Doggyschool Hundeschule Passau

Doggyschool Hundeschule Passau Doggy School steht für eine Ausbildungsmethode und Philosophie, die die Beziehung Mensch und Hund als Team sieht. Web: www.doggyschool.de
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Ein Hund begleitet uns viele Jahre, er sollte ein Stück unseres Lebens sein. Unsere Hundeschule konzentriert sich auf die Ausbildung und Erziehung von Familienhunde. Neben verschiedenen Kursen bieten wir individuelle Einzelstunden, sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für Sie und Ihren Vierbeiner an. Unser Trainerteam bildet sich jährlich mehrmals auf Schulungen weiter und ist immer auf dem neuesten Stand. In unserer Hundeschule sind alle Rassen und Altersstufen herzlich willkommen.

Das Glück, wenn man es fühlt, dass der Hund angekommen ist(für alle Hundebesitzer, die sich einen erwachsenen Hund aus d...
25/08/2026

Das Glück, wenn man es fühlt, dass der Hund angekommen ist
(für alle Hundebesitzer, die sich einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz holen)

Vor einem Jahr zog Duke bei mir ein.
Ein 6jähriger Dobermann der aus einer Beschlagnahmung kam. Abgemagert, nichts als einen Hinterhof kennengelernt, viele Narben am Kopf und Körper – alles in Allem, eine eher miese Vergangenheit.
Duke ist nicht mein erster Tierschutz Hund, aber er hat eine große Veränderung hinter sich.

Als Duke und ich uns das erste Mal im Zwinger gesehen haben, hat er mich angeknurrt – aus völliger Verunsicherung.
Prallten auf einmal so viele Eindrücke auf ihn ein – 6Jahre nichts und dann wird innerhalb von wenigen Wochen sein komplettes Leben auf links gedreht. Und das mit 6 – das sind für einen Dobermann mal gar nicht so wenig Jahre

Es gab keine Strukturen in seinem Leben, die auch nur im Ansatz mit einem familiären Leben vergleichbar waren.
Er durfte – naja – musste alles lernen.
Das waren alle möglichen Reize des Alltags im Haus – und noch viel mehr, die der Umwelt draußen.
Er lag lieber freiwillig am blanken Boden, als auf einem Hundebett, Treppen waren seine große Challenge. Überhaupt alles was mit Koordination zu tun hat.
Er kannte weder Katzen (jetzt lebt er mit einer zusammen) noch Hunde die keine Dobermänner waren (jetzt lebt er mit 3 anderen zusammen und hat viele Hundefreunde egal welche Rasse oder Größe). Es gab viele schwierige Situationen, ein erwachsener Hund trifft auf ein neues Leben.

Nun liegt 1 Jahr hinter uns und warum schreibe ich das jetzt.
Gestern war ich mit ihm auf einem Weg Gassi, der ihm alles abverlangt hat – also aus Dukes Sicht.
Sehr wackelige Untergründe, schmale Stege, viele Begegnungreize u.v.m.
Er hat kein einziges Mal gezögert, er ist mitgegangen – manchmal unsicher, aber – voller Vertrauen mir gegenüber.
Abends als ich dann mit ihm auf dem Sofa lag (ja, das mit dem harten Untergrund hat sich geändert 😉)hat er seinen Kopf zu mir gelegt und ich habe es tief gespürt.
Er ist angekommen, er hat sich mir völlig anvertraut - frei nach dem Motto: Frauchen, wenn Du sagst, ich schaffe das - dann geh ich mit und werde es schaffen.

Natürlich waren bisher schon öfters Situationen, in denen er mir gezeigt hat, dass er mir die Verantwortung übergibt.
Sich auf mich verlässt.
So etwas erfordert viel Mut von einem Hund.
Vertrauen kommt nicht nur davon, weil wir als Menschen jetzt wissen, dass das unser neuer Hund ist.
Jeder der schon einmal in einer Beziehung oder Freundschaft verletzt wurde, weiß, wie schwer es ist, Vertrauen wieder aufzubauen.

Und es geht leider nicht alles nur mit Liebe, Streicheln und Futter sondern mit viel Arbeit an der Beziehung.
Von beiden Seiten – die Bereitschaft sich darauf einzulassen und – mit enormer Vorleistung von uns Menschen.

Ob Duke bereits der perfekte erzogene und ausgebildete Hund ist – nein, da dürfen wir noch viel Lernen.
Aber das Wichtigste ist geschafft – Vertrauen.

Viele Hundehalter die sich einen Hund aus dem Tierschutz holen, denken, das geht alles fix – nein, das tut es gerade bei erwachsenen leider nicht.

Welche Phasen gibt es?

1. Ankommen – „Ich weiß noch gar nicht, was hier passiert“
Erste Tage bis etwa 2–3 Wochen
Der Hund ist häufig noch stark mit der neuen Situation beschäftigt. Manche Hunde wirken erstaunlich ruhig und unkompliziert – das wird schnell als „der ist ja schon angekommen“ interpretiert. Tatsächlich können sie aber noch sehr gehemmt sein.
Typisch sind z. B. viel Schlaf, vorsichtiges Erkunden, starke Orientierung am Menschen oder auch Rückzug, wenig Spiel und ein scheinbar problemloses Mitlaufen. Andere Hunde zeigen dagegen von Anfang an Unruhe, Stress, schlechten Schlaf oder Schwierigkeiten beim Alleinbleiben.
Wichtig: Noch wenig, aber bewusst Dinge verlangen. Sicherheit, Ruhe, vorhersehbare Abläufe sind erstmal wichtig für diese Zeit.
Aber – auch schon Regeln aufstellen, sie geben Sicherheit, denn der Hund beobachtet ganz genau, wie Ihr Euch verhaltet

2. Auftauen – „Okay, ich glaube, ich bleibe hier“
Oft nach einigen Wochen
Jetzt wird der Hund zunehmend aktiver und beginnt, seine tatsächlichen Verhaltensweisen zu zeigen. Und genau hier denken manche Halter: „Jetzt wird er plötzlich schwierig.“
Das muss aber keine Verschlechterung sein. Häufig traut sich der Hund schlicht mehr. Oder, das muss man ehrlich sagen, der Hund hat Euch bisher genau gescannt, er hat sich einen ersten Eindruck von Euch gemacht und eingeordnet, wie viel Orientierung und Sicherheit Ihr ihm geben könnt. Und was er sich bei Euch trauen darf oder nicht.
Jetzt können Themen sichtbar werden, die vorher kaum erkennbar waren: Ressourcenverteidigung, Jagdverhalten, Unsicherheiten, territoriales Verhalten, Leinenreaktionen, Schwierigkeiten mit Besuchern oder Frust. Gleichzeitig entstehen mehr Spielverhalten, Neugier, Kontaktaufnahme

3. Beziehung und Alltag – „So funktioniert unser gemeinsames Leben“
Über mehrere Monate
Der Hund versteht zunehmend, welche Menschen zu ihm gehören, wie der Tagesablauf aussieht und was von ihm erwartet wird. Routinen geben Sicherheit und die Kommunikation zwischen Mensch und Hund wird verlässlicher.
Jetzt lässt sich auch wesentlich besser einschätzen, wer dieser Hund tatsächlich ist – was Persönlichkeit ist, was er gelernt hat und wo Unsicherheit oder schlechte Erfahrungen eine Rolle spielen.
Auch bei Duke weiß ich mittlerweile ganz genau, welche Situationen ihn noch immer tief triggern.

4. Wirklich angekommen – „Das ist mein Zuhause“
Bei manchen Hunden nach wenigen Monaten, bei anderen erst nach 12 Monaten oder noch später. (das kommt immer darauf an, wie viel Gepäck der Hund im Rucksack hat)
Der Hund muss nicht mehr permanent herausfinden, was als Nächstes passiert. Er kennt seine Menschen, seine Umgebung und die Regeln. Verhalten wird stabiler und die Bindung belastbarer.

Gebt Euren Hunden die Zeit, die sie brauchen.
Habt Verständnis, aber legt nicht alles in die Ausrede, es ist halt ein Tierschutzhund.
Die Schritte sind manchmal gefühlt winzig - aber in der Summe riesig

Jetzt war bei der Hitze gefühlt etwas Ruhe und nun schwupp sind sie wieder aktiv die Mistdinger. Ich hatte heute 4 an mi...
24/08/2026

Jetzt war bei der Hitze gefühlt etwas Ruhe und nun schwupp sind sie wieder aktiv die Mistdinger.

Ich hatte heute 4 an mir selbst und von den Hunden gar nicht zu sprechen.

Ich bin für eine offizielle Maulkorbpflicht für Zecken.

Was meint Ihr?

Wir haben super tolle Kunden und ein lustiges Team. Nur leider fehlen uns Kapazitäten in der Hundeschule. Krankheitsbedi...
20/08/2026

Wir haben super tolle Kunden und ein lustiges Team.
Nur leider fehlen uns Kapazitäten in der Hundeschule.

Krankheitsbedingt kommt es nun auch leider zu zusätzlichen Engpässen - weshalb wir unbefristet gerne unser Team erweitern möchten.

Du hast schon als Trainer gearbeitet und möchtest Dich gerne weiterentwickeln?
Dann bist Du bei uns genau richtig.

Natürlich sollte die Philosophie matchen, aber ansonsten gibt es bei uns ganz viele Möglichkeiten Dich einzubringen und Freiheiten Deine Ideen umzusetzen

Meld Dich gerne bei uns - wir würden uns freuen

Ein Welpe bringt unglaublich viel Freude – aber auch Verantwortung. 🐾Die ersten Wochen entscheiden darüber, wie sicher u...
18/08/2026

Ein Welpe bringt unglaublich viel Freude – aber auch Verantwortung. 🐾

Die ersten Wochen entscheiden darüber, wie sicher und entspannt Dein Hund später durchs Leben geht. Ein Welpe muss unsere Welt erst kennenlernen, und genau dabei braucht er klare, ruhige und liebevolle Führung.

Es ist deutlich einfacher, von Anfang an die richtigen Grundlagen zu legen, als später entstandene Probleme wieder zu korrigieren.

Unser Welpen-Grundkurs unterstützt Dich dabei, Deinen Welpen sicher und behutsam in den Alltag zu begleiten – für Vertrauen, Orientierung und einen entspannten gemeinsamen Weg.

Melde Dich gern für weitere Infos oder einen Platz im nächsten Kurs.
Wir freuen uns auf Euch

Wohoooo
14/08/2026

Wohoooo

Ruhe und Entspannung ist so unheimlich wichtig, aber nicht jeder Hunde kann es von sich aus sofort 🤍🤍
12/08/2026

Ruhe und Entspannung ist so unheimlich wichtig, aber nicht jeder Hunde kann es von sich aus sofort 🤍🤍

04/08/2026
Aktuell ist es wieder so heiß und unser Kalender 2027 steht an - also waren wir im kühlen Seminarraum und haben die Mona...
04/08/2026

Aktuell ist es wieder so heiß und unser Kalender 2027 steht an - also waren wir im kühlen Seminarraum und haben die Monatsbilder für den neuen Kalende geshootet
Sitz und bleib ein bisschen anders ;-)

Warum ein einjähriger Hund noch lange nicht „fertig“ istImmer wieder höre ich: „Der ist doch schon ein Jahr alt. Das müs...
01/08/2026

Warum ein einjähriger Hund noch lange nicht „fertig“ ist

Immer wieder höre ich: „Der ist doch schon ein Jahr alt. Das müsste er doch jetzt können.“ Dabei lohnt sich der Blick auf unsere eigenen Kinder. Niemand erwartet von einem 14-Jährigen, dass er immer vernünftig entscheidet, nie impulsiv handelt und sich jederzeit perfekt konzentriert. Warum erwarten wir das dann von einem Hund?

Ein Hund kommt nicht mit einem fertigen Gehirn zur Welt. Seine körperliche und geistige Entwicklung verläuft – genau wie bei Kindern – in mehreren Phasen.

Der Welpe (ca. 8–16 Wochen)
Er lernt seine Umwelt kennen, sammelt Erfahrungen und entwickelt Vertrauen. Ein Kindergartenkind lernt ebenfalls täglich Neues. Niemand erwartet, dass es sich immer perfekt benimmt.

Der Junghund (ca. 4–8 Monate)
Er kennt bereits viele Signale, doch Wissen ist nicht gleich Können. Ablenkungen sind plötzlich spannender als das, was wir möchten. Das ist wie bei einem Grundschulkind: Es kennt die Verkehrsregeln, trotzdem würde niemand es allein durch eine Großstadt schicken.

Die Pubertät (ca. 6–18 Monate)
Für viele die schwierigste Phase. Hormone verändern das Verhalten, Bekanntes wird hinterfragt und Impulse lassen sich schlechter kontrollieren. Nicht aus Trotz – das Gehirn befindet sich im Umbau. Genau wie bei einem Teenager, der weiß, dass er sein Zimmer aufräumen sollte, es aber trotzdem oft nicht tut.

Der junge erwachsene Hund (ca. 18–36 Monate)
Jetzt beginnt bei vielen Hunden die eigentliche Reife. Erfahrungen festigen sich, die Impulskontrolle verbessert sich und Gelerntes funktioniert auch unter Ablenkung immer zuverlässiger. Reife braucht Zeit.

Ein häufiger Irrtum lautet: „Er weiß doch, was ich möchte.“ Das stimmt oft sogar. Doch Wissen ist nicht gleich Können. Wir alle wissen, dass Bewegung gesund ist, wir mehr Gemüse essen oder früher schlafen sollten – und handeln trotzdem nicht immer danach. Emotionen, Motivation und Ablenkung beeinflussen uns. Bei Hunden ist das nicht anders.

Training ist wichtig – sehr wichtig. Aber Training kann die biologische Entwicklung nicht überspringen. Man kann einen jungen Hund hervorragend fördern, ihm Orientierung geben und Strukturen schaffen. Die notwendige Reife entsteht trotzdem erst mit der Zeit.

Ein guter Hund ist nicht der, der mit einem Jahr perfekt funktioniert. Ein guter Hund ist einer, dessen Mensch ihn fair begleitet, konsequent erzieht und ihm Zeit gibt, erwachsen zu werden. Denn Entwicklung ist kein Schalter, sondern ein Prozess.

Adresse

Rothof 23
Neuhaus Am Inn
94152

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 20:30
Dienstag 08:00 - 20:30
Mittwoch 08:00 - 21:00
Donnerstag 08:00 - 20:30
Freitag 08:00 - 20:30
Samstag 08:00 - 17:00

Telefon

+4985079239277

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