Gefährten -leben, lernen & arbeiten mit Hund-

Gefährten -leben, lernen & arbeiten mit Hund- Bei Gefährten findest du ein umfassendes Angebot für dich und deinen Hund in allen Lebenslagen.

🐕 Tiergerechte respektvolle Hundeerziehung + -beschäftigung
🌱 Tiergestützte Therapie, Beratung und Pädagogik,
📚 ISAAT-zertifizierte Ausbildung
Mensch-Hund-Team für Tiergestützte Interventionen:
Therapiebegleithund, Schulbegleithund, Besuchshund Hundeschule: Hilfe bei der Auswahl deines Hundes, Unterricht in hündischer Kommunikation, artgerechte Beschäftigungen für Hunde, Fährtenarbeit, Unterstüt

zung bei Problemen

Tiergestützte Interventionen: Angebote für Familien mit Kindern und Tieren, Beratung von Institutionen

Dozententätigkeit

www.gefaehrten-mensch-hund.de
08/06/2026

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Achtung Giftig! Diese Früchte können für Hunde und Katzen tödlich sein 🚫🍏
Es ist ein schöner Gedanke, Vitamine mit unseren Vierbeinern zu teilen. Doch Vorsicht: Was für uns Menschen ein gesunder Snack ist, kann für Hund und Katze eine tickende Zeitbombe oder sogar absolut tödlich sein. Der Stoffwechsel von Fleischfressern funktioniert grundlegend anders als unserer – bestimmte Inhaltsstoffe können von ihren Organen schlichtweg nicht abgebaut werden.

1. Der absolute Spitzenreiter: Weintrauben & Rosinen 🍇
Für wen gefährlich? Hauptsächlich für Hunde, aber auch für Katzen absolut tabu.

Warum? Schon kleine Mengen können innerhalb weniger Stunden zu einem akuten, irreversiblen Nierenversagen führen. Die tödliche Dosis ist extrem gering (ca. 10 bis 30 g Weintrauben pro Kilo Körpergewicht).

Besondere Gefahr: Rosinen sind durch die Trocknung noch viel konzentrierter und damit um ein Vielfaches gefährlicher als frische Trauben!

2. Die Fettbombe mit Giftstoff: Avocado 🥑
Für wen gefährlich? Hunde und Katzen.

Warum? Viele Avocadosorten enthalten den Stoff Persin. Dieser führt bei Haustieren zu schweren Herzmuskelschäden, Atemnot und Flüssigkeitsansammlungen im Brust- und Bauchraum.

Mechanische Gefahr: Der große, glatte Kern wird beim Spielen leicht verschluckt und führt fast immer zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss, der operiert werden muss.

3. Die Blausäure-Falle: Steinobst (Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen) 🍒
Für wen gefährlich? Hunde und Katzen.

Warum? Das Fruchtfleisch selbst ist in kleinen Mengen oft gar nicht das Problem. Die tödliche Gefahr lauert in den Kernen. Zerbeißt das Tier den Kern, wird im Magen hochgiftige Blausäure (Cyanid) freigesetzt.

Die Folge: Blausäure blockiert die Sauerstoffaufnahme in den Zellen – das Tier erstickt innerlich bei vollem Bewusstsein. Symptome sind starkes Speicheln, Atemnot, Krämpfe und leuchtend rote Schleimhäute.

4. Die Nieren-Zerstörer: Sternfrucht (Karambole) ⭐
Für wen gefährlich? Hunde und Katzen (besonders gefährlich für Tiere mit ohnehin empfindlichen Nieren).

Warum? Die Sternfrucht enthält extrem hohe Mengen an löslicher Oxalsäure und Neurotoxinen. Der Verzehr kann zu akutem Nierenversagen und schweren neurologischen Störungen (Zittern, Orientierungslosigkeit, Krampfanfälle) führen.

5. Botanische Beerenfrüchte: Grüne Tomaten 🍅
Für wen gefährlich? Hunde und Katzen.

Warum? Tomaten gehören botanisch zu den Beerenfrüchten und zählen zu den Nachtschattengewächsen. Grüne, unreife Stellen sowie der grüne Strunk enthalten das Gift Solanin. Es führt zu schwerem Erbrechen, blutigem Durchfall, Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen. Vollständig reife, rote Tomaten enthalten kaum noch Solanin, sollten aber im Zweifel trotzdem vom Speiseplan gestrichen werden.

🚨 Notfall-Tipp: Was tun, wenn das Tier Gift gefressen hat?
Keine Zeit verlieren: Bring das Tier sofort zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik! Je schneller gehandelt wird, desto höher sind die Überlebenschancen.

Niemals selbst Erbrechen herbeiführen: Versuche bitte niemals, das Tier mit Salzwasser oder anderen Hausmitteln zum Erbrechen zu zwingen. Das kann die Speiseröhre verätzen oder zu einem lebensgefährlichen Kreislaufkollaps führen. Der Tierarzt spritzt ein sicheres Medikament, das das Tier kontrolliert und schonend erbrechen lässt.

Beweismaterial sichern: Nimm Reste der gefressenen Frucht, Kerne oder die Verpackung mit in die Praxis, damit das Gift sofort identifiziert werden kann.

www.gefaehrten-mensc-hund.de
04/06/2026

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Pillen gegen die Angst? Medikamente in der tierärztlichen Verhaltenstherapie – Wirkstoffe verstehen, sinnvoll einsetzen 🐾

Wenn ein Hund bei jedem Gewitter panisch unter das Bett flüchtet, eine Katze sich vor Angst das Fell kahl leckt oder ein Tier extreme Aggressionen gegen Umweltreize zeigt, stehen Tierhalter oft vor einer enormen emotionalen Belastung. Trotz intensivem Training stagniert der Fortschritt manchmal. In der modernen Tiermedizin greift man in solchen Fällen immer häufiger auf ein Werkzeug zurück, das in der Humanmedizin längst selbstverständlich ist: Verhaltenspharmakologie.

Doch das Thema polarisiert. Viele Tierhalter haben Angst vor einer „chemischen Zwangsjacke“ oder fürchten, ihr Tier permanent unter Drogen zu setzen. Heute räumen wir mit den Mythen auf und betrachten die anatomischen und physiologischen Fakten hinter den wichtigsten Wirkstoffen.

Das biologische Fundament: Was passiert im gestressten Gehirn?

Chronische Angst und Dauerstress sind keine Charakterzüge, sondern ein neurobiologischer Ausnahmezustand.

Bei einem traumatisierten oder dauerhaft gestressten Tier läuft die sogenannte HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinde) permanent auf Hochtouren. Das Gehirn wird mit dem Stresshormon Cortisol überschwemmt.

Die Amygdala (das Angstzentrum): Wird hyperaktiv und feuert schon bei kleinsten, eigentlich harmlosen Reizen.

Der Hippocampus (das Lernzentrum): Degeneriert unter chronischem Cortsioleinfluss. Die Synapsen sterben ab, die neuronale Plastizität sinkt.

Das bedeutet praktisch: Ein Tier im permanenten Panikmodus kann anatomisch nicht lernen. Das Lernfenster ist geschlossen. Genau hier setzen Medikamente an. Sie sind keine Heilung per se, sondern sie reparieren das chemische Gleichgewicht im Gehirn, um das Lernfenster überhaupt erst wieder zu öffnen.

Die wichtigsten Wirkstoffklassen im Überblick

In der tierärztlichen Verhaltenstherapie wird streng zwischen Langzeitmedikamenten (Spiegelmedikamente) und Akutmedikamenten (Situationsmedikamente) unterschieden.

Langzeitmedikation: Für die Basis-Stabilität
Diese Wirkstoffe müssen täglich über Wochen oder Monate gegeben werden, da sie die Dichte und Empfindlichkeit der Rezeptoren im Gehirn langsam verändern.

SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) – z. B. Fluoxetin:
Wirkung: Blockiert den Rücktransport des „Glückshormons“ Serotonin in die Gehirnzellen. Dadurch steht im synaptischen Spalt mehr freies Serotonin zur Verfügung.
Einsatz: Generalisierte Angststörungen, Trennungsangst, zwanghaftes Verhalten und bestimmte Formen von Aggression.
Wichtig: Es dauert 4 bis 6 Wochen, bis eine spürbare Wirkung eintritt.

TCAs (Trizyklische Antidepressiva) – z. B. Clomipramin:
Wirkung: Erhöht die Konzentration von Serotonin und Noradrenalin.
Einsatz: Schwere Trennungsangst, Stereotypien (Zwangsstörungen).

Akut- und Situationsmedikation: Für die gezielte Entlastung
Diese Wirkstoffe wirken innerhalb von Minuten bis Stunden und werden gezielt vor stressigen Ereignissen (Tierarztbesuch, Silvester, Gewitter) eingesetzt.

SARIs (Serotonin-Antagonisten-und-Wiederaufnahmehemmer) – z. B. Trazodon:
Wirkung: Wirkt extrem modulierend auf das Serotoninsystem und hat in höherer Dosierung eine beruhigende, angstlösende Komponente.
Einsatz: Sehr flexibel einsetzbar – sowohl als Akutmedikation für Silvester/Tierarzt als auch zur Unterstützung bei Boxenruhe nach Operationen.

Gabapentin:
Wirkung: Eigentlich ein Antiepileptikum und Schmerzmittel, das die Ausschüttung erregender Neurotransmitter (Glutamat) dämpft.
Einsatz: Hervorragend für Katzen vor dem Tierarztbesuch ("Fear Free") oder bei Hunden mit angst- und schmerzbasierter Problematik.

Alpha-2-Agonisten – z. B. Dexmedetomidin (als Gel für die Maulschleimhaut):
Wirkung: Blockiert die Ausschüttung von Noradrenalin im Gehirn. Noradrenalin ist der Treibstoff für die „Fight-or-Flight“ (Kampf-oder-Flucht) Reaktion.
Einsatz: Akute Geräuschphobien. Das Tier bleibt mental klar, verspürt aber keine körperliche Panik.

Das absolute No-Go bei Angst: Acepromazin (z. B. Sedalin)

Es muss immer wieder betont werden: Der Wirkstoff Acepromazin ist ein Neuroleptikum und bei der Behandlung von Angst und Phobien (wie Silvesterpanik) absolut kontraindiziert und tierschutzwidrig!

Warum? Acepromazin lähmt die motorischen Fähigkeiten des Tieres. Es kann sich nicht mehr bewegen, die Augenlider hängen, es wirkt „sediert“.

Die biologische Grausamkeit: Das Gehirn und die Sinneswahrnehmung sind jedoch völlig intakt. Das Tier hört die angstauslösenden Geräusche glasklar, erlebt die volle Panik, ist aber in seinem eigenen Körper gefangen und kann weder flüchten noch kommunizieren. Dies führt zu schweren Traumatisierungen.

Das Gesetz der Verhaltenstherapie: Keine Pille ohne Training!

Ein verhaltensrelevantes Medikament ist niemals die alleinige Lösung. Wer einem Hund mit Trennungsangst eine Tablette gibt und ihn danach 8 Stunden allein lässt, wird scheitern.

Die Chemie schafft lediglich die physiologischen Voraussetzungen (Erhöhung der Neuroplastizität, Senkung des Cortisolspiegels), damit das Tier durch positive Verstärkung, Desensibilisierung und Gegenkonditionierung neue, positive Verknüpfungen im Gehirn abspeichern kann. Das Medikament baut das Gerüst – das Training baut das neue Verhalten.

Der Einsatz von Psychopharmaka bei Tieren hat nichts mit „Faulheit“ des Halters zu tun. Wenn die Biologie des Gehirns durch chronischen Stress zerstört ist, ist der wohlüberlegte Einsatz moderner Wirkstoffe ein Act des Tierschutzes, der dem Tier unendliches Leid erspart und ihm Lebensqualität zurückgibt.

Habt ihr bei eurem Tier schon einmal verhaltensunterstützende Medikamente eingesetzt? Wie waren eure Erfahrungen mit der Kombination aus Wirkstoff und Training?

TEILEN ist bei diesem Thema extrem wichtig, um Vorurteile abzubauen und Tiere vor grausamen Fehlbehandlungen (wie Acepromazin) zu schützen!
LIKEN, wenn euch dieser tiefe Einblick in die Neurobiologie geholfen hat.
KOMMENTIERT eure Fragen – lasst uns sachlich und fachlich diskutieren! 🐾❤️

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12/05/2026

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