07/08/2026
Ein Streifzug durchs hohe Gras, ein Wettrennen über die Wiese – für Euer Tier pures Vergnügen. Doch genau dort lauert im Sommer eine unterschätzte Gefahr: Grannen. Diese kleinen, mit Widerhaken versehenen Pflanzenspitzen wachsen oft genau auf Augenhöhe von Hunden und können sich u.a. an Lidern und Augen festsetzen.
⚠️ Das Tückische: Durch ihre Widerhaken „wandert" eine Granne mit jeder Kopfbewegung weiter – sie kann sich sogar hinter dem dritten Augenlid verstecken und dort schwere Reizungen oder Hornhautverletzungen verursachen.
🚫 Bitte nicht selbst hantieren! So gut gemeint der Griff zur Pinzette auch ist, am Auge kann er schnell zusätzlichen Schaden anrichten.
🩺 So gehen wir in der Praxis vor: Zunächst betäuben wir das Auge lokal, damit die Untersuchung für Euren Vierbeiner schmerzfrei bleibt. Mit einer speziellen Pinzette heben wir vorsichtig das dritte Augenlid an – denn genau dahinter verstecken sich Grannen besonders gerne. Ist der Fremdkörper gefunden, entfernen wir ihn schonend. Anschließendfärben wir das Auge mit einem speziellen Farbstoff an, um Hornhautverletzungen sichtbar zu machen.
👉 Wichtig: Je früher eine Granne entdeckt und entfernt wird, desto besser die Heilungschancen für das Auge. Bemerkt Ihr die genannten Symptome bei Eurem Hund oder Eurer Katze, zögert bitte nicht und kommt zeitnah zu uns!