28/04/2026
27. April 2026
Wir möchten euch eindringlich davor warnen, gesundheitsbezogene Tipps für eure Tiere aus irgendwelchen Facebook-Gruppen ungeprüft zu übernehmen, besonders dann, wenn sie von Personen stammen, die keine fachliche Ausbildung haben, sondern beispielsweise im Vertrieb der genannten Produkte tätig sind.
Gerade haben wir wieder gelesen, dass in einer Katzengruppe Eukalyptus- und Zitronenöl zur Zeckenabwehr bei Katzen empfohlen wird mit dem Hinweis „Ich benutze das selbst".
Solche Aussagen sind gefährlich und absolut unverantwortlich!
Eukalyptus und Zitrone und auch das oftmals empfohlene Teebaumöl sind für Katzen hochgiftig, da diese auf Grund eines fehlenden Enzyms nicht dazu in der Lage sind, bestimmte enthaltene Stoffe über die Leber abzubauen, wodurch sich diese im Körper anreichern.
Wir hatten dieses Thema schon mehrfach in Zusammenhang mit der Empfehlung, alte Autoreifen als Schlafstätte für verwilderte Katzen zu nutzen.
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In diesem Post ist auch die wissenschaftliche Begründung für die aus dem Mangel dieses Enzyms entstehende Problematik erläutert.
Solche Terpene sind, ebenso wie Phenole, ebenfalls in vielen ätherischen Ölen enthalten.
Diese reichern sich im Körper mit potenziell lebensgefährlichen Folgen an und führen über neurologische Ausfälle, Atemnot und Krämpfe bis hin zum Tod.
Besonders Eukalyptusöl enthält hohe Mengen an 1,8-Cineol, einem Monoterpen, das für Katzen toxisch wirkt.
Leider wird gerade dieses Öl immer wieder mit dem Hinweis auf "rein natürlich" vermarktet, sogar in schleimlösenden Medikamenten für Hunde, die dann auch bedenkenlos für die Nutzung bei Katzen empfohlen werden.
Auch das beliebte Zitronenöl enthält Stoffe, die ebenfalls giftig sind. Schon das Einatmen der Dämpfe oder das Ablecken kleinster Mengen vom Fell kann für Katzen gefährlich werden.
Nur weil ein Mensch ein Öl gut verträgt – oder auch ein Hund - heißt das NICHT, dass es auch bei Katzen sicher ist!
Deshalb unsere Bitte:
Vertraut nicht auf Tipps aus dem Internet, sondern fragt im Zweifel immer bei jemandem nach, der sich mit der Gesundheit Eurer Tiere wirklich auskennt.
Zu empfehlen sind hierbei, da oftmals besser informiert als die meisten Tierärzte, Tierheilpraktiker oder auf Tiere spezialisierte Aromatherapeuten - aber niemals irgendwelche selbsternannten Facebook-Experten.
All das gilt übrigens auch für die beliebten und bedenkenlos genutzten Duftlampen, Diffuser, Duftstecker etc. Auch in diesen sind oftmals ätherische Öle enthalten, die zu den gleichen Vergiftungserscheinungen führen können wie die direkte Anwendung von Teebaumöl, Zitrone etc. auf der Katze.
Die Öle setzen sich durch die Vernebelung überall auf den Möbeln ab und auch auf dem Fell der Katze und werden beim Putzen aufgenommen. Die Katze vergiftet sich langsam aber sicher.
Last but not least - gerade in Hinsicht auf die beginnende Sommer- und somit Insektenzeit - noch der Hinweis auf die Gefahr von Insektensprays.
Diese enthalten oftmals Pyrethroide oder Permethrin, die bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen können. Permethrin ist übrigens ein Wirkstoff, der auch in Mitteln gegen Zecken und Flöhe für Hunde enthalten sein kann, weshalb diese niemals für Katzen genutzt werden dürfen.
Bei Vergiftungen durch Pyrethroide oder Permethrin können Symptome wie Krämpfe, Zittern, Koordinations- und Gleichgewichtsprobleme, vermehrt Speichelfluss, Übergeben oder Durchfall auftreten.
Bitte berücksichtigt all das beim Zusammenleben mit Eurer Katze und gebt diese Informationen auch an andere Katzenhalter weiter.
Es geht um das Leben und die Gesundheit Eurer Tiere.
Gefährdet diese nicht, indem Ihr bedenkenlos diesem gefährlichen Halbwissen folgt.