03/09/2026
Hornhautdefekt beim Pferd – meist klein, aber nicht harmlos! 👁️🐴
Ein plötzlich zukneifendes, tränendes, geschwollenes oder gerötetes Auge sollte beim Pferd immer gründlich untersucht werden.
Bei diesem Patienten zeigte sich ein Defekt der Hornhaut. Doch bevor die Behandlung beginnt, muss zunächst genau untersucht werden:
🔎 Wie groß und wie tief ist der Defekt?
🔎 Ist nur die oberste Schicht betroffen oder geht die Verletzung tiefer?
🔎 Gibt es bereits entzündliche Veränderungen?
🔎 Liegt eine Infektion vor?
🔎 Gibt es Hinweise darauf, dass sich der Defekt verschlimmert?
Ein besonders wichtiger Bestandteil der Untersuchung ist die Färbung der Hornhaut mit Fluoreszein. 💚
Dabei wird ein spezieller Farbstoff auf das Auge gegeben. Intakte Hornhaut nimmt diesen Farbstoff nicht auf. Befindet sich jedoch eine Verletzung in der Oberfläche, wird diese unter einer Lichtquelle grün sichtbar.
So kann der Defekt genau dargestellt und seine Entwicklung bei den Kontrolluntersuchungen beurteilt werden.
⚠️ Ein Hornhautdefekt sollte beim Pferd niemals unterschätzt werden. Durch eine Infektion oder eine zunehmende Schädigung kann sich die Verletzung schnell vergrößern und deutlich tiefer werden.
*Deshalb gilt:*
Ein schmerzhaftes, tränendes, geschwollenes oder gerötetes Pferdeauge gehört zeitnah tierärztlich untersucht und nicht erst selber behandelt. 👁️🐴