16/05/2026
Bald ist es wieder soweit: Vogeljungtiere verlassen ihr Nest.
So lange sie unverletzte Ästlinge sind, ist es sinnvoll, sie nicht in menschliche Obhut zu nehmen, da dies die Überlebenschancen drastisch senkt.
In den Kommentaren unten findet sich ein Hinweis, wie sich Nestling und Ästling unterscheiden lassen. Nestlinge sind per se immer hilfsbedürftig.
Gesunde Jungtiere bei Elterntieren lassen
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Jedes Frühjahr verlieren viele Vögel und Eichhörnchen ihren Nachwuchs, weil die Jungtiere irrtümlich ihrem Lebensraum entnommen und in Wildtierauffangstationen oder in eine Tierklinik gebracht werden. Doch ist ein junger Vogel, der allein auf dem Boden sitzt, keinesfalls verlassen. Die Elterntiere befinden sich in der Nähe, verstecken sich aber wegen der anwesenden Menschen. Das Gleiche gilt für junge Eichhörnchen. Die Elterntiere sind durchaus in der Lage, ihre Jungen zurück in den Kobel zu holen. Deshalb sind Jungvögel und junge Eichhörnchen, wenn sie unverletzt sind, grundsätzlich dort zu lassen, wo sie gefunden wurden. Selbst bei sehr guter Pflege durch den Menschen sind ihre Überlebenschancen erheblich schlechter als bei Aufzucht durch die Eltern. Darauf weisen die Stiftung Tierärztliche Hochschule gemeinsam mit dem Tierschutzverein Hannover, der Wildtierhilfe Lüneburger Heide, der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen und der Landeshauptstadt Hannover hin. Details unter https://www.tiho-hannover.de/universitaet/aktuelles-veroeffentlichungen/pressemitteilungen/detail/gesunde-jungtiere-bei-elterntieren-lassen