24/07/2026
Wer hat es gewusst? 💡
Max kam mit Verdacht auf Hufrehe zu uns zum Röntgen. Leider hat sich dieser Verdacht auch bestätigt.
Die Hufrehe gehört zu den schmerzhaftesten Erkrankungen beim Pferd. Dabei entzündet sich die Huflederhaut, also die Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel. Durch die Entzündung schwillt das Gewebe an und die Durchblutung im Huf wird stark beeinträchtigt. Da der Huf eine feste Kapsel ist, kann der entstehende Druck nicht entweichen, es entstehen starke Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann das Hufbein rotieren oder absinken, wie auf Bild Nr. 1 zu sehen ist. Auf Bild Nr. 2 seht ihr einen Normalbefund.
👀 Frühe Warnzeichen:
Häufiges Hufe anheben, Unwillen beim Hufe geben, ein klemmiger oder vorsichtiger Gang, Wärme im Huf sowie eine deutlich fühlbare Pulsation an den Zehenarterien.
🚑Akuter Reheschub = Notfall!
Typisch sind eine starke Lahmheit, Bewegungsunlust, eine entlastende „Sägebockstellung“, heiße Hufe und ein deutlich pochender Puls im Huf. Manche Pferde legen sich zur Entlastung sogar vermehrt hin.
⚠️ Häufige Ursachen:
Zu energiereiches Futter (vor allem fruktanreiches Gras), Übergewicht, Stoffwechselprobleme wie EMS oder Cushing, Fehl- bzw. Überbelastung sowie Vergiftungen. In vielen Fällen spielen mehrere Faktoren zusammen.
👩⚕️ Diagnose & Behandlung:
Die Abklärung erfolgt über klinische Untersuchung, Lahmheitsdiagnostik und insbesondere Röntgen. In der Therapie stehen konsequente Schmerz- und Entzündungshemmung, Kühlung, spezielle Hufverbände sowie weiche Unterlagen im Vordergrund. Ziel ist es, die Entzündung zu kontrollieren und das Hufbein zu stabilisieren. Eine angepasste Fütterung ist dabei zwingend notwendig.
🙏 Vorbeugung ist entscheidend:
Langsames Anweiden, angepasste Fütterung, Gewichtskontrolle, regelmäßige Bewegung und das frühzeitige Erkennen stoffwechselbedingter Risiken sind zentrale Bausteine der Prävention.
👉 Viele Fälle lassen sich vermeiden – je früher die Symptome erkannt werden, desto besser die Prognose.