13/06/2026
Schleppleine oder Schleppseil?
Viele Halter von Jagdhunden und jagdlich motivierten Hunden kennen genau dieses Gefühl:
Der Hund hängt in der Schleppleine.
Die Schultern tun weh.
Die Hände sind verspannt.
Der Spaziergang fühlt sich an wie ein täglicher Kampf.
Und statt eines entspannten Spaziergangs durch Wald und Feld bist du nur noch damit beschäftigt, deinen Hund zu bremsen, die Umgebung zu beobachten und Schlimmeres zu verhindern.
Manche Hundehalter kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie sich denken:
👉 „Ich habe eigentlich gar keine Lust mehr rauszugehen.“
👉 „Warum kann mein Hund nicht einfach entspannt mit mir spazieren gehen?“
👉 „Machen das alle anderen besser als ich?“
Die Antwort ist: Nein.
Du bist nicht allein.
Viele Probleme in der Jagdhundeerziehung beginnen nicht beim Jagdtrieb, nicht beim Freilauf und oft auch nicht beim Rückruf, sondern bei fehlender Orientierung, mangelnder Aufmerksamkeit, einem zu großen Radius und fehlender Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund.
Die gute Nachricht:
Das kann man trainieren. ❤️
Für einen entspannteren Spaziergang mit deinem Jagdhund haben sich diese drei Dinge besonders bewährt:
✅ Starte jeden Spaziergang mit Ruhe.
✅ Arbeite an einem klaren Radius- und Schleppleinentraining, bei dem dein Hund lernt mitzudenken und sich an dir zu orientieren.
✅ Schaffe viele gemeinsame Erfolgsmomente und bestätige deinen Hund immer dann, wenn er aufmerksam ist, Rückfragen stellt oder sich freiwillig an dir orientiert.
Denn gute Hundeerziehung bedeutet nicht, den Hund ständig zu kontrollieren.
Gute Jagdhundeerziehung bedeutet, dass dein Hund lernt, mit dir zusammenzuarbeiten.
Genau deshalb arbeiten wir im Freilaufkurs nicht zuerst am Rückruf, sondern an Orientierung, Aufmerksamkeit, Radius, Impulskontrolle und Kooperation.
Denn wenn diese Basis stimmt, wird aus dem Schleppseil wieder eine Schleppleine – und aus dem Stress wieder ein entspannter Spaziergang.
💬 Kennst du dieses Gefühl? Was stresst dich auf dem Spaziergang?