03/09/2020
Butter bei die Fische: es gibt schönere Themen als den Darm, oder?! 🤷🏼♀️
➡️Aber: ein gestörtes Darmmilieu ist Auslöser diverser Stoffwechselkrankheiten und die wünscht sich wirklich niemand von uns.
Lasst uns also mal ein wenig über Darmgesundheit bei Pferden reden...
Das Thema Darmgesundheit wird bis heute weit unterschätzt und leider oft tot geschwiegen. Zugegeben: es gibt viele weitaus appetitlichere und schönere Themen als den Darm. Wenn wir uns aber nicht allzuoft mit diesem Thema beschäftigen wollen, sollten wir dafür sorgen, dass hier alles rund läuft, denn sonst können eine ganze Reihe weiterer Symptome und Krankheiten folgen, die uns dazu zwingen werden uns nicht nur mit dem Darmmilieu öfter auseinandersetzen zu müssen, sondern auch gleich noch mit weiteren Problemen.
🌿Nach einer Futterumstellung, wie zb das Anweiden oder Abweiden, aber auch nach besonders stressigen Situationen wie einem Umzug, Fellwechsel, nach Medikamentengabe, Wurmkuren etc. ist es durchaus sinnvoll sein Pferd mit darmsanierenden Maßnahmen zu unterstützen.
Natürlich setzt ein gesunder Darm eine gesunde Fütterung, also Heu ohne lange Fresspausen und in ausreichender Menge, voraus.
❗️Eine gesunde artgerechte Basis ist also wieder einmal das A&O.
Aber auch andere Faktoren, wie zum
Beispiel die oben genannten, können den Darm aus dem Gleichgewicht bringen. Das kennen wir wohl alle von uns selbst: Stress, Medikamente und Co. sind da nicht sonderlich zuträglich, aber eben auch manchmal nicht vermeidbar.
Nach einer solchen Belastung können wir unterstützend tätig werden und unserem Pferd und letztlich auch unserem Geldbeutel etwas Gutes tun. Schließlich ist, da dürften wir uns alle einig sein, ein gesundes Pferd weitaus günstiger als ein krankes.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten sein Pferd zu unterstützen und im Zweifelsfall, gerade wenn das Pferd schon Symptome zeigt die darauf schließen lassen, dass etwas aus dem
Gleichgewicht geraten ist, schadet es nie einen guten Therapeuten zu Rate zu ziehen.
Eine Reihe homöopathischer Mittel kann hier zum Einsatz kommen, es gibt auch geeignete Schüsslersalze und Kräuter.
Als gute Möglichkeit sein Pferd darmsanierend zu unterstützen empfehle ich gerne Folgendes:
✅Bitterkräuter, Lapachorinde und Süßholzwurzelextrakt.
Die Bitterkräuter und die Lapachorinde kann man 6-8 Wochen lang füttern, die ersten und die letzten beiden Wochen, kann man dann zusätzlich den Süßholzwurzelextrakt füttern.
➡️Bitterkräuter wirken keimhemmend, astringierend, regen die Peristaltik an und fördern die Gallensekretion.
➡️Lapachorinde unterstützt die Darmschleimhäute in ihrer Regeneration, wirkt entzündungshemmend, entkrampfend, fungizit, antiviral und sogar schmerzstillend.
➡️Süßholzwurzelextrakt enthält Flavonoide die vor allem hemmend auf die Produktion von Entzündungsmediatoren wirkt. Er beschleunigt die Heilung der Darmschleimhäute und reduziert die Magensäurebildung. Zudem liefert er eine antibikrobielle und antiallergische Wirkung.
❗️Achtung! Bei Pferden die gerade hufrehegefährdet sind sollte man den Süßholzextrakt lieber weglassen und nur mit den Bitterkräutern und der Lapachorinde arbeiten.
🐴🍀Du hast Fragen oder suchst therapeutische Unterstützung für dein Pferd? Dann lass es mich wissen - ich unterstütze euch gerne!