Der Krefelder Zoo beherbergt auf einer Fläche von 14 Hektar einen Tierbestand von ca. 1000 Tieren aus rund 170 verschiedenen Arten. Der überwiegend in kommunalem Eigentum befindliche Zoo legt seinen Schwerpunkt auf die Haltung von Menschenaffen, Großkatzen, afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vögeln. Der Schwerpunkt des Krefelder Zoos liegt in der Haltung von Menschenaffen, Großkatzen,
afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vogelarten. Für subtropische und tropische Arten stehen dem Zoo drei Warmhäuser zur Verfügung, die Vogeltropenhalle (seit 1989), das 1100 m² große Regenwaldhaus (seit 1998) und der SchmetterlingsDschungel (seit 2010). Von 1975 bis zu einem Vollbrand in der Silvesternacht 2019/ 2020 lebten im Affentropenhaus Familiengruppen von Flachlandgorillas, Schimpansen und Orang-Utans. Dementsprechend liegt ein weiterer Schwerpunkt des Zoos bei der südamerikanischen Tierwelt, aber auch der dortigen Pflanzenwelt. Im Regenwaldhaus findet sich ein südamerikanischer Regenwald mit über 400 verschiedenen Pflanzenarten. Dort leben Zweifinger-Faultiere, Weißgesicht-Sakis, Blumenfledermäuse, Kleine Ameisenbären (Tamanduas), Basilisken und Leguane. Gorillagarten
Im 2012 eröffneten Gorillagarten kann man die Menschenaffen in einem Freigehege in Aktion beobachten. Das Gehege hat eine rund 1.200 m² umfassende Außenanlage mit einem angrenzenden 360 m² großen Gorillahaus. Seit 2013 kamen hier drei Jungtiere zur Welt. Regenwaldhaus
Das Krefelder Regenwaldhaus mit einer Dachkonstruktion aus Plexiglas und Holz wurde 1998 als drittes Tropenhaus des Krefelder Zoos eröffnet. Sein Bau wurde aus dem Nachlass des Krefelder Unternehmers Walter Gehlen finanziert. In ihm leben Blattschneiderameisen, Blumenfledermäusen, blinde Höhlensalmler, Leguane und Stirnlappenbasilisken, sowie Schildkröten und verschiedene Fischarten. Weißkopfsakis und Zweifingerfaultiere bewegen sich frei durch die 1.100 m² große Halle. Gefährlichere Tiere wie die Keilkopf-Glattstirnkaimane, Vogelspinnen und Grüne Anakondas sind hingegen gesichert untergebracht. Tapirhaus
In dem wie ein Farmhaus gebauten Tapirhaus leben drei Vertreter der großen Pflanzenfresser Südamerikas: Flachlandtapire, Wasserschweine und Guanakos. Sie teilen sich die Anlage mit dem größten Vogel des Kontinents, dem Nandu. Pinguin-Pool
Das 2014 eröffnete, 800 Quadratmeter große Gehege für Humboldt-Pinguine und Inkaseeschwalben befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Regenwaldhaus und beherbergt eine Pinguinkolonie von 8 Brutpaaren. Das Terrain für die Pinguine teilt sich in zwei Drittel Landfläche und ein Drittel Wasserfläche auf. Vorbild für die Gestaltung des neuen Geheges, insbesondere der Kunstfelswand, war der natürliche Lebensraum der Pinguine: die Küstenregionen von Nordchile und Peru am kalten Humboldtstrom. Die gesamte Anlage wurde mit einer Netzkonstruktion überspannt, so dass neben Humboldt-Pinguinen auch Inkaseeschwalben gehalten werden können. Humboldt-Pinguine sind zwar mit zwei Gefiederschichten ausgestattet, aber für besonders frostige Winter steht den Bewohnern der Anlage ein kleines Warmhaus zur Verfügung. Besucher können die Tiere direkt in der begehbaren Anlage auch unter Wasser beobachten. AfrikaSavanne
Die AfrikaSavanne im Krefelder Zoo ist 1,5 Hektar groß und stellt einen Ausschnitt einer Savannenlandschaft dar. In der offenen Landschaft leben Große Kudus, Impalas, Oryx und Blauhalsstrauße. Der Weg zur AfrikaSavanne führte über mehrere Bauabschnitte. Anfang 2014 erfolgte die Fertigstellung einer Stallanlage für die Antilopen und Strauße. Es folgten die Erweiterung der Nashornanlage (2016), die ErdmännchenLodge (2017) und die PelikanLagune für Rosa Pelikane (2020). 2021 sollen Bergzebras in den Zoo einziehen. Großtierhaus
Das Großtierhaus wurde 1977 errichtet. Es beherbergt zwei asiatische Elefanten, eine Spitzmaulnashorn-Familie und ein Zwergflusspferd. Der Zoo Krefeld ist einer von fünf Zoos in Deutschland, die Nachzuchterfolge bei den hochbedrohten Spitzmaulnashörnern erzielen können. Zwischen 2006 und 2016 kamen fünf Jungtiere zur Welt. [10]
2010 wurde umgebaut und die Elefantenhaltung von der Kettenhaltung auf die Boxenhaltung umgestellt. Grundlage dafür waren neue Erkenntnisse zum Sozialverhalten der Tiere und veränderte Haltungsvorschriften. Seitdem können die beiden Elefantenkühe Rhena und Mumptas Mahal die Nachtstunden verbringen, ohne angekettet zu sein. Schmetterlingsdschungel
2010 wurde der Schmetterlingsdschungel im Zoo Krefeld eröffnet. Bis zu 200 Schmetterlinge leben dort in tropischer Vegetation. Dazu gehören unter anderem der Blaue Morphofalter oder der „Giftmischer“ Passionsblumenfalter. An den Raupenkästen des Schmetterlingsdschungels lässt sich der Schlupf der Falter mitverfolgen. Dort kann der gesamte Lebenszyklus eines Schmetterlings vom Ei über Raupe und Puppe bis zum erwachsenen Falter beobachtet werden. Vogelhaus
Vögel aus drei Kontinenten leben im Krefelder Vogelhaus in tropisch-feuchtem Klima. Die Themen der Voliere sind „Afrikanische Flusslandschaft“, „Afrikanische Savanne“, „Madagaskar“, „Südamerikanischer Regenwald“ und „Asiatischer Regenwald“. In der Vogeltropenhalle sind zudem freilebende Vögel zu finden.