Tierärztliche Praxis Ruth Kosanetzky

Tierärztliche Praxis Ruth Kosanetzky Tierarztpraxis spezialisiert auf - Pferdezahnheilkunde - Chiropraktik Pferde

-praktische Tierärztin
-"Certified Equine Dentist" an der Academy of Equine Dentistry Idaho/USA
-IAED zertifiziert (International Association of Equine Dentistry)
-Chiropraktikausbildung und -prüfung an der IAVC (International Academy of Veterinary Chiropractic)
-Stammer Kinetics
-Dry Needling

Wichtige Info die Pferdeklinik Fischer stellt zum 31.03.2026 ihren Betrieb ein ‼️
12/03/2026

Wichtige Info die Pferdeklinik Fischer stellt zum 31.03.2026 ihren Betrieb ein ‼️

Liebe Kunden der Pferdeklinik Dr. Fischer, 25 Jahre hat das Team der Pferdeklinik Dr. Fischer Pferde im Herzen der Holsteiner […]

Heute mal wieder fortbilden 😉
06/03/2026

Heute mal wieder fortbilden 😉

Wahre Worte einer fantastischen Kollegin
25/02/2026

Wahre Worte einer fantastischen Kollegin

ZAHNBEHANDLUNG OHNE SEDATION?

Warum ALLES dagegen spricht!

In letzter Zeit häufen sich in den Sozialen Medien wieder die Aufrufe, sich zu Sammelterminen bei unterschiedlichen sogenannten "Dentisten", "Pferdezahnärzten", "Pferdezahnfeen" .... zusammen zu schließen. Oft wird mit einer besonderen Behandlungsmethode geworben, die ohne Sedation abläuft und deshalb besonders schonend für das Pferd sein soll.

Hier sehe ich mich als auf Zähne spezialisierte Pferdetierärztin in der Aufklärungspflicht:

Eine Zahnbehandlung ohne Sedation ist NICHT schonend für das Pferd. Das Pferd gerät in eine Stress Situation. Es ist ein Fluchttier, auch wenn das bei besonders braven Exemplaren oft vergessen wird. Es bekommt ein Maulgatter eingesetzt (ohne das ist eine ordentliche Zahnbehandlung gar nicht möglich), auf welchem es natürlicherweise die ganze Zeit kaut. Das bedeutet in unsediertem, wachem Zustand enormen Druck auf Kiefergelenk und Schneidezähne. Wenn das Pferd Abwehrbewegungen macht, was immer passieren kann, kann es zu schweren Verletzungen aller Beteiligten (Pferd und Mensch) kommen.

Viel wichtiger aber: Eine gute Zahnbehandlung ist so viel mehr als bloßes Abschleifen der scharfen Kanten!
- Alle Zähne werden präzise ausbalanciert, damit der Druck beim kauen gleichmäßig verteilt ist.
- JEDER Zahn wird einzeln genau untersucht, entweder mit einem Spiegel, oder dem Endoskop und angefasst.
- Die Okklusion wird vor, während und nach der Behandlung überprüft
- die Schneidezähne werden ebenfalls in die Behandlung mit einbezogen

Man sieht also, dass eine Zahnbehandlung Präzisionsarbeit ist, während der der behandelnde Tierarzt permanent klare Sicht auf die Zähne haben muss und ein möglichst ruhiges Arbeitsfeld braucht.

Wer hat schon mal einem Kleinkind die Zähne geputzt? So ähnlich kann man sich eine Zahnkontrolle beim unsedierten Pferd vorstellen. Die Frage, ob so eine genaue Untersuchung und präzise Behandlung möglich sind, erübrigt sich also.

Die Sedation ist für ein gesundes Pferd keine Belastung und stellt kein erhöhtes Risiko für die Gesundheit dar. Bei Pferden mit internistischen Problemen können wir Tierärzte die Sedation entsprechend anpassen.

Als verantwortungsvoll handelnder Pferdebesitzer mutet man seinem Pferd eine Zahnbehandlung ohne Sedierung nicht zu!

ACHTUNG: Der Besitz, die Abgabe und die Anwendung verschreibungspflichtiger Arzneimittel, wozu alle Sedationsmedikamente, einschließlich Domosedanpaste, Relaquinegel etc. gehören, ist nur Tierärzten erlaubt!
Wenn also ein Laienbehandler solche Pasten verteilt, ist das illegal. (Verstoß gegen AMG)

Liebe Pferdebesitzer/innen denkt an die West Nil Impfung für eure Pferde!! Jetzt im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt ...
16/02/2026

Liebe Pferdebesitzer/innen
denkt an die West Nil Impfung für eure Pferde!! Jetzt im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung.
Momentan ist genug Impfstoff vorrätig.

Schützen Sie Ihr Pferd vor dem West Nil Virus (WNV). Erfahren Sie, wie Impfung, Mückenschutz und Sensibilisierung Ihren tierischen Begleiter schützen können.

04/02/2026

‼️Aufgrund der aktuellen Wettersituation 🥶möchte ich nochmal alle Kunden daran erinnern, dass ich zwingend warmes Wasser für die Zahnbehandlung benötige und einen überdachten,geschützen Bereich‼️ Außerdem
muss ich mit dem Zahnwagen zum Behandlungsort kommen können, sprich der Weg muss geräumt und gestreut sein.

Für die Pferde müssen warme Decken zur Verfügung stehen‼️

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, spricht auch bei diesen Temperaturen nichts gegen eine Zahnbehandlung.

24/12/2025
18/12/2025
Für alle meine Islandpferde Besitzer !!
12/12/2025

Für alle meine Islandpferde Besitzer !!

Ab 2026 orientiert sich der IPZV e. V. bei der Influenza-Impfregelung an den Vorgaben der FEIF, die den FEI-Regeln entsprechen. Damit schaffen wir einheitliche, international kompatible Standards, die die Turnierteilnahme für Reiterinnen und Reiter aus dem In- und Ausland erleichtern.

Liebe KundenDieses Jahr habe ich keine Termine mehr frei. Nur noch ganz dringende Notfälle können angenommen werden.Bitt...
09/12/2025

Liebe Kunden

Dieses Jahr habe ich keine Termine mehr frei. Nur noch ganz dringende Notfälle können angenommen werden.

Bitte meldet euch jetzt schon für Termine im Januar oder Februar. ‼️

Endlich spricht mal jemand die Wahrheit aus …!!
18/11/2025

Endlich spricht mal jemand die Wahrheit aus …!!

Dr. Andreas Franzky ist Vorstandsvorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) und Leiter der Arbeitsgruppe Pferd. Zudem ist er selbst Reiter und Züchter. Anlässlich der Videoaufnahmen aus Verona und der danach von verschiedenen Seiten getätigten Aussagen wollten wir von dem ...

https://www.facebook.com/share/1D2dyDQWQb/?mibextid=wwXIfr
15/11/2025

https://www.facebook.com/share/1D2dyDQWQb/?mibextid=wwXIfr

Achtung Tierheilpraktikerinnen!

Von Ralph Rückert, Tierarzt

In den letzten Artikeln habe ich mich mit pseudomedizinischen Auswüchsen IN DER TIERMEDIZIN beschäftigt. Obwohl sie damit überhaupt nicht angesprochen waren, haben sich dennoch sehr viele Tierheilpraktikerinnen getriggert gefühlt und entsprechend geäußert. Deswegen und auch aufgrund mehrfacher Bitten von Leser:innen hier jetzt also zum Abschluss der Serie noch ein Text zu Laienbehandlerinnen in der diffusen und gesetzlosen Peripherie der Tiermedizin.

Gleich zu Anfang drei Klarstellungen:

Erstens ist die Überschrift des Artikels zwar nicht direkt geklaut, aber doch bewusst angelehnt an den Titel des Buches „Vorsicht Tierheilpraktiker!“ des Wissenschaftsjournalisten Colin Goldner, für das ich auch fast 20 Jahre nach seinem Erscheinen Werbung machen möchte. Für alle, die sich eingehender über die pseudotiermedizinische Szene informieren möchten, ist das Buch nach wie vor eine klare Empfehlung.

Zweitens: Ich verwende bezüglich der „Berufsbezeichnung“ durchgehend die weibliche Form, einfach deshalb, weil es die Realität abbildet.

Drittens: Wenn sich Tierärztinnen oder Tierärzte in irgendeiner Form kritisch oder ablehnend gegenüber Tierheilpraktikerinnen äußern, wird gern und reflexartig Futterneid unterstellt. Dieser Vorwurf hat nach den vorliegenden wirtschaftlichen Daten keine wirkliche Grundlage. Es ist natürlich sehr schwierig, belastbare Zahlen für eine Branche zu ermitteln, die von staatlicher Seite überhaupt nicht erfasst oder reguliert wird. Trotzdem kann man als Faustzahl davon ausgehen, dass es knapp halb so viele selbständig arbeitende Tierheilpraktikerinnen gibt wie Tierarztpraxen und Tierkliniken, diese nicht gerade wenigen THPs aber maximal fünf Prozent des gesamten Tiergesundheits-Umsatzes generieren, was in meinen Augen keinen Anlass für irgendein wirtschaftliches Konkurrenzdenken darstellt.

Zu Anfang (und nicht zum ersten Mal) eine kurze Darstellung der rechtlichen Situation: Die Berufsbezeichnung „Tierheilpraktikerin“ ist weder staatlich geschützt noch irgendwie reguliert. Es interessiert den Staat nicht, ob sich jemand „Tierheilpraktikerin“ nennt. Dementsprechend können alle, die wollen, sich von heute auf morgen und ohne jeglichen Ausbildungsnachweis zu „Tierheilpraktikerinnen“ erklären, ein entsprechendes Schild an die Tür schrauben, eine Homepage online stellen und loslegen.

Logischerweise sind mit dieser in den Augen des Staates gar nicht existierenden Berufsbezeichnung keinerlei Rechte oder Privilegien verbunden, wie sie Tierärztinnen oder Tierärzte mit ihrer Approbation verliehen bekommen. Tierheilpraktikerinnen dürfen natürlich keine rezeptpflichtigen Medikamente oder Betäubungsmittel anwenden bzw. verschreiben, sie dürfen nicht röntgen, impfen oder operieren. Sie dürfen also mit Tieren genau nur das anstellen, was jede und jeder mit Tieren im Rahmen der tierschutzrechtlichen Regelungen anstellen darf, weshalb ich ja auch häufig den eigentlich zutreffenderen Begriff „Laienbehandlerinnen“ verwende.

Man kann natürlich, wenn man sich die Mühe machen und eine in der Regel nicht unbeträchtliche Summe (häufig im mittleren vierstelligen Bereich) aufbringen will, einen der vielen angebotenen Kurse belegen. Auch diese sind logischerweise in Bezug auf Qualität, Dauer und Inhalte in keinster Weise staatlich reglementiert, sagen dementsprechend auch rein gar nichts aus. Als Kundin oder Kunde einer Tierheilpraktikerin hat man absolut null Möglichkeiten, aus irgendwelchen „Abschlüssen“ irgendeine Qualifikation abzuleiten. Bei Human-Heilpraktikerinnen prüft der Staat immerhin in einer Art Minimalverfahren ab, ob die Kandidatinnen keine Gefahr für die allgemeine Gesundheit darstellen und wenigstens in der Lage sind, zum Beispiel meldepflichtige Erkrankungen zu erkennen. Obwohl es auch in der Tiermedizin meldepflichtige Krankheiten gibt oder auch welche, von denen Laien tunlichst die Finger lassen sollten, sieht der Gesetzgeber hier trotzdem keinen Handlungsbedarf.

Ein Zitat aus dem oben erwähnten Buch von Colin Goldner als Fazit:

„Gleichwohl der sogenannte Tierheilpraktiker veterinärmedizinisch zu nichts befugt und nur zu wenig befähigt ist – die entsprechenden Ausbildungsgänge an Tierheilpraktikerschulen vermitteln nicht mal die elementarsten Grundlagen zu einer auch nur ansatzweise ernstzunehmenden Heilbehandlung gleich welchen Tieres – darf er sich doch nach Belieben niederlassen und nach Gutdünken ordinieren. (…) Niemand stellt die Frage nach fachlicher Qualifikation, niemand überprüft die Praxisgepflogenheiten und niemand kann den Tierheilpraktiker für seine Ratschläge und Maßnahmen zur Rechenschaft ziehen.“

Meine persönliche Einstellung zu Tierheilpraktikerinnen hat sich über die vielen Jahre meiner Berufslaufbahn von strikter Ablehnung zu resignierter Gleichgültigkeit entwickelt, was aber nicht mit irgendeiner Akzeptanz verwechselt werden darf. Natürlich fände ich es gut und richtig, wenn wir die gleiche Gesetzeslage wie Österreich hätten, wo es ein auf Tierärztinnen und Tierärzte beschränktes Behandlungsprivileg für Tiere gibt. Ich habe aber akzeptiert, dass es dazu hier in Deutschland wohl nie kommen wird. Und wenn man sich als Tierarzt mal ganz ehrlich macht, so „behandeln“ Tierheilpraktikerinnen die Haustiere genau der Leute, vor denen es einem als Tierarzt sowieso ein Stück weit graust, also von denen, die darauf bestehen, dass ihr Tier mit unwirksamem Humbug traktiert wird, weil es ihrem eigenen Weltbild entspricht. Damit entlasten Tierheilpraktikerinnen das sowieso überlastete System der Tiermedizin und ermöglichen uns die Konzentration auf Fälle, die wirklich dringend effektive Hilfe benötigen.

Ich kann aber auch nachvollziehen, dass viele meiner Kolleginnen und Kollegen meine Gleichgültigkeit aus sehr guten Gründen nicht teilen wollen. Man kann selbstverständlich ganz gravierende tierschutzrechtliche Bedenken gegen das völlig unregulierte Treiben von Tierheilpraktikerinnen haben. Ich zitiere wieder Colin Goldner:

„Dass sie (Anm.: die Tierheilpraktikerinnen) sich dennoch und völlig ungeniert auf dem alternativen Heilermarkt breitmachen können, liegt an der insoweit völlig unzureichenden Rechtslage. Konsequent umgesetzter Tierschutz (…) müsste längst auch Schutz vor unzureichend qualifizierten Tierheilpraktikern bedeuten, die ohne die geringste Ahnung von seriöser Diagnosestellung, ohne Ahnung von Indikation und ohne Ahnung von klinisch wirksamen Heil- und Hilfsmaßnahmen mit irgendwelchen Pseudodiagnostik- und Pseudoheilverfahren herumdilettieren, die dem behandelten Tier im besten Fall nicht schaden, die aber eine Gesundheitsgefährdung mittelbar dadurch zur Folge haben können, dass das rechtzeitige Erkennen eines ernsten Leidens beziehungsweise der rechtzeitige Einsatz einer sinnvollen und verfügbaren Therapie womöglich verzögert wird, weil der Tierheilpraktiker über die hierzu erforderliche veterinärmedizinische Fachkenntnis nicht verfügt. Eine mittelbare Gefahr dieser Art besteht dabei besonders dann, wenn die tierheilpraktische Behandlung – vom Tierheilpraktiker selbst und/oder von dem Besitzer beziehungsweise Halter des jeweiligen Tieres – als Ersatz für eine tierärztliche Behandlung angesehen wird.“

Dass die von Goldner im letzten Satz angesprochene Gefahr keineswegs an den Haaren herbeigezogen ist, bestätigt sich schon allein dadurch, dass man in Social-Media-Tierhaltergruppen in den Kommentaren unter Symptomschilderungen sehr häufig den Ratschlag lesen kann: „Sofort zum Tierarzt oder zur Tierheilpraktikerin!“. Verblüffend viele Tierbesitzer:innen scheinen tatsächlich die Behandlung durch Tiermediziner:innen mit der durch eine Tierheilpraktikerin gleichzusetzen, was natürlich so weit neben der Spur ist, dass die Realität buchstäblich hinter dem Horizont verschwindet. Eine Tierheilpraktikerin hat im schlechtesten Fall null, im besten Fall ein paar Hundert Stunden (Fern-)Unterricht mit mehr als zweifelhaften Inhalten absolviert, eine Tierärztin hat dagegen über den Daumen gepeilt mehr als 10.000 Stunden Studium und Praktika plus drei Staatsexamen hinter sich gebracht, bevor sie ihre Approbation verliehen bekommt.

Auch das ganz reale Leben als Tierarzt bestätigt Goldners tierschutzrechtliche Bedenken. Jede Kollegin, jeder Kollege kann sofort mehrere Geschichten von Tieren aus dem Ärmel schütteln, deren Erkrankungen durch ewige „Vorbehandlungen“ von Tierheilpraktikerinnen verschleppt und verschlimmert worden sind, oft über den Punkt hinaus, wo man noch realistische Chancen auf eine erfolgreiche und medizinisch korrekte Therapie gehabt hätte. Würde der Gesetzgeber seine Verpflichtung, sich um alle Aspekte des Tierschutzes zu bemühen, wirklich ernst nehmen, so müsste er nach dem Beispiel Österreichs diesem Unwesen eigentlich ein Ende setzen. Da es dieser Staat aber nicht mal schafft, die von Humanheilpraktiker:innen ausgehende Gefahr anzuerkennen und sich endlich von einem Heilpraktikergesetz zu trennen, das absurderweise in seinen wesentlichen Teilen aus dem Dritten Reich stammt, ist mir sonnenklar, dass wir mit der Existenz von Tierheilpraktikerinnen wohl weiter werden leben müssen.

Meinen Kolleginnen und Kollegen rate ich deshalb zu meiner über viele Jahre mühsam gewonnenen resignierten Gleichgültigkeit, weil das wirklich die Nerven schont. So sehr es mich stresst, wenn abtrünnige Tierärzt:innen Patienten mit Heilverfahren traktieren, um deren Unwirksamkeit sie aufgrund ihrer intensiven und langen Ausbildung definitiv wissen müssten, so sehr kann ich die Verwendung pseudomedizinischen Unsinns durch Tierheilpraktikerinnen nachvollziehen. Was sollen sie auch anderes machen? Sieht man mal von der Pflanzenheilkunde, der Diätetik, der Physiotherapie und (mit gewissen Einschränkungen) der Akupunktur ab, haben Tierheilpraktikerinnen ja keinen Zugang zu tatsächlich wirksamen Heilverfahren. Wobei anzumerken bleibt, dass man auch mit Phytotherapie, Diätetik und Akupunktur viel Unheil anrichten kann, wenn man nicht weiß, was man tut, und davon ist halt nach der Absolvierung von ein paar Stunden Fernkursen leider auszugehen.

Denen, die immer mit fiebrigen Visionen einer Zusammenarbeit / Kooperation zwischen Tierärzt:innen und Tierheilpraktikerinnen um die Ecke kommen, kann ich nur sagen: Träumt weiter! Unter Berücksichtigung aller erläuterten Tatsachen ist schon allein der Gedanke vermessen und absurd, vergleichbar mit einer Forderung an Roger Federer, sich mit einer Immer-Samstags-eine-Stunde-Hobby-Tennisspielerin zusammenzutun, in der erklärten Absicht, das Mixed-Doppel in Wimbledon zu gewinnen.

Und für die, die jetzt wieder mit unzähligen Geschichten von schlechten Tierärztinnen und Tierärzten anfangen: Ich bin mir als Insider der Tatsache bewusst, dass es entsprechend der Gaußschen Verteilungskurve durchaus unterdurchschnittlich arbeitende Kolleginnen und Kollegen gibt, aber mal ehrlich: Selbst die haben in ihrem Leben schon mehr über Krankheiten, ihre Diagnose und Therapie vergessen, als eine Tierheilpraktikerin je wissen wird.

Dann an die gerichtet, die aktuell über eine „Karriere“ als Tierheilpraktikerin und die Buchung eines solchen „Fernstudiums“ nachdenken: Tun Sie es nicht! Wenn Sie die mehreren Tausend Euro, die für so eine Pseudo-Ausbildung fällig werden, gut anlegen, haben Sie später ganz sicher was davon, mindestens eine echt fette Urlaubsreise oder ein dickes Polster für eine notwendig werdende OP des eigenen Haustieres. Selbst wenn Sie das Geld im Aschenbecher verbrennen würden, gäbe das immerhin ein schönes Feuerchen und etwas Wärme, was in meinen Augen mehr wert wäre als so ein THP-„Fernstudium“. Kaufen Sie sich doch lieber ein handliches Taschenbüchlein (auf Amazon habe ich zum Beispiel „Hunde natürlich heilen: Homöopathie, Bachblüten, Schüßler-Salze & mehr“ gefunden, für nur 12,90 Euro). Das teuer bezahlte „ Zertifikat“, das Sie zum Abschluss Ihres „Studiums“ erhalten, könnten Sie sich – was seine Aussagekraft angeht - auch genau so gut von einer KI erstellen lassen und dann an die Wand hängen. Ich möchte fast wetten, dass selbst das niemanden interessieren würde.

Abschließend noch für die, die mich jetzt wieder als unerträglich arrogant bezeichnen: Wie immer bekommen Sie hier halt meine ehrliche und ungeschminkte Sichtweise zu tiermedizinischen Themen. Wem das nicht gefällt, muss sich meine Artikel ja nicht antun. Da ich meine Inhalte nicht monetarisiere, ist mir meine Reichweite ziemlich egal.

Ansonsten (und sicher bekannt): Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz! ;)

Bleiben Sie mir gewogen, bis bald, Ihr

Ralph Rückert

© Ralph Rückert
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Heute mal einen ganz speziellen Patienten behandelt…😉😂
27/08/2025

Heute mal einen ganz speziellen Patienten behandelt…😉😂

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