12/04/2026
Wusstest du, das Reitpädagoge, Reittherapeut oder Reitlehrer keine „geschützten Berufe“ sind.
Das bedeutet jeder darf sich so nennen und Reitunterricht oder Ponyreiten anbieten.
Viele haben eine Ausbildung oder Trainerschein in diesem Bereich, dies dauert meist über mehrere Monate und kostet Geld, das man erstmal selbst finanzieren muss. Einige Ausbildungen gibt es aber mittlerweile auch zum Billigpreis, über einen einfachen Wochenend-Kurs, der auch dann vielleicht nur online ist! Hier gilt es klar zu unterscheiden!
Aber das alles ist kein „Muss“. Hier in Deutschland kann jeder Ponyreiten anbieten. Auch ohne jegliche Ausbildung / Erfahrungen im Bereich Reitpädagogik, Reittherapie und Reitunterricht.
Was man in Deutschland braucht um gewerblich mit Pferden zu arbeiten, ist die Zulassung nach Paragraph 11, des Tierschutzgesetzes. Dieses gibt es in der Regel vom zuständigen Veterinäramt. Aber auch das haben nicht alle Anbieter vom „Ponyreiten von Nebenan“.
Pferde und Ponys sind Fluchttiere, mit einem erheblichen Gewicht und jeder Menge Eigendynamik. Es kann jederzeit zu Unfällen kommen, deswegen ist es wichtig, das der Anbieter von Reitunterricht oder Reitpädagogik/ Reittherapie eine gültige Versicherung hat. Hier reicht eine normale Haftpflichtversicherung nicht aus, es wird eine spezielle Haftpflichtversicherung benötigt, die sogenannte Reitlehrer-, und Schulpferdehaftpflicht.
Natürlich ist Reitunterricht in welcher Form auch immer, ob konventioneller Reitunterricht, Reittherapie oder Reitpädagogik steuerpflichtig, einige Anbieter in dieser Branche arbeiten aber auch ohne hierfür Steuern zu zahlen.
Es ist auch immer wichtig die Pferdehaltung und den Gesundheitszustand der Pferde zu überprüfen. Sind die Tiere gesund, gepflegt und ausgeglichen?
Deswegen lohnt es immer, sich den Betrieb genau anzuschauen und bei Billigangeboten nachzuhaken.
Qualität, Erfahrung, Sicherheit, gesunde, ausgeglichene Pferde und seriöse Angebote, gibt es meist nicht zum Schnäppchenpreis!