09/09/2022
Abschied von Pan.
Es ist nun bereits einige Wochen her. Wir haben es etwas hinaus gezögert, über dieses traurige Ereignis zu schreiben. In erster Linie für unsere Tochter ist dies nicht gerade einfach. Sie, und ebenso der Rest unserer Familie, müßten uns von ihrem Malamuterüden Pan verabschieden. Erreicht ein Hund ein sehr hohes Alter, rechnet man zwar damit, daß es irgendwann soweit sein wird. Man versucht sich darauf vorzubereiten. Besonders wenn es immer stärker auffällt, daß das Tier alt geworden ist. Langsam abbaut und die gesundheitlichen Altersprobleme zunehmen. Ist der Zeitpunkt aber wirklich gekommen, ist es doch zu früh und es ist klar, daß man sich nicht darauf vorbereiten kann. Pan würde 13 Jahre alt. Für einen Alaskan Malamute ein enormes Alter. 8- 10 Jahre ist eigentlich das üblichere. Er überlebte seine ganze Familie. Die Elterntiere, alle Geschwister und großteils auch die Nichten und Neffen.
Pan war ein besonderer Hund, gerade für die Tochter. Als bei seiner Züchterin nach einem Alaskan Malamute gesucht wurde und die Vorreservierung stattfand, viel die erste Wahl auf seinen Bruder. Beim ersten Besuch war dann klar, es wird Pan. Der Bruder wollte nichts von der Tochter wissen. Pan machte im Gegensatz ganz klar, daß dieser Mensch ihm gefällt und ließ nicht mehr von ihr ab. So verhielt er sich sein Leben lang. Sie war sein Mensch, den er liebt und auch verteidigt wenn es angebracht ist. Pan war ein besonderer Hund und das Verhältnis zu der Tochter war ein besonderes. Vielleicht klingt es für so manchen merkwürdig, aber dieser Hund hat geredet. Natürlich nicht mit Worten wie ein Mensch, aber mit verschiedenen Lauten und Gesten. Wenn man dies jemandem erzählte, hielten die Leute einen entweder für bekloppt oder dachten, ja, ein Besitzer weiß oft was sein Tier will. Den wirklichen Ausmaß hat jeder erst verstanden, wenn er es selber erlebt hat und einmal den Wortwechsel dieses Hundes mit unserer Tochter beobachtet hat. Dann hieß es immer erstaunt "der spricht ja wirklich... und sagt auch ja und nein" ( Kopfschütteln oder nicken). Pan war ein absolut liebes Tier. Auch Kinder konnten alles mit ihm machen. War aber sein Frauchen in Gefahr, reagierte er anders. Einer aufdringlichen Jugendgruppe wurde mit einem auf die Hinterbeine stellen und einem Tiefen Grollen klar gemacht, daß sie Frauchen nicht zu nahe kommen sollten. Einen Einbrecher hat er auf das Dach des Nachbarhauses gejagt, als er Frauchen schreien hörte. Der saß vor Angst auf dem Dach und die Polizei konnte ihn dort abholen.
Pan fehlt jeden Tag. Ein Teil der Familie ist Mut einem Mal nicht mehr da. Durch ihn hat unsere Familie diese Hunderasse lieben gelernt. Wir werden ihn nicht vergessen