05/12/2018
Stellungnahme zum Artikel in der Dezemberausgabe über meine Arbeit als Tierkommunikatorin.
Würde es sich um einen Artikel in der BILD handeln, würde ich überspitz gesagt die Vermutung anstellen, ich wurde als „Bauernopfer“ genutzt, um hier das Thema Schlachttiere zu polarisieren. Da ich Fr. Fischer jedoch in 2 persönlichen Terminen als sehr liebenswerte Person kennenlernen durfte, bin ich sicher, dass es sich hier beim Part „Schlachttiere haben kein Problem damit Schlachttiere zu sein“ um etwas unglücklich gewählte Worte handelt. Ich möchte daher richtigstellen, dass ich hier nicht zitiert werde, wie es den Anschein macht. Vielmehr wurden aus unserem Gespräch über Schlachttiere und Massentierhaltung einzelne Stichworte zu diesem Block zusammen gesetzt, bzw. versehentlich wohl etwas durcheinander gebracht. Ich bin mir bewusst, dass es aufgrund des begrenzten Platzangebotes nicht möglich ist, das gesamte Interview nieder zu drucken. Auch kann man sich nicht jedes Wort genau merken, da kann es schon mal zu kleinen Verwechslungen kommen. Daher möchte ich auf diesem Wege die Gelegenheit nutzen, hier meine Worte zu diesem Thema verlauten zu können. Ja, es stimmt, Schlachttiere haben mir erzählt, dass Sie mit der Geburt wissen, dass Sie als Schlachttier bestimmt sind. Dies ist zwar nur ein kleiner, aber für mich im Sinn ein großer und wichtiger Unterschied zu „sehen es als ihre Bestimmmung an“.
Für viele Tiere aus der Massentierhaltung ist das Schlachten - traurig aber wahr – letztendlich sogar eine Erlösung. Das Problem der meisten Tiere – nicht nur Schlachttiere, sondern Tiere aus Massentierhaltung generell- ist, wie sie behandelt werden. Sie möchten mit Respekt behandelt werden. Nicht nur eine Nr. sein. Ein Fleischpaket das Profit einbringt. Sie möchten als Lebewesen gesehen werden, dass wie wir Menschen eine Seele hat. Schmerz und Leid und das nicht nur auf körperlicher Ebene empfindet. Wir sollen uns bewusst sein, dass sie ihr Leben für uns lassen und sie dafür ehren und achten. Es nicht als Selbstverständlich ansehen. Der Umgang in vielen Großbetrieben hat mit Respekt absolut nichts mehr zu tun. Man sollte den Tieren auch unnötig lange Transportwege ersparen, soweit irgend möglich den Stresslevel niedrig halten. Dies ist z.B. bei Hausschlachtungen der Fall. Alleine im Umkreis um Mulfingen kann ich ganz spontan 4 Hofläden aufzählen. Hier kann man sich mit Wurst, Eiern, Honig, Brot, Teigwaren… und zum Teil auch mit Fleisch versorgen. Auch in den hiesigen Lebensmittelläden gibt es immer mehr Angebote von Landwirten aus der Gegend. Es muss auch nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch und es muss auch kein 400gr. Steak sein. Hier stehen wir sehr wohl als Nicht-Vegetarier alle in unserem Kaufverhalten in der Pflicht! Als Tierflüsterer sehe ich mich übrigens selbst nicht. Ich hoffe Fr. Fischer, Sie verstehen, dass ich das hier richtigstelle. Das Thema liegt mir doch sehr am Herzen und der Block so wie veröffentlich mehr wie nur schwer im Magen.
Ich werde dies auch noch persönlich mit Frau Fischer besprechen. Nur vorab, für die Besucher aufgrund des Artikels.