Die Hundeseele - Mobile Hundeschule und Verhaltensberatung

Die Hundeseele - Mobile Hundeschule und Verhaltensberatung Die Hundeseele ist eine mobile Hundeschule in Maxdorf, Rheinland-Pfalz, mit dem Schwerpunkt der Verh

Wieder sehr schön und so treffend formuliert 😀🐶☀️
29/07/2025

Wieder sehr schön und so treffend formuliert 😀🐶☀️

„Erst wenn du selber weißt, wohin dein Weg führen soll, darfst du von deinem Gegenüber das Mitgehen verlangen!"

Dieser Satz ist aus meinem Buch „Der zugewandte Hund" und mir noch immer sehr wichtig.

➡️ Er erinnert mich daran: Bevor ich von meinem Hund erwarte, dass er mir folgt, muss ich selbst wissen, wohin ich will. Das klingt simpel, ist es aber oft nicht.

Wie oft sind wir mit unseren Hunden unterwegs, ohne zu wissen, was wir wirklich wollen? Wir sind mit unseren Gedanken woanders, zögern in unseren Bewegungen, sind uns in unseren Signalen nicht klar. Und dann wundern wir uns, wenn unser Hund nicht orientiert ist. 🫣

Unsere Hunde tun uns damit im Grunde einen Gefallen und spiegeln unsere innere und äußere Haltung. Wir können dann reflektieren und uns fragen: Was ist mir wichtig? Wo will ich hin? Was brauche ich für eine klare Haltung?

💡Ein Hund kann nur dann entspannt mitgehen, wenn er spürt: Da ist jemand, der weiß, was er tut. Jemand, der eine klare Ausrichtung und Kommunikation hat.

Ich möchte mit diesem Text keinen Druck aufbauen, perfekt sein zu müssen. Es ist eine Einladung, sich selbst wieder bewusster zu werden. Für uns selbst und für unsere Hunde.

Spürt ihr auch, dass sich innere Unentschlossenheit oder Unsicherheit bei euch auf eure Hunde überträgt?

26/06/2025

Wenn wir möchten, dass unser Hund uns in aufregenden Situationen wahrnimmt und uns zugewandt bleibt, dann müssen wir ihm erstmal außerhalb des Konfliktes erklären, wie unser Miteinander überhaupt gedacht ist.

🧭 Wie bewegen wir uns gemeinsam durch den Alltag?
🗣 Wie gehen wir miteinander um?
🤝 Worauf kann mein Hund sich verlassen?

Diese Fragen beantworten wir nicht erst, wenn ein Reiz auftaucht.
Sondern vorher im ruhigen Miteinander, im Alltag und am besten im sicheren und ruhigen Zuhause.

👉 Denn:
Wenn wir dem Hund nicht im Grundsatz und außerhalb eines Konflikts erklären, wie wir miteinander umgehen wollen, braucht es bei Begegnungen mit Reizen und Artgenossen oft Glück und manchmal ein Wunder.

💬 Was bedeutet für dich gelungene Kommunikation mit deinem Hund im Alltag?
Ich freue mich, wenn du deine Gedanken teilst.

23/05/2025
22/04/2025

Orientierung ist keine Einbahnstraße.

Der Wunsch vieler: Mein Hund soll sich an mir orientieren. Wir wünschen uns einen Hund, der bei uns bleibt, uns im Blick hat, sich an uns hält.

➡️ Aber: Orientierung funktioniert nicht auf Befehl. Sie entsteht nicht durch ständiges Rufen, nicht durch Ziehen oder Zerren. Und sie funktioniert schon gar nicht, wenn sie nur von einer Seite kommt. ☝️

Wenn du dir wünschst, dass dein Hund sich an dir orientiert, darfst du dich auch fragen: Orientiere ich mich eigentlich auch in seine Richtung? Bin ich wirklich bei meinem Hund oder nur bei dem, was „klappen“ soll?

☯️ Echte Orientierung entsteht aus gegenseitiger Wahrnehmung.

Aus dem Wunsch, verbunden zu bleiben.
Aus der Bereitschaft Führung zu übernehmen, aber nicht aus Kontrolle, sondern aus Klarheit.

Wenn wir wissen, wohin wir gehen – innerlich wie äußerlich – dann wird es auch für unseren Hund leichter, bei uns zu bleiben. Dann muss er uns nicht ständig fragen, wo wir stehen. Dann spürt er, dass er sich auf dich verlassen kann.

💭 Vielleicht magst du beim nächsten Spaziergang einmal darauf achten: Wie bewusst gehst du los? Wohin geht dein Blick? Und wohin deine Aufmerksamkeit?

Ich bin gespannt, was du an dir entdeckst.

Leider wird nicht nur sehr schnell der Begriff Gewalt, sondern auch Trauma verwendet. Zum Leben gehören negative, so wie...
22/03/2025

Leider wird nicht nur sehr schnell der Begriff Gewalt, sondern auch Trauma verwendet. Zum Leben gehören negative, so wie positive Erfahrungen dazu. Diese prägen uns und machen uns, wenn sie in einem angemessenen Maße sind, auch stressresistent. Leider erlebe ich das bei Kindern, so wie Hunden immer häufiger anders. Hier darf nichts Negatives mehr vorkommen. Das ist lebensfremd und ein entspanntes Umgehen mit allen möglichen Situationen, so wie vor allem Konflikten, kann nicht erlernt werden.
Ich wünsche jedem Hund einen Halter, der in Konfliktsituationen den Hund nicht ignoriert, sondern die Probleme mit seinem Hund gemeinsam bespricht und meistert🐶☀️

Die große Schwäche vieler Menschen ist die undifferenzierte, inflationäre Verwendung wichtiger Begrifflichkeiten.

Immer und immer wieder wird im Hundetraining der Begriff GEWALT verwendet, obwohl die wenigsten wissen, wie dieser Begriff eigentlich genau definiert wird!
Schnell wird ja bei Definitionen der Ruf nach wissenschaftlich fundierten Beschreibungen laut.
Völlig zurecht, und deshalb greifen wir die Definition von Dr. Helga Theunert auf.
Helga Theunert ist Honorarprofessorin für Medienpädagogik am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Leipzig.

Erstes Bestimmungskriterium für GEWALT ist für Helga Theunert die „bei dem Betroffenen feststellbare Folge, die durch GEWALT bewirkte Schädigung…
Das Ziel der Gewaltausübung tritt gegenüber der Folge in den Hintergrund, es ist sekundäres Bestimmungskriterium“.

Damit müssen in der Folge einer Gewalteinwirkung die Aspekte einer Schädigung erkennbar werden.

Nehmen wir diese Definition mal ernst und übertragen sie bildlich auf eine Hundebegegnung:
Wenn ein Hundebesitzer in einer Hundebegegnung seinen pöbelnden Hund mit einem körperlichen Anrempeln nach hinten drängt, müssen wir dann von GEWALT sprechen, wenn wir in der Folge die durch GEWALT bewirkte Schädigung feststellen. Eine Schädigung kann sowohl physisch als auch psychisch erfolgen. Im schlimmsten Fall wird der Hund tatsächlich körperlich verletzt (Schädigung) oder sozial so verunsichert, dass die Einwirkung unter psychischen Gesichtspunkten nachhaltige Spuren hinterlässt (Schädigung).
War das Anrempeln so heftig, dass der Hund sein Vertrauen gegenüber dem Menschen nachhaltig verliert, würde ich den Begriff GEWALT somit jederzeit befürworten.
Spätestens jetzt muss jedem klar werden, dass alle Menschen, die mit Hunden umgehen, dies auch unbedingt gewaltfrei tun sollten.
Eine erzieherische Einwirkung darf ganz einfach keine nachhaltig negativen Folgen aufweisen.

Doch wie ist es zu bewerten, wenn eine vergleichbar restriktive Einwirkung (Anrempeln und nach hinten drängen) bei einem anderen Leinenpöbler positive Folgen hinterlässt.
Dazu nehmen wir an, dass sich der Hund nach dem körperlichen Anrempeln durchaus beeindruckt zeigt (was ja auch gewollt ist), anschließend aber unter diesem Eindruck wieder neben seinem Menschen geht und das Pöbeln einstellt. Er vermeidet ganz einfach die negative Konsequenz seines Handelns. Der Mensch freut sich und lobt dann seinen Hund nachfolgend in jeder pöbelfreien Hundebegegnung. Schädigungen sind weder physisch noch psychisch erfolgt. Es ist somit weder ein Vertrauensverlust noch sonstige negative Spuren zu erkennen.
Im Gegenteil, die klare erzieherische Vermittlung von unerwünschtem Verhalten und erwünschtem Verhalten dürfte sich sogar positiv auf die Mensch-Hund-Beziehung auswirken.
Der Hund bekommt Orientierung und Planungssicherheit vermittelt.
Damit lässt sich in dieser von mir beschriebenen Situation GEWALT ganz einfach nicht feststellen.

Übrigens definiert auch das Strafgesetzbuch Gewalt als „Misshandlung oder Schädigung“ der Gesundheit.
Gewalt hinterlässt feststellbare Spuren / Schädigungen. Sind solche nicht vorhanden, ist die Verwendung des Begriffes GEWALT ganz einfach nicht angebracht bzw. inkorrekt.
Wie so oft im Hundewesen werden Begriffe teilweise inflationär verwendet, ohne die tiefere und vor allem korrekte Bedeutung der Begriffe genauer zu kennen.

Somit muss letztlich jedem klar sein, dass Zwang oder sogenannte „Strafreize“ in der Hundeerziehung niemals pauschal mit Gewalt gleichgesetzt werden dürfen. Dies ist in keiner Weise kompetent, weil schlicht und einfach falsch! Und dennoch sehen sich viele Hundebesitzer täglich mit angeblichen Gewaltvorwürfen konfrontiert, wenn sie ihre Vierbeiner erzieherisch reglementieren.

UPDATE aus gegebenem Anlass.
---Definition von GEWALT durch die Psychologie (unter anderem): Gewalt ist die vorsätzliche Anwendung physischer Kraft oder Macht, ob angedroht oder tatsächlich, gegen sich selbst, eine andere Person oder eine Gruppe oder Gemeinschaft . Sie führt zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Entwicklungsstörungen oder Deprivation oder hat MIT HOHER WAHRSCHEINLICHKEIT FOLGEN! (WHO, 2017).

---Und dann wäre da noch ein Auszug aus dem Lexikon für Psychologie: "Gewalt [engl. violence], [RF, SOZ], abgeleitet von «walten»; bedeutet Macht oder das Recht, über Dinge und Menschen zu herrschen. Meistens wird Gewalt im Zusammenhang mit physischem und/oder psych. Zwang verwendet, durch den Menschen und Dinge einer fremden Herrschaft unterworfen und geschädigt werden".
https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/gewalt
Die letzten drei Worte dieser Psychologie-Definition: ...UND GESCHÄDIGT WERDEN.

Thomas Baumann, 21.03.2025

Schön geschrieben. Ich denke, es wird schnell unterschätzt und das Erwachen kommt, wenn der Hund übernommen ist. So soll...
16/03/2025

Schön geschrieben. Ich denke, es wird schnell unterschätzt und das Erwachen kommt, wenn der Hund übernommen ist. So sollte es nicht sein, das ist für alle belastend und eventuell gefährlich 😔

Überlegungen zur Vermittlung eines gefährlich aggressiven Hundes

Wir als Hundezentrum Mittelfranken haben uns mal ein paar Gedanken gemacht, die bei diesem sensiblen Thema hoffentlich hilfreich sind.

Die Vermittlung eines gefährlich aggressiven Hundes ist ein äußerst emotionales Thema. Insbesondere über soziale Medien werden solche Anfragen häufig impulsiv oder unüberlegt geteilt, was oft auf emotionale Reaktionen sowie Halbwissen und oberflächliche Betrachtung zurückzuführen ist. Um diese komplexe Thematik verantwortungsvoll zu betrachten, sind folgende Punkte von Bedeutung:

Das Problem: Ein gefährlich aggressiver Hund stellt objektiv betrachtet eine kontinuierliche Herausforderung dar, also ein Problem. Es ist entscheidend, die Frage zu klären, ob man bereit ist, diese Verantwortung jeden Tag, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, kompromisslos zu tragen. Hat man Lust auf ein Problem?

Geeignete Personen: Die Betreuung eines solchen Hundes sollte idealerweise nicht nur auf eine Einzelperson beschränkt sein. Was passiert beispielsweise im Krankheitsfall oder bei Abwesenheit? Gefährliche Hunde tolerieren oft nur schwer andere Personen, insbesondere wenn sie auf eine Bezugsperson fixiert sind. Ein gezieltes Training, um alternative Betreuungspersonen zu integrieren, ist daher essenziell häufig aber nur schwer machbar. Manchmal geht es nicht.

Verantwortungsbewusstsein: Die Übernahme eines gefährlichen Hundes verlangt ein tiefes Bewusstsein für die permanente Gefahr, die von ihm ausgeht. Dabei muss nicht nur das Wohl der direkten Bezugsperson, sondern auch das weitere soziale Umfeld berücksichtigt werden. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn es im Nachhinein zu schwerwiegenden Verletzungen durch den Hund kommt?

Sicherheitsvorkehrungen: Der Umgang mit einem gefährlichen Hund erfordert umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, darunter Maulkorb, stabile Leinen und sichere Karabiner. Räumliche Absicherungen wie hohe, ausbruchssichere Zäune, zuverlässige Schließmechanismen sowie stabile Fenster und Türen sind ebenfalls unerlässlich.

Zeitlicher Aufwand und Pflege: Hunde mit gefährlich aggressivem Verhalten benötigen intensives und häufig spezialisiertes Training, das nicht nur zeitintensiv, sondern auch kostspielig sein kann. Dabei ist zu beachten, dass der Fortschritt im Training stagnieren oder Rückschritte eintreten können, was zusätzlichen Einsatz erfordert. Neben dem Training gibt es oft einen erhöhten Pflegebedarf, der durch aggressive Verhaltensweisen oder gesundheitliche Probleme noch erschwert wird.

Pathologische Hintergründe: Aggressionen können auch auf pathologische Ursachen wie Schmerzen, Traumata oder neurologische Störungen zurückzuführen sein. Solche Probleme können durch Erziehung oder Training nur begrenzt beeinflusst werden, und die unberechenbare Natur solcher Verhaltensweisen erhöht die Herausforderungen.

Soziale Einschränkungen: Gefährliche Hunde können das Privatleben erheblich beeinflussen, da Besuch oder normale soziale Interaktionen oft eingeschränkt werden. Verantwortungsvolle Halter sind mental ständig mit ihrem Hund beschäftigt, was langfristig zu sozialer Isolation und psychischer Überforderung führen kann.

Einsatz professioneller Hilfe: Die Auswahl kompetenter Fachleute ist entscheidend, da falsche oder unzureichende Beratung zu gravierenden Folgen führen kann. Es erfordert Erfahrung und Aufmerksamkeit, qualifizierte Experten von selbsternannten Spezialisten zu unterscheiden.

Unterbringung: Die Unterbringung eines gefährlich aggressiven Hundes, etwa in einer Tierpension, erfordert spezielle Einrichtungen und geschultes Personal. Ungeeignete Bedingungen können den Hund langfristig mehr belasten als unterstützen.

Finanzieller Aufwand: Die Haltung eines solchen Hundes verursacht häufig hohe Kosten – sei es für Training, Pflege, Sicherheitsvorkehrungen oder tierärztliche Betreuung. Eine klare Klärung der finanziellen Verantwortung ist unverzichtbar. Wer ist dauerhafter Kostenträger? 

Zielsetzung: Vor der Vermittlung oder Übernahme sollte ein realistisches Ziel definiert werden: Was soll erreicht werden, und ist dieses Ziel tatsächlich erreichbar?

Tötung: Im Sinne des Tierschutzes sollte auch die Möglichkeit einer Euthanasie in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind. Dies ist ein äußerst sensibler Schritt, der sorgfältig abgewogen und niemals allein entschieden werden sollte.

Gefährliche Hunde erfordern nicht nur Raum, Zeit und Verantwortung, sondern auch ein hohes Maß an Geduld, Ausdauer und die Bereitschaft, mit Rückschlägen und Unsicherheiten umzugehen. 

BUCHEMPFEHLUNG!!! Auch sein vorheriges Buch „Der zugewandte Hund“ ist eine Bereicherung für jeden Hundebesitzer😀☀️🐶
13/03/2025

BUCHEMPFEHLUNG!!!
Auch sein vorheriges Buch „Der zugewandte Hund“ ist eine Bereicherung für jeden Hundebesitzer😀☀️🐶

10/03/2025
28/02/2025
Pepper war ein Hund, der ernst genommen werden wollte. Leider ist das anscheinend nicht passiert in seinen 12 Jahren, be...
22/11/2024

Pepper war ein Hund, der ernst genommen werden wollte. Leider ist das anscheinend nicht passiert in seinen 12 Jahren, bevor er zu uns kam. Er ist ein Beispiel dafür, wie Gewalt und ein falscher Umgang bzw. eine falsche Beziehung, Aggressionen ins Unendliche wachsen lassen.

Er war ein ganz besonderer Hund, der sehr dankbar über einen respektvollen Umgang war. Innerhalb der 8 Monate, in denen wir auf der Beziehungsebene mit Pepper gearbeitet haben, konnte er für sich noch sehr viel verändern.

Ich bin unendlich dankbar für die Zeit, die wir mit dir verbringen und mit dir wachsen durften. Du fehlst uns sehr😢

Adresse

Sohlstraße 89
Maxdorf
67133

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 20:00
Dienstag 08:00 - 20:00
Mittwoch 08:00 - 20:00
Donnerstag 08:00 - 20:00
Freitag 08:00 - 20:00
Samstag 09:00 - 20:00
Sonntag 09:00 - 20:00

Telefon

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