31/08/2026
Wenn ich mich so umschaue könnte man sich doch öfter als mir lieb ist die Frage stellen „Darf Training denn auch Spaß machen?!“
Meine Meinung ist klar: Ja. Und genau darüber müssen wir reden.
In vielen Reitstunden entsteht der Eindruck, dass es vor allem um eines geht - darum, das Pferd zu „bearbeiten“. Es muss tiefer, runder, gesetzter, spektakulärer, aufgedehnter oder was auch immer laufen – und während das versucht wird zu installieren sieht man verbissene Gesichter und Reiter, die krampfhaft versuchen einem Ideal zu entsprechen.
Dabei schwebt der unausgesprochene Glaubenssatz:
👉 Spaß = keine Arbeit
👉 Keine Arbeit = kein Trainingserfolg
Aus meiner Sicht liegt genau da der Denkfehler. Pferde lernen nicht besser, wenn wir verbissen werden. Sie lernen besser, wenn wir fair, motiviert und „wohlwollend“ sind. Wir als Reiter entwickeln mehr Gefühl, wenn wir nicht gegen uns selbst arbeiten und und selbst oder unser Pferd in ein Ideal pressen, sondern uns den Druck nehmen.
💡 Training darf meiner Überzeugung nach leicht und „freundlich“ aussehen. Leichtigkeit ist kein Mangel an Arbeit – sie ist das Ergebnis guter Arbeit.
Und ganz vielleicht sollten wir uns auch öfter mal fragen:
Wie fühlt sich mein Pferd gerade? Und wie fühle ich mich eigentlich?