gegenüber ist. Wir dürfen nicht immer nur fragen, welches Gebiss das Pferd braucht. Wir müssen auch fragen, welche Hilfen wir geben.

Auch gebisslos ist nicht automatisch sanft
Ich finde es wichtig, auch gebisslose Zäumungen mit einzubeziehen. Denn ja, für manche Pferde kann gebisslos eine sehr schöne und sinnvolle Alternative sein.

Aber auch hier bin ich ehrlich:
Gebisslos bedeutet nicht automatisch pferdefreundlich.
Ein Sidepull, ein Kappzaum, ein Bosal, ein Glücksrad oder ein Hackamore wirken alle unterschiedlich. Manche wirken auf die Nase, manche auf das Kinn, manche auf das Genick, manche über Hebel. Auch ohne Gebiss kann Druck entstehen. Auch ohne Metall im Maul kann man ein Pferd grob einwirken.
Deshalb ist für mich nicht entscheidend, ob mit Gebiss oder gebisslos. Entscheidend ist, wie fair, passend und verständlich die Einwirkung ist.

Das Bosal: fein, aber nicht für grobe Hände
Das Bosal wird oft als sanfte gebisslose Möglichkeit gesehen. Und richtig angepasst, mit Wissen und Gefühl geritten, kann es sehr fein sein.
Aber ein Bosal ist kein harmloses Zubehör, nur weil es nicht im Maul liegt. Es wirkt über Nase, Kinn und seitliche Impulse. Es braucht Timing, Verständnis und eine ruhige Hand. Es muss korrekt sitzen und darf nicht zu tief auf dem empfindlichen Teil der Nase liegen.

Für mich gilt beim Bosal genau dasselbe wie beim Gebiss:
Nicht die Ausrüstung macht das Reiten fein.
Der Mensch macht es fein, oder grob.

Woran ich ein passendes Gebiss erkenne
Für mich zeigt ein Pferd recht deutlich, ob es mit einer Lösung zufriedener wird.
Ich achte darauf, ob das Pferd ruhiger im Maul wird. Ob es besser schlucken kann. Ob es die Verbindung ehrlicher annimmt. Ob es weniger gegen die Hand arbeitet. Ob es im Hals und Rücken weicher wird. Ob es mental entspannter bleibt.
Ein passendes Gebiss erkenne ich nicht daran, dass das Pferd plötzlich „funktioniert“.
Ich erkenne es daran, dass es zufriedener wirkt.
Denn genau darum geht es: nicht um ein perfektes Bild von außen, sondern um ein Pferd, das körperlich und mental loslassen kann.

Mein persönliches Fazit
Für mich ist die Gebisswahl kein Thema von Mode, Marke oder Meinung.

Sie ist ein Thema von Gefühl, Beobachtung und Verantwortung.
Manchmal ist eine einfache Wassertrense genau richtig.
Manchmal ein anatomisch geformtes Gebiss.
Manchmal eine Stange.
Manchmal eine gebisslose Zäumung.
Manchmal ein Bosal.
Und manchmal ist nicht das Gebiss das eigentliche Problem, sondern die Art, wie wir reiten.

Ich möchte kein Gebiss benutzen, um ein Pferd passend zu machen.
Ich möchte eine Ausrüstung wählen, die dem Pferd hilft, meine Hilfen besser zu verstehen.
Das richtige Gebiss gibt keine Macht.
Es ermöglicht Kommunikation.
Und genau deshalb sollte die wichtigste Frage nicht sein:
„Womit habe ich mehr Kontrolle?“

Sondern:
„Womit kann mein Pferd mich besser verstehen und dabei zufrieden bleiben?“
Denn gutes Reiten beginnt für mich nicht im Maul.
Es beginnt im Verständnis.

Euer Tommy

Wenn dieser Beitrag für euch Hilfreich war, kommentiert und teilt ihn doch Bitte.

Bitte denk auch an meine Bücher, setze den Link dazu in die Kommentare

Schlaufzügel: Hilfsmittel oder Hilflosigkeit?Kaum ein Ausrüstungsgegenstand im Reitsport wird so schön geredet wie der S...
05/06/2026

Schlaufzügel: Hilfsmittel oder Hilflosigkeit?

Kaum ein Ausrüstungsgegenstand im Reitsport wird so schön geredet wie der Schlaufzügel. Angeblich soll er „unterstützen“, „begrenzen“, „dem Pferd den Weg zeigen“ oder „kurzzeitig helfen“. In der Praxis sieht man leider oft etwas anderes: ein Pferd, das vorne festgehalten wird, während hinten weder Tragkraft noch Losgelassenheit noch echtes Gleichgewicht entstehen.

Der Schlaufzügel ist kein Zauberwerkzeug. Er macht kein Pferd korrekt an den Zügel. Er ersetzt keine Ausbildung, keinen Sitz, keine feine Hand und schon gar nicht Geduld. Was er sehr zuverlässig kann: den Kopf des Pferdes in eine gewünschte Position bringen. Nur ist genau das der große Denkfehler. Ein Pferd läuft nicht korrekt, weil der Kopf unten ist. Ein Pferd läuft korrekt, wenn es von hinten nach vorne durch den Körper arbeitet, den Rücken aufwölbt, die Hinterhand aktiv wird und es vertrauensvoll an die Hand herantritt.

Der Schlaufzügel setzt am Symptom an, nicht an der Ursache.
Ein Pferd, das sich heraushebt, gegen die Hand geht, sich entzieht oder nicht durchs Genick geht, tut das selten aus Bosheit. Oft fehlt Kraft, Balance, Verständnis, Takt, Losgelassenheit oder schlicht eine passende Reiterhand. Wer dann zum Schlaufzügel greift, zwingt das Pferd in eine Form, für die der Körper möglicherweise noch gar nicht bereit ist. Das Ergebnis sieht von außen vielleicht „rund“ aus, ist aber nicht automatisch gesund, geschweige denn korrekt.

Besonders problematisch wird es, wenn Schlaufzügel dauerhaft oder von unsicheren Händen eingesetzt werden. Dann wird aus einem angeblichen Hilfsmittel schnell ein Kontrollinstrument. Das Pferd lernt nicht, sich selbst zu tragen. Es lernt, dem Druck auszuweichen. Es wird eng im Hals, fest im Rücken, vorsichtig im Maul oder stumpf gegen die Einwirkung. Was als „Korrektur“ verkauft wird, ist dann in Wahrheit nur mechanische Unterordnung.

Natürlich gibt es erfahrene Ausbilder, die sagen: In sehr bestimmten Situationen, kurzzeitig, mit Gefühl und klarem Ziel kann ein Schlaufzügel sinnvoll sein. Ja, darüber kann man sprechen. Aber genau da liegt der Punkt: Wer ihn wirklich korrekt einsetzen kann, braucht ihn meistens selten. Und wer ihn regelmäßig braucht, sollte sich ehrlich fragen, ob das Problem wirklich beim Pferd liegt.

Der Schlaufzügel ist kein Ausbildungsweg. Er ist höchstens eine Krücke. Und eine Krücke heilt nicht die Ursache, sie kaschiert sie nur.

Gute Ausbildung braucht Zeit. Sie beginnt nicht am Pferdekopf, sondern bei Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schubkraft, Geraderichtung und Versammlung. Sie verlangt einen Reiter, der bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, statt das Pferd mit zusätzlichem Leder in eine Haltung zu ziehen.

Deshalb sollte die Frage nicht lauten: „Wie bekomme ich den Kopf runter?“
Sondern: „Warum kann oder will mein Pferd sich gerade nicht losgelassen tragen?“

Wer diese Frage ehrlich beantwortet, braucht den Schlaufzügel oft nicht mehr als Lösung. Sondern erkennt ihn als das, was er viel zu häufig ist: ein Zeichen dafür, dass Ausbildung durch Abkürzung ersetzt werden soll.

Und Abkürzungen auf Kosten des Pferdes sind keine Reitkunst. Sie sind Bequemlichkeit.

Rainer Schmid und die SHWA-Swiss Horse Welfare Association
haben sich z.B. in der Schweiz als Ziel gesetzt, Schlaufzügel generell im Reitsport verbieten zu lassen.
Wie ich finde eine gute und unterstützend würdige Idee.

Wie seht ihr das mit diesem Schlaufzügel?
Bitte Kommentiert diesen Beitrag und wenn ihr auch dagegen seit, teilt ihn, vielleicht können wir ein wenig aufklären.

Euer Tommy

Berührungen…Oder: Wie ich mein Pferd ertaste. Berührung ist bei Pferden so viel mehr als einfach nur Streicheln.Unsere P...
04/06/2026

Berührungen…
Oder: Wie ich mein Pferd ertaste.

Berührung ist bei Pferden so viel mehr als einfach nur Streicheln.
Unsere Pferde können an verschiedenen Körperstellen ganz unterschiedliche Intensitäten von Berührung wahrnehmen. Manche Bereiche sind besonders sensibel: die Flanken, das Maul, der Widerrist, der Ellbogen, die Ohren, die Augen oder auch die Innenseiten der Fesselgelenke. Einige Pferde mögen es dort überhaupt nicht, andere genießen genau diese Stellen sehr.
Und genau das ist es, was mich an Pferden immer wieder so fasziniert: Jedes Pferd ist anders. Jedes Pferd hat seine eigenen Wohlfühlzonen, seine eigenen Grenzen und seine eigene Art zu zeigen, was ihm guttut.

Pferde nutzen Berührung untereinander ganz bewusst. Sie liebkosen sich, kraulen sich, stupsen sich an, kratzen, knabbern oder berühren sich nur ganz sanft. Damit vertiefen sie soziale Bindungen, klären aber auch Rangordnung und Grenzen innerhalb der Herde.
Jeder von uns hat hoffentlich schon einmal gesehen, wie zwei Pferde sich gegenseitig an der Mähne oder am Widerrist kraulen. Oder dieses stille, zärtliche Nase-an-Nase-Berühren. Hach… ich könnte da jedes Mal einfach stehen bleiben und zuschauen. Es ist so leise, so ehrlich und so schön.

Und genau deshalb macht es mich auch traurig, wenn Pferde kaum oder gar keinen Kontakt zu Artgenossen haben. Gerade Pferde, die viel im Sport eingesetzt werden, stehen leider noch immer viel zu oft isoliert. Dabei sind Pferde hochsoziale Wesen. Ihnen diese Form von Nähe und Austausch zu nehmen, bedeutet auch, ihnen ein wichtiges Stück Pferdsein zu nehmen.
Unsere Pferde verfügen über eine sehr feine und differenzierte Berührungssprache. Von ganz zärtlich bis deutlich und rau. Was wir Menschen manchmal vorschnell als „bissig“, „frech“ oder „unerzogen“ abstempeln, ist nicht selten der Versuch des Pferdes, uns in seine sozialen Rituale einzubeziehen.
Beim Putzen zum Beispiel.

Viele Pferde möchten nicht einfach nur still angebunden dastehen, während wir Matsch und Staub aus dem Fell bürsten. Sie möchten Kontakt. Sie möchten antworten. Sie möchten vielleicht mit der Nase berühren, vorsichtig knabbern, sich mitteilen oder uns zeigen: „Da tut es gut“ oder „Bitte da nicht“.
Natürlich braucht es Grenzen. Ein Pferd darf uns nicht verletzen, nicht grob werden und wir müssen auf unsere eigene Sicherheit achten. Aber zwischen „alles verbieten“ und „alles erlauben“ liegt ein großer, wertvoller Raum: echtes Zuhören.

Ich sehe leider immer wieder, dass Menschen gar nicht wahrnehmen, wenn ihr Pferd versucht, sich mitzuteilen. Es stupst sanft mit der Nase, dreht den Kopf, zeigt eine Reaktion — und statt hinzuschauen, wird der Strick am Anbinder noch kürzer gemacht, damit es endlich stillsteht.
Dabei könnten wir gerade das tägliche Putzen so wunderbar nutzen, um Beziehung aufzubauen. Nicht nur, um das Fell sauber zu bekommen, weil unser Pony mal wieder ein ausgiebiges Schlammbad genommen hat. Sondern um unser Pferd wirklich zu fühlen.

Ich streiche mit meinen Händen über den Körper meines Pferdes und beobachte dabei das Ohrenspiel, die Augen, die Nüstern, die Muskulatur unter meinen Händen. Wird es weich? Atmet es tiefer? Senkt es den Kopf? Schließt es vielleicht sogar die Augen? Oder spannt es sich an, weicht aus, legt die Ohren an, schlägt mit dem Schweif?

All das sind Antworten.

Für mich ist Berührung ein Gespräch. Kein Übergriff. Kein „Ich will dich jetzt kuscheln, also hast du das zu mögen“. Sondern ein Dialog.
Ich möchte wissen: Wo magst du es? Wo brauchst du Abstand? Wo darf ich bleiben? Wo soll ich meine Finger lieber weglassen?
Viele Pferde lieben ein sanftes Kraulen am Widerrist, am Hals, an der Brust oder an der Schulter. Andere haben ganz andere Lieblingsstellen. Manche Pferde mögen Berührung im Gesicht, andere finden genau das viel zu nah. Manche lassen sich gern an den Ohren anfassen, andere sagen ganz klar: Nein, danke.
Und dieses Nein sollten wir respektieren.

Denn echte Nähe entsteht nicht dadurch, dass wir sie erzwingen. Sie entsteht dadurch, dass das Pferd freiwillig bleibt.
Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als ganz nah bei meinem Pferd zu sein. Mit meinem Gesicht an der weichen Nase entlangzustreifen, den warmen Atem aus den Nüstern zu spüren, diesen unverwechselbaren Pferdeduft einzuatmen. Den Kopf in meinen Händen zu halten und zu merken: Es vertraut mir.
Meine Pferde kommen inzwischen oft von allein und legen ihren Kopf in meine Hände. Manchmal schließen sie dabei die Augen. Und jedes Mal denke ich: Kann es etwas Schöneres geben?
Aber ich weiß auch: Das kann man nicht erzwingen.

Nicht jedes Pferd ist bereit, sich so berühren zu lassen. Manchmal dauert es Monate, manchmal Jahre. Manche Pferde tragen Erfahrungen mit sich, die wir nicht kennen. Manche haben gelernt, dass Menschenhände unangenehm sind. Andere sind einfach von Natur aus distanzierter.

Meine alte Dame Sue zum Beispiel hat es in den ersten 15 Jahren ihres Lebens gehasst, von anderen angefasst zu werden. Auch in der Herde erlaubte sie nur wenigen Pferden, ihr wirklich nahe zu kommen. Sie war Leitstute — und sie fand, dass sie ziemlich unantastbar war. Das zeigte sie Pferden genauso wie Menschen.
Beim Putzen hat sie es eher erduldet, als es zu genießen.
Und irgendwann hat sich etwas verändert.
Nicht, weil man sie gedrängt hat. Nicht, weil man sie „überredet“ hat. Sondern weil sie Zeit bekam. Weil ihre Grenzen gesehen wurden. Weil sie lernen durfte, dass Berührung auch angenehm, ruhig und sicher sein kann.
Später hat sie es genossen. So richtig.
Und genau solche Entwicklungen berühren mich tief.

Wenn ich mit neuen Pferden arbeite, versuche ich immer zuerst herauszufinden, wo ihre Wohlfühlzonen liegen. Diese Stellen nutze ich dann auch gern als Belohnung. Nicht jedes Pferd braucht sofort ein Leckerli. Manchmal ist ein Kraulen an der richtigen Stelle viel wertvoller.
Wir können mit unserer Berührung Emotionen übermitteln. Ruhe. Sicherheit. Zuneigung. Respekt. Aber auch Unsicherheit, Hektik oder Druck. Pferde spüren das. Viel feiner, als wir manchmal glauben.

Und dann ist da noch die Nase.
Die Nase des Pferdes ist wie ein kleines Wunderwerk. Mit den Tasthaaren, dem Geruchssinn und dem feinen Wahrnehmen von Nähe erkunden Pferde ihre Welt. Sie riechen, fühlen, schmecken und speichern Eindrücke ab. Deshalb finde ich es so wichtig, dass Pferde auch an uns riechen dürfen. Dass sie uns erkunden dürfen. Natürlich immer mit sicheren Grenzen, aber ohne ihnen ständig jede Form von Kontakt zu verbieten.

Ein alter Horseman sagte einmal zu mir:
„Geh zu einem Pferd, nimm seinen Kopf in deine Hände, berühre sanft seine Tasthaare und atme ruhig in Richtung seiner Nüstern. Du wirst sehen, es wird dich wiedererkennen.“

Ich mache das bis heute. Vielleicht bilde ich mir ein, dass es funktioniert. Vielleicht ist aber genau das der Zauber: diese stille, nahe, respektvolle Begegnung.
Wir sehen es doch auch auf der Weide. Wenn wir unser Pferd zu seinen Kumpels bringen, laufen sie oft erst einmal zueinander, näseln, riechen, prüfen: Wer bist du heute? Ist alles in Ordnung? Bist du noch mein Freund?
Das zeigt uns, wie wichtig Berührung, Geruch und Nähe für Pferde sind.

Ich glaube, wir Menschen dürfen da noch viel lernen. Weniger festhalten. Weniger bestimmen. Weniger erwarten. Dafür mehr fühlen, mehr beobachten, mehr fragen.
Das tägliche Putzen kann so viel mehr sein als Pflege. Es kann ein Gespräch sein. Eine Einladung. Ein Moment von Verbindung.
Physical Touch bei Pferden bedeutet für mich nicht, ein Pferd nach menschlichen Bedürfnissen zu bekuscheln. Es bedeutet, mich auf seine Sprache einzulassen. Es bedeutet, mein Pferd als fühlendes, soziales Wesen wahrzunehmen. Mit Vorlieben, Grenzen, Erinnerungen und Bedürfnissen.

Und manchmal ist die schönste Berührung genau die, bei der das Pferd freiwillig bleibt.
Ich könnte über dieses Thema wahrscheinlich ein ganzes Buch schreiben. Mir fallen jeden Tag neue Momente ein, in denen Nähe, Berührung und Vertrauen mit unseren sensiblen Vierbeinern eine Rolle spielen.

Und ich glaube, viele von euch wissen genau, was ich meine.

Denn wer das nicht erlebt, wer dieses stille Geschenk von freiwilliger Nähe nicht kennt, der ist vielleicht kein Pferdemensch — sondern nur ein Mensch mit Pferd.

Euer Tommy

Bitte kommentiert und teilt diesen Beitrag.

Und denkt bitte auch an meiner Bücher, die ganz viele solcher und auch andere Themen behandeln.

Setze den Link zu den Büchern in die Kommentare.

Manchmal ist ein Pferd nicht nur ein Begleiter auf unserem Weg, sondern der stille Spiegel unserer Seele.Es zeigt uns, w...
04/06/2026

Manchmal ist ein Pferd nicht nur ein Begleiter auf unserem Weg, sondern der stille Spiegel unserer Seele.
Es zeigt uns, wie viel Vertrauen, Ruhe und Freiheit noch in uns leben.

Tommy

Agieren statt reagieren – warum gutes Timing Vertrauen schafftIn der Arbeit mit Pferden merken wir immer wieder, wie wic...
03/06/2026

Agieren statt reagieren – warum gutes Timing Vertrauen schafft

In der Arbeit mit Pferden merken wir immer wieder, wie wichtig es ist, nicht nur zu reagieren, sondern bewusst zu agieren. Vielleicht kennt ihr das auch: Ein Pferd zeigt uns oft schon ganz früh, dass sich etwas verändert. Ein Ohr dreht sich weg, der Blick wird unruhig, der Körper spannt sich an, der Schritt wird schneller oder der Gedanke ist plötzlich nicht mehr bei uns. Oft sind es nur kleine Zeichen. Aber genau diese kleinen Zeichen sind es, die uns so viel sagen können, wenn wir lernen, wirklich hinzuschauen.

Wenn wir erst reagieren, ist der Moment meistens schon größer geworden. Das Pferd ist vielleicht schon unsicher, angespannt, abgelenkt oder innerlich auf dem Weg, eine eigene Entscheidung zu treffen. Dann müssen wir oft korrigieren, begrenzen oder wieder neu sortieren. Und mal ehrlich: Das fühlt sich für beide Seiten selten wirklich schön an. Nicht für uns und schon gar nicht für das Pferd.

Agieren bedeutet für mich, früher da zu sein. Nicht lauter, nicht schneller, nicht strenger, sondern klarer. Es bedeutet, den Moment zu erkennen, bevor er schwierig wird. Dem Pferd eine Antwort zu geben, bevor es laut fragen muss. Und genau hier spielt Timing eine unglaublich wichtige Rolle. Denn eine Hilfe ist nicht nur dann gut, wenn sie richtig gemeint ist. Sie muss auch im richtigen Moment kommen.

Ein gutes Timing kann für ein Pferd den ganzen Unterschied machen. Kommt unsere Hilfe zu spät, wird sie schnell zur Korrektur. Kommt sie zu früh oder unklar, versteht das Pferd uns vielleicht nicht. Kommt sie aber im passenden Augenblick, kann sie Orientierung geben, Ruhe bringen und Vertrauen schaffen. Dann muss kein Druck entstehen, weil das Pferd spürt: Mein Mensch ist aufmerksam. Mein Mensch sieht mich. Mein Mensch gibt mir Sicherheit.

Vielleicht dürfen wir uns in der Pferdearbeit öfter fragen: Habe ich gerade wirklich hingeschaut? War ich bei meinem Pferd — oder war ich nur mit der Übung beschäftigt? Habe ich den kleinen Gedanken schon bemerkt, bevor daraus ein großes Thema wurde? Genau da beginnt für mich feines Arbeiten mit Pferden. Nicht erst dann, wenn etwas schiefläuft, sondern in den leisen Momenten davor.

Agieren heißt nicht, alles kontrollieren zu wollen. Es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Für unsere Klarheit, unsere Ruhe, unsere Hilfen und unser Timing. Denn Pferde brauchen keinen Menschen, der nur hinterher repariert. Sie brauchen jemanden, der präsent ist, der mitdenkt, der vorausfühlt und ihnen hilft, in einem guten Gefühl zu bleiben.

Am Ende geht es doch genau darum: dass wir mit unseren Pferden nicht in ständiges Reagieren kommen, sondern in eine echte Verbindung. Eine Verbindung, in der wir feiner werden, früher verstehen und fairer handeln. Denn je besser unser Timing wird, desto weniger müssen wir korrigieren. Und je mehr wir agieren statt nur reagieren, desto leichter kann unser Pferd uns vertrauen.

Wie ist es bei euch, seit ihr eher am agieren oder am reagieren?
Schreibt doch mal in die Kommentare wo ihr euch seht.

Bitte denk auch an meine Bücher bei Amazon.
Zu finden, wenn du in die Suchleiste, Tommy Freundlich eingibst.

Der Zügel ist nicht zum Lenken da.Wenn ich diesen Satz in meinen Kursen sage, schaue ich oft erst einmal in erstaunte Ge...
02/06/2026

Der Zügel ist nicht zum Lenken da.

Wenn ich diesen Satz in meinen Kursen sage, schaue ich oft erst einmal in erstaunte Gesichter.

„Wie, der Zügel ist nicht zum Lenken da?“
Doch, natürlich hat der Zügel eine richtungsweisende Funktion. Aber er ist nicht das Lenkrad des Pferdes. Und genau da liegt für mich ein ganz entscheidender Unterschied.

Viele Reiter haben gelernt: Will ich nach links, ziehe ich links. Will ich nach rechts, ziehe ich rechts. Will ich langsamer werden, ziehe ich hinten. Das funktioniert vielleicht irgendwie — aber es ist kein feines Reiten.

Denn wenn ich nur über den Zügel lenke, bewege ich oft lediglich den Kopf des Pferdes. Der Körper bleibt dabei gerade, fällt über die Schulter aus oder verliert seine Balance. Das Pferd wird vorne „gestellt“, aber nicht wirklich durch den Körper geführt.

Ein Pferd wird nicht korrekt geritten, indem ich vorne am Maul bestimme, wohin es gehen soll. Richtiges Lenken beginnt viel früher: in meinem eigenen Körper.

Mit meinem Blick.
Mit meinem Sitz.
Mit meiner Balance.
Mit meinem Gewicht.
Mit meinen Schenkeln.
Und erst dann mit einer feinen, begleitenden Hand.

Der Zügel ist für mich keine Bremse, kein Lenkrad und schon gar kein Werkzeug, um ein Pferd in eine Form zu ziehen. Der Zügel ist eine Verbindung. Eine feine Kommunikationslinie zwischen meiner Hand und dem Pferdemaul.

Er ist dazu da, zu fühlen.
Zu begrenzen.
Zu begleiten.
Impulse aufzunehmen.
Halbe Paraden durchzulassen.
Stellung fein zu erfragen.
Den Rahmen mitzugestalten.

Aber er ist nicht dazu da, das Pferd durch die Wendung zu ziehen.

Der innere Zügel darf fragen.
Der äußere Zügel darf begrenzen und führen.
Aber der Körper des Pferdes wird durch Sitz und Schenkel geformt.

Genau das wurde übrigens nicht erst heute erfunden. Schon die alten Rittmeister wussten, dass gutes Reiten nicht aus Ziehen besteht. Die klassische Reitlehre spricht seit Jahrhunderten davon, das Pferd zwischen Schenkel und Hand zu reiten — nicht an der Hand, nicht gegen die Hand, sondern fein verbunden zwischen treibenden und annehmenden Hilfen.

Xenophon schrieb schon in der Antike sinngemäß gegen Zwang und grobe Einwirkung. Später betonten Rittmeister wie La Guérinière immer wieder die Bedeutung einer leichten, maßvollen Hand und eines Pferdes, das aus der Hinterhand an die Hand herantritt.

Das bedeutet: Die Hand empfängt, was von hinten kommt.
Sie produziert es nicht.

Und trotzdem sehe ich immer wieder, dass Unsicherheit beim Reiten zuerst in der Hand landet. Das ist menschlich. Die Hand ist schnell. Der Zügel ist direkt. Ziehen gibt uns für einen Moment das Gefühl von Kontrolle.

Aber Kontrolle ist nicht dasselbe wie Kommunikation.

Ein Pferd, das nur über den Zügel gelenkt wird, lernt oft, sich festzumachen, sich auf die Hand zu legen, sich hinter dem Zügel zu verkriechen oder gegen die Einwirkung zu gehen. Ein Pferd, das über Sitz, Schenkel und eine feine Hand geritten wird, kann dagegen in Balance bleiben.

Für mich ist der Zügel also nicht „unwichtig“. Ganz im Gegenteil. Gerade weil er so fein und bedeutungsvoll ist, sollte er nicht grob benutzt werden.

Der Zügel ist nicht zum Ziehen da.
Er ist zum Fühlen da.

Er ist nicht die erste Hilfe.
Er ist die letzte Verfeinerung.

Und vielleicht ist genau das einer der größten Unterschiede zwischen Reiten und Festhalten.

Denn feines Reiten beginnt nicht in der Hand.
Es beginnt im Sitz.
Im Gefühl.
In der Balance.
Und in der Bereitschaft, dem Pferd zuzuhören, statt es nur zu korrigieren.

Gern könnt ihr diesen Beitrag wie immer kommentieren und teilen

Adresse

Oestrich-Winkel
65375

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Tommy Freundlich Horsemanship erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Tommy Freundlich Horsemanship senden:

Teilen

Kategorie