11/02/2026
Höfliches Verhalten in einer sozialen Gruppe
Würden wir uns höfliches Verhalten in unserer sozialen Gruppe nicht nur wünschen, sondern auch - angepasst an das Alter und die Genetik - einfordern, so hätten wir viel weniger Probleme mit unseren Hunden. Das ist unsere Meinung zur Hundehaltung 2026.
Der Duden sagt, „höflich“ bedeutet: „aufmerksam und rücksichtsvoll, so, wie es die Umgangsformen gebieten“. Und bei den Umgangsformen liegt der Knackpunkt. Denn wir können unseren Hunden keinen Vorwurf machen, wenn ihnen unsere Umgangsformen doch im Grunde so vermitteln, dass sie unhöflich sein mit Normalität verwechseln.
Denn so kommt es, dass wir unseren Hunden erlauben uns anzuspringen, uns durchs Gesicht zu lecken, mit den Pfoten an uns zu kratzen, Dinge zu klauen und zu zerstören, die wir eigentlich gerne haben, uns aus Frust in die Hose zu beißen (oder schlimmeres), Liegeplätze nah am Menschen nicht nur zu erfragen, sondern zu verlangen. Es soll sich um ihn drehen. So hat er es gelernt von Tag 1. Die Welt dreht sich um den Hund. Der Alltag tut es, die Menschen tun es, warum also auch nicht.
Blöd wird es dann, wenn der Hund auch im Sozialkontakt mit anderen Hunden unhöflich ist. Gut, wenn der Hund dann bereits mit 10 Monaten 30kg wiegt. Denn dann gehen die anderen, kleineren Hunde schnell aus dem Weg, wenn er angeflogen kommt. Der Mensch erklärt ihm nicht, das man das nicht darf und wie soll es ihm der andere Hund erklären, wenn er doch körperlich überlegen ist. Und selbst wenn das nicht der Fall ist. Dann ist man einfach als unhöflicher Hund doppelt oder dreimal so schnell, springt nur kurz ins Gesicht des anderen Hundes, um dann im Affenzahn 5 Runden um ihn herum zu fliegen. „Ach wie süß die Spielen.“ „Ja, manchmal hat er dann vor Aufregung ganz wilde Zoomies. Niedlich oder?“ Naja. Geht so.
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