23/01/2026
Das Treffen Unser Gebrauchshund HEUTE brachte Menschen aus Dienst und Sport, aus Praxis und Wissenschaft zusammen. Teilnehmer aus dem In- und Ausland, aus den Rassezuchtverbänden der Gebrauchshunde, mit unterschiedlichen Hintergründen - aber mit einem gemeinsamen Anspruch: den Gebrauchshund ernst zu nehmen.
Was sich durch den gesamten Tag gezogen hat, war eine zentrale Erkenntnis: Die Zukunft unserer Gebrauchshunderassen kann nur dann gesichert werden, wenn wir genau hinsehen, Fakten und Wissenschaft zur Kenntnis nehmen und uns auch in die Lage versetzen, die Dinge nachvollziehbar und präzise zu benennen.
Für die Zucht bedeutet das, die besonderen Anforderungen diensthundehaltender Behörden mitzudenken. Diese Eigenschaften sind wertvoll und nicht ersetzbar. Sie lassen sich nicht beliebig neu erzeugen, wenn sie einmal verloren gehen.
Für die Ausbildung unserer Hunde heißt das, dass wir uns kontinuierlich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren - aus Respekt vor dem Hund und der Aufgabe, die wir ihm stellen.
Ein zentrales Learning, das beide Bereiche verbindet: Verhalten und Eigenschaften müssen sauber voneinander getrennt werden. Was ein Hund zeigt, ist nicht automatisch das, was er genetisch mitbringt. Verhalten ist situativ und von unzähligen Faktoren beeinflusst. Diese Unterscheidung erfordert Sachverstand und die Bereitschaft, genau hinzusehen. Aber sie ist unersetzlich, wenn wir Hunde richtig lesen, beurteilen und ausbilden wollen.
Es war ein faszinierender Tag. Nicht, weil er einfache Antworten gegeben hat, sondern weil er gezeigt hat, wie komplex und verantwortungsvoll unsere Arbeit ist.
K9andsports ist inzwischen als gemeinnütziger Verein anerkannt. Wir unterstützen dieses Projekt seit Stunde null, weil es genau dort ansetzt, wo der Gebrauchshundesport langfristig entschieden wird: bei Sachverstand, Austausch und der Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu tragen.
Unser Dank geht an die Organisatoren des gestrigen Tages, allen voran Patricia Pehrsson , Florian Knabl und Ralf Meins sowie den Referenten für ihre Vorträge.