01/06/2026
Bei einer Endotheliitis handelt es sich um eine Erkrankung der Hornhaut ausgehend von der inneren Schicht, dem sogenannten Endothel.
Das Endothel ist die innerste Schicht der Hornhaut, welche zur Versorgung der gesamten Hornhaut dient. Hier befinden sich Pumpen, welche unter anderem Wasser aus der Hornhaut befördern. Kommt es nun zu einer Entzündung dieser Schicht, quillt die Hornhaut auf und es entsteht ein für die Erkrankung klassisches Hornhautödem (milchige, weißliche Trübung).
Eine genaue Ursache einer Endotheliitis ist bisher unbekannt. Primär geht wahrscheinlich eine Entzündung der Iris (Regenbogenhaut) voraus, welche auch zu einer Entfärbung dessen führen kann. Bei der Endotheliitis finden diese Vorgänge primär meist im ventralen Bereich der Hornhaut statt. Im Rahmen der Entzündung kommt es oft zu Auflagerungen (punktförmigen) auf der Innenseite der Hornhaut.
Typische Kriterien für eine Endotheliitis ist ein Hornhautödem (ventral-zentral) mit teils Endothelpräzipitaten und auch eine Entfärbung der Iris (Heterochromie).
Eine konservative Therapie in Form von entzündungshemmenden Augenmedikamenten als lang andauernde Therapie ist möglich. Allerdings führt eine chirurgische Therapie in Form einer Bindehautlappenplastk meist zu einer deutlichen Verbesserung der Entzündung bis hin zu einer Heilung. Hierbei wird in den betroffenen Hornhautbereich, nach vorrangegangener Keratektomie, Bindehaut flächig eingenäht. Diese wächst dauerhaft ein und führt zu einer dauerhaften Durchblutung. Die Fäden können nach 12-14 Tagen unter Lokalanästhesie entfernt werden. 💚