01/06/2026
Darüber solltest du einmal nachdenken.
Wenn ich zu einem Pferd gerufen werde,
um Ursachen für Blockaden, Probleme oder wiederkehrende Widersetzlichkeiten zu finden, zeigt sich oft etwas Überraschendes:
Der Auslöser liegt nicht immer beim Pferd.
Im Laufe einer Anamnese und/ oder im laufe des Gespräche werden Zusammenhänge sichtbar, die dem Pferdebesitzer häufig selbst nicht bewusst sind.
Sätze wie:
➡️ „Wenn ich Angst habe …“
➡️ „Seit diesem Ereignis ist alles anders …“
➡️ „Früher war das nie ein Problem …“
fallen oft ganz nebenbei.
-> ein Thema daraus, das mich immer wieder berührt:
💔Wenn das Herzpferd stirbt und das neue Pferd keine Chance bekommt,
es selbst zu sein.
Der Verlust eines geliebten Pferdes hinterlässt Spuren und
manchmal wünschen wir uns unbewusst,
dort weiterzumachen,
wo wir gemeinsam aufgehört haben.
Die Ausritte.
Die Abenteuer.
Die Vertrautheit.
Das Gefühl von Zuhause.
Doch der neue Partner ist nicht das alte Pferd.
Genau hier beginnt häufig ein unsichtbarer Konflikt.
Das neue Pferd soll Erwartungen erfüllen,
die eigentlich dem verstorbenen Pferd gehören.
Es wird verglichen.
Bewertet.
Unbewusst in eine Rolle gedrängt,
-> die nie seine eigene war.
In der Psychologie sprechen wir unter anderem von Übertragung:
Gefühle,
Erinnerungen und
Erwartungen aus einer vergangenen Beziehung werden auf eine neue Beziehung übertragen.
Das Problem dabei:
Der Mensch sieht sein neues Pferd oft nicht wirklich.
Er sieht die Unterschiede.
Das, - was fehlt.
Das, - was früher einfacher war.
Und versteht nicht, warum die Beziehung nicht wächst.
Dabei muss niemand sein verstorbenes Pferd verraten,
um sich auf einen neuen Partner einzulassen.
Denn Liebe 💕ist kein begrenzter Raum.
Aber es braucht die Bereitschaft zu erkennen:
Dies ist kein Ersatz.
🌱Dies ist ein Neubeginn.
Jedes Pferd bringt seine eigene Persönlichkeit mit.
Seine eigenen Stärken.
Seine eigenen Bedürfnisse.
Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Realität.
Selbst wenn vier Menschen dieselbe Situation erleben,
entstehen vier unterschiedliche Wahrnehmungen und Erinnerungen.
Vielleicht liegt genau darin der Schlüssel.
Nicht zu suchen, was das neue Pferd - nicht - ist.
Sondern zu entdecken, wer es „wirklich“ ist.
Ich helfe deshalb nicht nur Pferden dabei,
aus Erwartungsdruck und Missverständnissen herauszufinden.
Ich begleite gleichzeitig ihre Menschen dabei,
sich wieder zu öffnen.
Damit sie ihr Pferd wirklich sehen können.
Manchmal können wir erstaunlich blind sein für das,
was direkt vor uns steht
❓Hast du schon einmal erlebt, dass ein Pferd erst dann sichtbar wurde,
als du aufgehört hast, es mit einem anderen zu vergleichen?