Sirius Behavior Vets

Sirius Behavior Vets Zentrum für tiermedizinische Verhaltenstherapie und Training von Hunden und Katzen

Die Tierarztpraxis des Tiergesundheitszentrums bietet Ihnen ein breites Spektrum moderner Tiermedizin an: von chirurgisch-internistischen Behandlungen bis hin zu komplementären Heilferfahren. Dabei begreifen wir die unterschiedlichen "Schulen" als Möglichkeit, um auf jedes Leiden Ihres Lieblings individuell reagieren zu können. Die enge Zusammenarbeit der spezialisierten Tierärzte im Tiergesundhei

tszentrum zeichnet uns aus – sie stellt eine optimale und ganzheitliche Therapie für Ihr Tier sicher.

„Der weiß doch genau, was er machen soll.“Diesen Satz hören wir bei pubertierenden Junghunden sehr häufig.Tatsächlich is...
28/07/2026

„Der weiß doch genau, was er machen soll.“
Diesen Satz hören wir bei pubertierenden Junghunden sehr häufig.

Tatsächlich ist das Verhalten in der Adoleszenz meist kein bewusstes Austesten und schon gar keine persönliche Provokation. Das Gehirn befindet sich in einer tiefgreifenden Umbauphase: Impulskontrolle, Emotionsregulation und die Fähigkeit, bereits Gelerntes unter Ablenkung zuverlässig abzurufen, können vorübergehend deutlich eingeschränkt sein.

Ein Signal, das zu Hause sicher funktioniert, ist deshalb auf der Hundewiese, bei Hundebegegnungen oder in aufregenden Situationen nicht automatisch verfügbar. Der Hund hat es nicht „vergessen“ – sein Gehirn kann in diesem Moment nur möglicherweise nicht darauf zugreifen.

DIP ist dabei kein wissenschaftlicher Fachbegriff, sondern eine kleine Merkhilfe für die vorübergehende Delle in der Adoleszenz.

Was jetzt hilft:
– Anforderungen vorübergehend anpassen
– Signale in leichteren Situationen erneut festigen
– Ablenkungen kleinschrittig steigern
– erwünschtes Verhalten konsequent verstärken
– ausreichend Schlaf und Erholung ermöglichen
– Grenzen ruhig, vorhersehbar und fair gestalten

Wichtig: Nicht jedes plötzlich veränderte Verhalten lässt sich mit der Pubertät erklären. Starke Ängste, Aggressionsverhalten, anhaltende Unruhe, Rückzug oder ungewöhnliche Reizbarkeit können auch auf Schmerzen, körperliche Erkrankungen oder eine beginnende Verhaltensstörung hinweisen und sollten verhaltensmedizinisch abgeklärt werden.

🐶

Dein Junghund arbeitet nicht gegen dich. Sein Gehirn arbeitet gerade mit Hochdruck an sich selbst.

Speichere den Beitrag für den nächsten schwierigen Pubertätstag – oder schicke ihn jemandem, der gerade an seinem Junghund verzweifelt.

Die Pubertät verändert nicht nur das Verhalten. Sie verändert, wie das Gehirn Informationen verarbeitet.50% steht dabei ...
24/07/2026

Die Pubertät verändert nicht nur das Verhalten. Sie verändert, wie das Gehirn Informationen verarbeitet.

50% steht dabei für das Ausmaß dieser Neuorganisation – nicht für einen bei jedem Hund messbaren, allgemeingültigen Prozentwert. Wie umfangreich der Umbau ausfällt, unterscheidet sich je nach Hirnregion, Entwicklungsphase und Individuum. Für Hunde lässt sich deshalb keine einzelne belastbare Prozentzahl angeben.

Was wir wissen: In der Adoleszenz werden neuronale Netzwerke weiter reorganisiert. Häufig genutzte Verbindungen können stabilisiert und effizienter werden, andere werden verändert oder zurückgebaut. Gleichzeitig schreiten Myelinisierung, funktionale Vernetzung und die Reifung jener Systeme voran, die unter anderem an Impulskontrolle, Entscheidungsverhalten und Emotionsregulation beteiligt sind.

Das erklärt, warum ein Junghund zeitweise wie ausgewechselt wirken kann:
Bereits Gelerntes ist nicht unbedingt verschwunden – es steht unter Erregung, Ablenkung oder Stress nur möglicherweise weniger zuverlässig zur Verfügung. Gleichzeitig reagiert der Hund stärker auf neue Erfahrungen und lernt weiterhin, welche Verhaltensweisen sich in seinem Alltag bewähren.

Das ist die gute Nachricht:
Das Gehirn ist in dieser Phase besonders veränderungsbereit.

Dein Hund „vergisst“ also nicht einfach. Sein Gehirn sortiert, verknüpft und priorisiert neu. Und du gestaltest mit, welche Erfahrungen sich wiederholen und welche Verhaltensmuster dadurch zunehmend stabil werden.

Was jetzt besonders wichtig ist:
– Anforderungen an die aktuelle Leistungsfähigkeit anpassen
– erwünschtes Verhalten regelmäßig und alltagsnah festigen
– Überforderung und ständig wiederkehrende Eskalationen vermeiden
– ausreichend Schlaf und Regeneration ermöglichen
– schwieriges Verhalten nicht als Trotz oder Machtkampf interpretieren
– Signale in unterschiedlichen Situationen kleinschrittig neu absichern

Pubertät bedeutet nicht, dass das bisherige Training verloren ist. Sie bedeutet, dass dein Hund das Gelernte unter einem veränderten Nervensystem neu organisieren und festigen muss.

Dein Welpe war eher scheu und vorsichtig – und jetzt geht er nach vorne, knurrt, stellt sich auf? Das ist kein Charakter...
22/07/2026

Dein Welpe war eher scheu und vorsichtig – und jetzt geht er nach vorne, knurrt, stellt sich auf? Das ist kein Charakterbruch. Das ist Lernen.

Aus einem scheuen Welpen wird manchmal ein Hund, der droht – ganz ohne bösen Willen.

Oft beginnt das in der Pubertät: Mit den Sexualhormonen kann sich gehemmte Ängstlichkeit nach außen kehren. Statt sich klein zu machen, geht dein Hund plötzlich in die Offensive.

Und dann passiert das Entscheidende: Dein Hund gerät in die Enge, ein Knurren rutscht heraus – und der beängstigende Reiz verschwindet.
Der Mensch weicht zurück, der andere Hund geht weg. Für deinen Hund heißt das: Drohen wirkt.Schneller und sicherer als ausweichen. Genau dieser Lerneffekt macht das Verhalten mit jedem Mal wahrscheinlicher.

Dein Hund ist also nicht „aggressiv geworden“. Er hat nur gelernt, dass Drohen für ihn funktioniert.

Die gute Nachricht: Wenn du diesen Umschwung verstehst, kannst du früh gegensteuern – statt später mühsam zu reparieren.
Genau hier setzt unser SIRIUS Bisspräventions-Programm an: gemeinsam schauen wir, wo dein Hund unter Druck gerät, bevor aus Knurren und Bellen Beißen wird.

👉🏼 Schreib uns „BISS“ in die Kommentare oder per DM – dann bekommst du alle Infos zum Bisspräventions-Programm

Seit 2025 ergänzt Theresa das Trainer- und Tierärzte-Teams der SIRIUS Hundeschule und SIRIUS Behavior Vets. Sie war vier...
14/07/2026

Seit 2025 ergänzt Theresa das Trainer- und Tierärzte-Teams der SIRIUS Hundeschule und SIRIUS Behavior Vets. Sie war vier Jahre lang an der Universität von Rostock am Institut für Verhalten und Tierschutz. Jetzt unterstützt sie im SIRIUS-Team die Hundeschule und die Sprechstunde für Verhaltenstherapie mit ihrem Fachwissen.

Mit zwölf Monaten ist dein Hund kein erwachsener Hund. Er sieht vielleicht schon so aus. Er hat vielleicht schon Kraft, ...
10/07/2026

Mit zwölf Monaten ist dein Hund kein erwachsener Hund. Er sieht vielleicht schon so aus. Er hat vielleicht schon Kraft, Tempo und eigene Ideen. Aber sein Gehirn ist noch mitten im Umbau.
Vor allem der präfrontale Cortex – also der Bereich, der für Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, Entscheidungen und „erst denken, dann handeln“ zuständig ist – reift deutlich später aus als viele erwarten. Deshalb ist Junghundeverhalten oft kein Trotz. Kein Machtkampf. Kein „der will mich verarschen“. Es ist Entwicklung.

Ein junger Hund kann heute etwas schaffen und morgen daran scheitern. Er kann draußen plötzlich schlechter ansprechbar sein. Er kann schneller hochfahren, schwerer runterkommen und bei Frust deutlich explosiver reagieren. Nicht, weil er frech ist. Sondern weil sein System gerade wächst, sortiert, testet und reift.

Was hilft?
Weniger Drama. Mehr Management.
Klare Strukturen. Faire Erwartungen.
Und Training, das zum Alter passt. Denn wer Junghunde wie fertige Erwachsene behandelt, produziert oft Frust auf beiden Seiten. Wir begleiten junge Hunde altersgerecht – damit aus Pubertät nicht Dauerstress wird.

Soll ich meinen Hund kastrieren? Eine Frage die sich viele Hundebesitzer im Laufe des Lebens ihres Hundes stellen. Desha...
08/07/2026

Soll ich meinen Hund kastrieren?

Eine Frage die sich viele Hundebesitzer im Laufe des Lebens ihres Hundes stellen. Deshalb bieten wir eine ausführliche und individuelle Kastrationsberatung an. Denn jeder Hund ist anders, und körperliche aber auch die psychischen Vor- und Nachteile einer Kastration sollten ganz individuell besprochen werden.

Dr. Astrid Schubert, Tierärztin und Verhaltensexpertin, nimmt sich für euch Zeit und beantwortet alle Fragen abgestimmt auf deinen Hund.

Lisa ist Tierärztin und ist seit 2025 Teil des Trainer- und Tierärzte-Teams der SIRIUS Hundeschule und SIRIUS Behavior V...
07/07/2026

Lisa ist Tierärztin und ist seit 2025 Teil des Trainer- und Tierärzte-Teams der SIRIUS Hundeschule und SIRIUS Behavior Vets. Sie leitet u.a. die Welpen- und Junghundkurse. In der Praxis spezialisiert sie sich auch auf Verhaltensstörungen bei Katzen.

Mit acht Monaten vergisst dein Hund nicht plötzlich alles. Er wird umgebaut.Im jungen Hundegehirn laufen jetzt mehrere P...
06/07/2026

Mit acht Monaten vergisst dein Hund nicht plötzlich alles. Er wird umgebaut.

Im jungen Hundegehirn laufen jetzt mehrere Prozesse gleichzeitig: hormonelle Veränderungen, Reifung des präfrontalen Cortex und synaptisches Pruning.

Pruning heißt: Das Gehirn baut Verbindungen zurück, die nicht gebraucht werden, und stärkt die Netzwerke, die häufig genutzt werden. In der Humanneurobiologie wird für intensive Entwicklungsphasen häufig von bis zu 30.000 Synapsen pro Sekunde gesprochen. Das wären rechnerisch rund 2,6 Milliarden Verbindungen pro Tag.

Das ist nicht als Hunde-Zahl 1:1 übertragbar. Aber als Bild ziemlich eindrucksvoll: Da wird nicht „vergessen“. Da wird sortiert!

Deshalb können junge Hunde plötzlich wieder unsicherer reagieren, schlechter ansprechbar sein, schneller frustrieren oder alte Themen neu zeigen. Das ist kein Versagen. Nicht vom Hund. Nicht von Dir. Es ist Entwicklung.

Was jetzt hilft, ist nicht mehr Druck. Sondern Dosierung, Struktur, Schlaf, Management und Training mit realistischen Erwartungen.
Denn wer in dieser Phase strenger wird, bekommt oft nicht mehr Kontrolle. Sondern ein Nervensystem, das noch schneller in Alarm geht.
Junghunde brauchen keine Einforderung um jeden Preis. Sie brauchen Führung, die ihr Gehirn gerade noch verarbeiten kann.

Training ist nicht: Mensch gibt Kommando, Hund führt aus. Gutes Training bedeutet, Verhalten lesen zu lernen, Erregung e...
02/07/2026

Training ist nicht: Mensch gibt Kommando, Hund führt aus. Gutes Training bedeutet, Verhalten lesen zu lernen, Erregung einzuschätzen, Grenzen zu erkennen und rechtzeitig zu handeln. Erst wenn Halter verstehen, warum ihr Hund reagiert, können sie ihn so führen, dass Veränderung möglich wird.

So sollte ein Hund im Wartezimmer eigentlich nicht aussehen. Große Augen. Hohe Körperspannung. Anspannung in der Muskula...
01/07/2026

So sollte ein Hund im Wartezimmer eigentlich nicht aussehen. Große Augen. Hohe Körperspannung. Anspannung in der Muskulatur. Fixieren. Unruhe. Ausweichen. Hecheln. Einfrieren.

Viele Hunde „funktionieren“ beim Tierarzt irgendwie – bis sie es nicht mehr tun. Und dann heißt es plötzlich: „Der lässt sich nicht anfassen.“ „Der braucht einen Maulkorb.“ „Der muss sediert werden.“ „Das ging früher doch.“

Dabei beginnt das Problem oft viel früher: im Wartezimmer, auf dem Behandlungstisch, beim Festhalten, beim Pfoten anfassen, beim Maul öffnen, beim Ohr kontrollieren.

Medical Training ist deshalb kein Trend. Es ist Prävention.

Ein Hund, der gelernt hat, Untersuchungssituationen kleinschrittig mitzugestalten, bleibt nicht automatisch immer entspannt. Aber er hat eine echte Chance, kooperativ zu bleiben, statt in Angst, Abwehr oder Erstarren zu kippen. Das Ziel ist nicht „brav sein“. Das Ziel ist: Kontrolle erleben. Signale verstehen. Berührung aushalten lernen. Untersuchungen vorhersehbar machen. Tierarztbesuche sicherer gestalten. Für den Hund. Für die Halter. Für das Praxisteam.

Medical Training ist besonders wichtig für Hunde, die bereits Angst beim Tierarzt zeigen – aber eigentlich sollte es viel früher beginnen. Denn der beste Moment, einen Tierarztbesuch zu trainieren, ist nicht der Notfall. Sondern lange davor.

Buche jetzt Dein Medical Training bei SIRIUS Behavior Vets.

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