
23/08/2025
Hundebegegnungen
Viele kennen es und es stresst! Denn Dein Spaziergang sorgt oft schon vor dem Losgehen dafür, dass Du Dich unwohl fühlst, Dir Gedanken machst wo Du noch laufen kannst, um halbwegs entspannt mit Deinem Hund Zeit verbringen kannst.
Das, was oft zu beobachten ist: das Problem bei Hundebegegnungen fängt fast immer langsam, sich steigernd an. Da war anfangs kein Problem - und auf einmal beginnt Dein Spießrutenlauf.
Also sind erstmal zwei Dinge für eine Veränderung der Situation wichtig.
1️⃣. Die Situation hat sich gesteigert (Begegnungen sind schlimmer geworden)
2️⃣. Die Hundebegegnungen waren von Anfang an schwierig
Wir schauen uns beide Situationen an. Im ersten Fall hat Dein Hund im Laufe der Zeit LERNERFAHRUNGEN gemacht! Also irgendwann hat irgendwas dazu geführt, dass Dein Hund sein Verhalten verstärkt hat.
➡️ Es hat also etwas dazu geführt, dass Hundebegegnungen sind, wie sie gerade sind.
➡️ Es können tatsächlich schlechte Erfahrungen im Junghund-/ Welpenalter gewesen sein. Oder eine konkreten, einmalige (für Deinen Hund schlimme) Situation.
➡️ Es kann auch sein, dass an einer ganz anderen Stelle im Zusammenleben dazu geführt hat, dass Dein Hund sein Verhalten zeigt und steigert.
➡️ Auch können Kombinationen hieraus passiert sein.
Es ist also unfassbar wichtig, sich ein Gesamtbild zu machen. Das erfolgt durch eine gezielte Beobachtung von euch beiden und einer Reihe Fragen zu den Punkten, die hierzu beitragen würde. Erst jetzt ist eine konkrete Richtung im Training möglich.
Der zweite Punkt ist etwas schwieriger, denn Dein Hund hat dieses Problem mitgebracht. Oft ist unklar, was genau dazu geführt hat, weil man die Vorgeschichte vielleicht nicht kennt. Trotzdem ist eine Veränderung möglich!
➡️ Meist sind hiervon Tierschutzhunde betroffen. Denn diese haben häufig auf der Straße gelebt und sehr natürlich (wild), ohne Einfluss des Menschen, gelernt zu überleben.
➡️ Auch Inlandshunde können solche Verhaltensweisen zeigen. Meist wenn sie aus keiner guten "Zucht" kommen.
➡️ Häufig sind hiervon Erwachsene Hunde betroffen bzw. Junghunde. Weniger Welpen. Also Hunde die in der sensiblen Phase (Prägephase) ihr Verhalten gelernt haben.
➡️ Angsthunde zeigen häufig dieses Muster, da ihre Angst nicht zu Anfang erkannt wurde oder falsch damit umgegangen wurde.
Auch hier ist eine vorab Anamnese unumgänglich, um einen konkreten Weg für eine langfristig Veränderung zu finden.
⚠️ Was kannst Du in beiden Fällen zuvor schon tun ⚠️
✅️ Übernimm Führung für mehr Sicherheit
👌🏽 Das gibt Deinem Hund Vertrauen in Dich!
✅️ Veränderung im häuslichen Umgang mit Deinem Hund
👌🏽 Hierüber erkennt Dein Hund, dass er Dir vertrauen kann!
✅️ Bedürfnisse erkennen und Verantwortung übernehmen
👌🏽 Dein Hund braucht Verständnis für sein Wesen
✅️ Warte nicht zu lange mit einem fundierten Training
👌🏽 Je später Du professionelle Unterstützung aufsucht, desto länger und kostspieliger wird das Ganze
Du hast einen reaktiven Hund und steckst fest? Schreib Deine Erfahrungen in die Kommentare.