12/01/2025
Wer denkt, dass Hunde keine Farben sehen, hat sich getäuscht. Denn auch wenn sie nicht so viele Farben erkennen wie wir Menschen, können sie doch deutlich besser sehen, als manch einer angenommen hat:
🐾Hunde können im Gegensatz zu uns keine Rot oder Grüntöne erkennen (sie erscheinen gelb braun), dafür aber Gelb-, Blau- und Violetttöne.
🐾Hunde sehen zwar weniger Farben, dafür aber auch UV-Licht, wie Urinspuren oder Blütenmuster.
🐾Das Blickfeld des Hundes beträgt 240 Grad, während wir gerade einmal einen Blickwinkel von 180 -200 Grad haben. Zudem verarbeiten Hunde bis zu 80 Bilder pro Sekunde, während wir nur maximal 60 Bilder wahrnehmen.
🐾Hunde sind in Bezug auf statische Objekte ziemlich kurzsichtig. Dafür können sie aber deutlich besser Bewegungen (auch in der Ferne) wahrnehmen und in dunklen Räumen sehen. Sie erkennen kleinste Bewegungen, während statische Objekte unschärfer erscheinen, was dem Menschen wieder leichter fällt.
Was bedeutet dies für den Alltag?
📌Zu Beginn eines Apportier- bzw. Dummytrainings sollte auf die Farbe des Dummys geachtet werden. Ein oranger, roter oder grüner Ball ist für den Hund auf der Wiese kaum sichtbar und erschwert das anfängliche Training. Hier sollte man blaue Gegenstände vorziehen, da sich Blau von den meisten Hintergründen abhebt, z. B. von Gras, welches Hunden nur gelblich oder braun erscheint.
📌Beim Signaltraining sollte man blaue oder gelbe Kleidung verwenden, damit das Signal für den Hund sichtbarer ist.
📌Auf die scharfen Augen des Hundes achten / vertrauen! Wenn ein Hund irgendwo hinstarrt oder nicht sitzen möchte, sieht er höchstwahrscheinlich etwas, was wir nicht wahrnehmen. Hundeaugen sehen in der Ferne bewegte Bilder deutlich schärfer!
👉Kennen Sie den Moment, wenn der Hund etwas sieht, was wir nicht sehen?