04/05/2026
Bei vielen Fähigkeiten haben wir auch ohne weitere Expertise eine ungefähre Ahnung, wann ein Kind sie erlangt haben sollte oder es fällt uns auf, wenn sie in einem bestimmten Alter noch nicht (gut) ausgeprägt sind.
Dabei sind gut entwickelte Kinder kein reiner Zufall. Fähigkeiten können im Alltag gefördert werden oder auch gehemmt, wenn die Begleitung nicht stimmt oder Bezugspersonen sich dafür nicht bewusst Zeit nehmen (können) und sich ggf. auch zeitweise den Alltag „schwerer“ machen, bis die neuen Fähigkeiten erlangt sind.
Das ist auch Teil der Sorgearbeit.
(Umgekehrt sind Entwicklungsrückstände oder die Notwendigkeit zusätzlicher Förderung natürlich nicht gleich ein Zeichen für unzureichende Begleitung durch Bezugspersonen)
Wer übernimmt das:
- Baby tragen, andere Bewegungsanreize bieten
- Vorgänge, non-verbale Signale und Gefühlsäußerungen sprachlich begleiten
- altersgemäße Co-Regulation
- responsiv auf Kind reagieren, Autonomiebestrebungen (beim Essen, anziehen, Ausscheidung ohne Windel etc.) begleiten
- vorlesen, singen
- Zeit einplanen und geeignete Strecken wählen, um gezielt laufen zu ermöglichen, statt den Buggy zu nutzen
- Kind in Haushaltstätigkeiten einbeziehen, aktiv aufgaben zuteilen
- Auffälligkeiten im Blick haben (Abgleich mit anderen Kindern, ggf. informieren, ob noch ok)
- bei Auffälligkeiten KÄ ansprechen, therapeutische Begleitung organisieren und entsprechende „Hausaufgaben“ übernehmen
Was fällt euch noch zu dem Thema ein und wie ist euere Wahrnehmung zu dieser Aufgabenverteilung unter Eltern?
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