13/02/2017
Liebe Hundefreunde,
Heute muss ich leider einmal etwas posten, das mich persönlich an manchen Hundetrainern und der Art des Trainings stört. Und zwar geht es um das korrigieren der Hunde. Nicht das ich glaube das eine Erziehung ohne angemessene Maßregelung funktionieren würde, doch kommt es immer auf das Wie und auch auf das von Wem an. Genau das „Wer maßregelt den Hund“, möchte ich hier ansprechen. Da erzählen Hundetrainer den Hundehaltern etwas von Vertrauen, Bindung und Schutz. Da wird vorgeschlagen, sich vor seinen Hund zu stellen wenn ihm Gefahr droht, weil das Vertrauen schafft. Das leuchtet auch ein. Der Hund lernt, wenn ich bei meiner Familie Hilfe suche, bekomme ich sie auch. Soweit so gut.
Dann kommt folgendes vor. Der Hundetrainer lässt sich die Leine eines Schülers geben, um mit dem Hund etwas vorzuführen. Der Hundehalter schaut zu. Der Hund sieht während er vom Hundetrainer geführt wird einen anderen Hund und bellt diesen an. Nun maßregelt der Hundetrainer den Hund, wie er es für richtig hält, der Hundehalter schaut zu.
Aus der Sicht des Hundes begeht seine Führungsperson hier einen ganz klaren Vertrauensbruch. Dies sollte jedem klar sein. Wenn jeder der den Hund an der Leine hat, ihn maßregeln darf. Braucht der Hund keine Beziehungsperson, da er sich selbst um sein Wohl kümmern muss. Der Hundehalter wird Schwierigkeiten mit Vertrauen und Bindung bekommen
Daher liebe Kollegen und Kolleginnen, versucht den Hundehaltern die Vorgehensweise zu erklären, oder verzichtet zumindest auf Maßregelungen, falls ihr mit einem fremden Hund Übungen vorführt. Der Hund soll am Ende nicht auf euch hören sondern auf seine Familienmitglieder. Wir sind nur die Lehrer, nicht die Rudelführer.
Einfach mal darüber nachdenken.
Euer Mensch mit Hund Mainz