17/08/2019
Und erneut ein Happy End!
So kann es gehen, wenn im Team zusammen gearbeitet wird. Danke an Finderwille, Ihr habt klasse Arbeit geleistet. Und danke natürlich auch an die Hundebesitzerin, für ihr entgegengebrachtes Vertrauen.
Hier nun aber der schöne Bericht, wie es besorgten Hundebesitzern geht, wenn ihr Vierbeiner entlaufen ist:
Toffee ist eine 15 Monate alte, nicht handzahme und extrem ängstliche, scheue Posavatz / Savetal-Bracke aus dem Tierschutz. Seit lebt seit 6 Monaten bei uns und ist, langsam weniger ängstlich werdend, angekommen.
Das Unglück nahm allerdings letzten Samstag seinen Lauf, als sie unserem Sohn beim Spaziergang mit starken Windböen samt Hundegeschirr und Leine entwischte. Nach einem kurzem Stopp vor unserer Haustür lief sie, trotz ruhigen Zuredens meines Mannes, in Richtung Hauptstraße. Der absolute Albtraum eines jeden Hundebesitzer!!! Wir wohnen zwar in einem ländlichen Gebiet, haben aber als neuralgische Gefahrenpunkte eine stark frequentierte Hauptstraße sowie Bahngleise.
Ich habe alle notwendigen Stellen informiert, dabei wurde mir Herr Heino Krannich von einer freundlichen Mitarbeiterin des Hammer Tierheims empfohlen.
Nachdem ich Kontakt zu Herrn Krannich aufgenommen und unserer Misere geschildert hatte, wurden Herrn Krannichs detaillierte Anweisungen betreffend einer „Wurst- bzw. Wurstwasser-Spur“ akribisch befolgt, und siehe da - zwei Sichtmeldungen am Sonntagabend!!! Unser Hund war also noch ganz in der Nähe, leider noch immer die Leine hinter sich herziehend.
Allerdings muss sie bei der Duftaufnahme bzw. beim ersten Rückkehrversuch massiv gestört worden sein, denn wir hatten danach keine Sichtmeldungen mehr. Sie war praktisch unauffindbar. Mittlerweile war es schon Montag. :-(
Nach erneuter Rücksprache/Empfehlung mit/von sowohl Herrn Krannich als auch Frau Dieng von Finderwille kamen am Dienstag die „Finderwille“ Suchhunde aus Wachtberg und Bad Honnef auf den Plan. Drei Suchhunde haben vom letzten Sichtpunkt (ca. 200 m von unserem Haus entfernt) die Spurensuche aufgenommen und übereinstimmend an vier Punkten gemeldet. Wir haben am nächsten Tag in der Nachbarschaft weitere Handzettel verteilt sowie Plakate angebracht und andere Hundebesitzer freundlich gebeten, ein bis zwei Tage lang eine andere Richtung zu wählen...
Es wurden an den gemeldeten Punkten entsprechende Futterstellen mit Wildbeobachtungskameras von uns eingerichtet.
Die Suchhunde hatten sich nicht geirrt!!! - noch am selben Abend kam eine weitere Sichtmeldung aus der unmittelbaren Nachbarschaft -
Eine Nachbarin hatte versucht, Toffee zu locken. Die ängstliche Hündin ist von der Straße in das angrenzende Brachland gelaufen. Nach entsprechendem Anruf haben mein Mann und die Nachbarin das Gebiet vorsichtig durchschritten, während ich am Straßenrand gewacht habe. Anschließend habe ich die gleiche Strecke noch einmal flüsternd durchquert. Da sich nichts regte, bin ich zum Ausgangspunkt zurückgegangen. Wir haben noch ein wenig über die letzte Sichtung gesprochen, als Toffee von hinten, schwanzwedelnd und vor Freude fiepend, aus der Dunkelheit auf uns zugelaufen kam. Sie trug weder das Geschirr noch die Leine.
Wir sind so glücklich und dankbar, nur schwer in Worte zu fassen. Nach fünf ungewissen Tagen endlich ein gutes Ende!!! :-))
Unser Dank gilt allen voran, Herrn Heino Krannich für seine hervorragende und absolut kompetente sowie wertvolle Hilfestellung. Ebenfalls herzlich danken möchten wir dem „Finderwille“ Team, bestehend aus Frau Birgit Dieng aus Wachtberg, Herrn Andreas July aus Bad Honnef mit ihren tollen Suchhunden - Ihr wart einfach klasse - sowie Frau Anja Milk aus dem Märkischen Kreis für die Wacht während der Suche.
Lieber Herr Krannich!
Sie sind unser absoluter Held - ohne Sie hätten wir Toffee wahrscheinlich nicht so schnell wohlbehalten zurückbekommen.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Bruno nur das Beste und weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Arbeit!