13/04/2026
Solche Videos könnte ich jetzt täglich machen. Vor kurzem habe ich ein Webinar gehört und da ging es darum, dass viele Hunde später Leinenaggressionen zeigen (können), wenn sie als Welpe in Situationen gebracht wurden, die sie nicht bewerkstelligen konnten. Instinktiv wollen Welpen alles beobachten in ihrer Umwelt und auch mal etwas länger schauen um darüber "nachzudenken", ob eine Situation gefährlich ist oder nicht. Viele Hundebesitzer ziehen die Welpen dann aber einfach weiter und so fehlt ihnen diese Möglichkeit. Ich denke Jack ging es ähnlich. Vielleicht nicht direkt im Welpenalter, aber er war letztes Jahr, als ich mit ihm anfing wirklich extrem Impulsiv und Leinenaggressiv und scannte auch ständig die Gegend ab.
Mittlerweile können wir sogar Hundebegegnungen meistern. Er ist immer noch unsicher, vor allem wenn freilaufende Hunde auf uns zukommen. Aber das übe ich ja mit ihm.
Hier hat er auch wieder Hunde beobachtet, die einige Meter entfernt miteinander tobten. Ich musste dann zu ihm herangehen, damit er aus dem "Glotzen" rauskommt und sich wieder seiner Spur widmen konnte. 😀
Das "normale" Hundeschultraining ist ja nicht so meins. Ich habe mit ihm eher geübt, dass ich einfach stehen bleibe, wenn er erst mal die Situation beobachten möchte. Anfangs stand ich immer direkt neben ihm und gab ihm einfach Halt. Ich brachte ihm den Brustgeschirrgriff bei für den Notfall, das heißt, wenn er wirklich wieder in seine Starre und Aggression verfällt, kann ich ihn da greifen und beruhigen, bis die Situation vorbei ist. Ich bestätigte und bestätige jede positive Entscheidung die er treffen kann und ich brachte ihm bei, das Spuren suchen wirklich toll sind. Wir haben mittlerweile Spaziergänge, wo wir an einigen Hunden vorbei müssen und er bleibt ruhig. Er ist nicht immer entspannt, aber er bleibt ruhig.
Nach wie vor macht das "Training" Spaß und auch wenn wir noch lange nicht fertig sind, ist er seit einem Jahr auf einem sehr guten Weg und er ist viel viel entspannter geworden.