Hund aufs Herz

Hund aufs Herz Professionelles Mensch-Hund-Training mit Herz und Verstand. Ausbildung und Supervision für Therapiebegleithunde. Gassi-Service.

Balu war vierzehn Monate alt, als ich ihn kennenlernte. Ein junger Golden Retriever Rüde, der mit seinen Besitzern, eine...
17/02/2026

Balu war vierzehn Monate alt, als ich ihn kennenlernte. Ein junger Golden Retriever Rüde, der mit seinen Besitzern, einem sehr sympathischen jungen Paar, zu unserem Kanukurs „Paddeln mit Hund“ angemeldet war.

Im ersten Kontakt und bevor die restlichen Kursteilnehmer kamen, habe ich Balu mit meinem Hovawart Noah, zu dem Zeitpunkt gut 3 Jahre alt, für wenige Minuten auf der Wiese frei laufen lassen, um einen ersten Eindruck zu bekommen.

Balu zeigte sich überraschend frech und distanzlos, aber ohne die Goldie-typische infantile Unbeschwertheit. Er zeigte wenig Sozialkompetenz und wirkte vor allem gestresst.

Nach und nach ist dann der Rest der Gruppe eingetrudelt und wir haben unseren Teil des Geländes bezogen, ein schönes Stück Wiese am Wasser, wo wir unsere Kanus, unsere Rucksäcke und unser Essen deponieren konnten, eben alles, was man für einen Tag im Freien so braucht. Dabei habe ich darum gebeten, dass alle darauf achten, dass ihre Hunde auf unserem Areal nicht markieren. Keiner will vollgepinkelte Rucksäcke, keiner will auf einer Wiese sitzen, die zuvor gründlich „getränkt“ wurde.

Da gab es bei Balus Menschen zum ersten Mal große Augen: sie wussten nicht, wie sie das verhindern sollten, denn ihre bisherige Hundetrainerin hatte sie ausdrücklich angehalten, das Markierverhalten ihres jungen Rüden keinesfalls einzuschränken, weil er sonst in seiner Entwicklung Schaden nehmen könne. Die beiden waren also keineswegs unwillig, sie hatten einfach etwas völlig anderes gelernt.

Ich habe ihnen zunächst empfohlen, die Schleppleine gegen die kurze Leine zu tauschen und außerdem Balu nicht dauernd nachzulaufen, wenn er den nächsten Baum ansteuerte, weil ihn dort schnüffeln zu lassen gleichbedeutend mit anschließendem Markieren ist. Da gab es das nächste Mal große Augen, denn die beiden hatten bisher auch gelernt, dass an der Leine vorwiegend Balu das Tempo und die Richtung bestimmte.

Und natürlich hatte das Kind einen Namen: „Bedürfnisorientiertes Training“. Aha. Ich gebe zu, dass ich zu diesem Zeitpunkt das erste Mal davon gehört habe – und dass mich der erste Eindruck nicht überzeugt hat.

Wie auch immer, es war in diesem Rahmen weder leistbar noch meine Aufgabe, Grundsatzdiskussionen mit unschuldigen Ersthundebesitzern zu führen, also bin ich einfach bei meiner Empfehlung geblieben und das hat erstmal geklappt.

Der Anfang eines solchen Kanukurses für zwei- und vierbeinige Anfänger ist notwendigerweise schnöde Theorie. Das heißt, die Menschen stehen auf der Wiese, ihre Hunde bei sich, rund um die Kanus rum, während der Kanuinstruktor in den Kurs einführt und die wesentlichen Dinge erklärt. Nach den ersten fünf langweiligen Minuten lagen die meisten Hunde zu Füßen ihrer Menschen, nach zehn Minuten auch der Rest. Alle außer Balu. Der tigerte weiter an der kurzen Leine hin und her, deutlich gestresst, und kam einfach nicht zur Ruhe. Die Möglichkeit, ihm mittels Platz-Kommando den richtigen Weg zu ebnen, fiel aus, weil Balu dieses Kommando noch nicht konnte. Das war gerade erst im Aufbau.

Nach einer halben Stunde Theorie endlich die erste Praxiseinheit: die Hunde dürfen einer nach dem anderen die Kanus kennenlernen und einsteigen, in der ersten Einheit als Trockenübung mit den Kanus an Land. Je nach Temperament gehen die Hunde da unterschiedlich ran. Von sehr zögerlich bis total forsch ist alles dabei, aber mit der entsprechenden Anleitung meistert es jedes Team. Nur nicht Balu. Balu ist extrem verunsichert und nun zeigt sich ein gravierendes Manko: Balu lässt sich nicht lenken und hat nicht gelernt, seinen Menschen zu vertrauen. Bisher musste der Junghund immer führen, entspannt zu folgen gab es schlicht nicht in seinem Repertoire.
Und nicht nur der Hund war maximal gestresst, auch seine Menschen! Es fühlt sich nämlich scheußlich an, wenn alle Mensch-Hund-Teams – so unterschiedlich sie auch sind – etwas hinkriegen, woran man selbst nun gefühlt scheitert. Im ständigen Bewusstsein, dass man die ganze Gruppe aufhält.
Mit viel Geduld (und viel Leberwurst) hat Balu es irgendwann ins Kanu geschafft. Aber an hinlegen war nicht zu denken. Nicht nur, weil Balu kein Kommando als Hilfsmittel nutzen konnte, er war auch einfach viel zu gestresst dazu.

Und an alle, die jetzt aufschreien: „Der arme Hund! Wie kann man ihm so einen Stress überhaupt zumuten? Da muss man doch abbrechen!“ folgende Hinweise:

1. Es ging darum, in ein Kanu, das stabil auf dem Boden liegt, einzusteigen. Mehr nicht. Das explodiert nicht, das beißt einen nicht in den Hintern, und verursacht auch keinerlei andere Schmerzen! Es ist eine völlig harmlose Übung, die jeder halbwegs gesunde Hund jeder Größe und jeden Alters problemlos bewältigen kann. Kein Fall für den Tierschutz!

2. Ein vierzehn Monate alter Hund, der seit den Welpenbeinen kontinuierlich in einer Hundeschule ist, sollte das Kommando Platz können, ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen.

3. Und am Wichtigsten: was macht es mit dem Hund, wenn ich an dieser Stelle aufgebe und ihm signalisiere, dass das unzumutbar ist und er das sowieso nicht kann?

Nach dieser Übung wieder eine – diesmal kürzere – Theorieeinheit und bei Balu zeigte sich das gleiche Bild wie zuvor: er tigerte an der Leine hin und her und kam nicht zur Ruhe, mittlerweile mit deutlichem Stressgesicht und einer Besitzerin, die verständlicher-weise den Tränen nahe war.

Also habe ich die beiden, Hund und Frauchen, kurzerhand an den Rand der Gruppe gestellt und ein einfaches Abschalttraining gemacht. Dabei wird die Leine am Halsband befestigt und da, wo sie beim stehenden Hund lotrecht hängend auf dem Boden aufkommt, wird fest ein Fuß draufgestellt. Und dann wird der Hund einfach nicht mehr beachtet, ist aber in seiner Bewegung so weit eingeschränkt, dass er sich nicht mehr weiter in seine Erregung reinsteigern kann durch das ständige hin und her. Es ist eine ganz simple Maßnahme, aber die muss einem halt auch erstmal jemand zeigen.

Etwa fünf Minuten später hat Balu sich zum ersten Mal in gut eineinhalb Stunden hingelegt, weitere fünf Minuten später ist er zu Füßen seines glücklich lächelnden Frauchens fest eingeschlafen.

Übrigens hat Balu die zweite Hälfte des Workshops richtig gut hingekriegt: er war tapfer im Kanu auf dem Wasser, mit der einzigen Einschränkung, dass er meistens gesessen statt gelegen ist, aber unter diesen Umständen, war auch das ein echt großer Erfolg!

Beim Verabschieden sind wir noch über eine weitere „Baustelle“ gestolpert: Balu hatte große Probleme beim Autofahren. Obwohl sie seit Monaten konditionierten, lockten und Leckerchen fütterten, war es jedes Mal ein Kampf, den Hund ins Auto zu kriegen, beim Fahren hatte er Dauerstress, und es war keine wirkliche Besserung in Sicht.

So also habe ich Balu kennengerlernt. Und er ist leider ein sehr typischer Fall eines Hundes, der schrecklich allein gelassen worden ist. Unter professioneller Anleitung, denn seine Menschen wollten nur das Beste für ihren Hund und haben dafür auch noch einen Haufen Geld ausgegeben! Und das ärgert mich wirklich sehr! Ersthundebesitzer haben kaum die Möglichkeit zu erkennen, wann eine angebliche Trainingsmethode einfach nur eine dumme Ideologie ist, wann ein schön klingender Name („bedürfnisorientiertes Training“ – wer wollte das nicht??) fachlich nicht nur falsch ist, sondern sowohl den Hund als auch seine Menschen schändlich im Stich lässt. Und wenn das Konzept nicht aufgeht und die Verhaltensprobleme immer größer werden, dann machen solche Trainerinnen auch noch den Hund dafür verantwortlich. Das macht mich dann ernsthaft wütend, wenn die eigene Inkompetenz dem Schwächsten in der Kette angelastet wird!

Die weitere Entwicklung von Balu

Leider wohnt Balu sehr weit weg, die Anfahrtszeit mit dem Auto liegt bei zwei Stunden je Weg. Deshalb haben wir die ausführliche Anamnese und die Regeln für zuhause telefonisch in engmaschigem Kontakt besprochen und uns danach im Laufe eines halben Jahres insgesamt vier Mal zu längeren Trainingseinheiten hier in Karlsruhe getroffen; zwei Mal waren sie außerdem zu einem Kurzworkshop hier.

Schon die anfänglichen Telefonberatungen haben jede Menge Ruhe in den gestressten Hund gebracht: Balu hat gelernt, zu schlafen. Er schläft nachts durch und kommt auch tagsüber problemlos runter. In dem Maß, in dem seine Menschen gelernt haben, die Verantwortung zu übernehmen und ihn anzuleiten, statt mit Leckerchen zu überreden, konnte Balu sich entspannen und die Kontrolle abgeben. Das hat seinen Stresspegel gesenkt und ihn ansprechbar gemacht.
Auch das Thema Autofahren war sofort erledigt, als das ganze Bohei weggefallen ist und seine Menschen ihm stattdessen Sicherheit gegeben haben. Auch lange Strecken sind total easy für ihn.

Balu läuft locker an der kurzen Leine, läuft in Wald, Feld und Wiese frei, ist gut orientiert und zuverlässig abrufbar. Grundkommandos wie Sitz und Platz sind längst kein Thema mehr, er ist ein zugewandter, fröhlicher und entspannter Hund geworden.

Das Einzige, was zum Glück des Trios noch gefehlt hat war, dass Balu weder spielen noch apportieren wollte. Dafür haben wir uns dann ein letztes Mal zum Einzeltraining getroffen.

In den ersten Probeläufen zeigte sich auf Seiten von Hund und Mensch ein sehr gehemmtes Bild, keine Spur von Ausgelassenheit und Freude, und vor allem machte mich stutzig, dass die ansonsten so liebevollen Besitzer Balu nicht angefasst haben beim Spielen. Kein Streicheln, kein Necken, vor allem keinerlei taktile Aktion an Kopf und Maul. Eine Hemmschwelle, hoch wie eine Wand, die ich mir nicht erklären konnte, weil sie einfach nicht ins Bild gepasst hat. Also habe ich nachgebohrt.

Tja, den beiden ist beigebracht worden, dass sie ihren Hund nicht anfassen dürfen, ohne ihn vorher um Erlaubnis zu fragen. Sie mussten immer ankündigen, bevor sie ihn anfassen wollten.
Ich bin nicht oft sprachlos, aber dazu fiel mir echt erstmal nichts ein.

Nicht nur, dass das natürlich jede Spontanität im Spiel unterdrückt und bspw. ein sanftes Abstreichen der Wangen beim Ausgeben eines Dummies unmöglich macht, es hemmt ja auch das ungezwungene Schmusen und Rumblödeln.
Außerdem verschiebt es einmal mehr die Beziehungsdynamik zu Ungunsten des Hundes.
Und wie ein Hund, der so gehandelt wird, beim Tierarzt damit klarkommen soll, plötzlich von Fremden ungefragt angefasst zu werden, mag ich mir kaum vorstellen. Die Antwort heißt natürlich Medical Training. Aber darüber rege ich mich jetzt nicht auch noch auf.

Nichts von dem, was sie vorher gelernt hatten, war in irgendeiner Weise „bedürfnisorientiert“! Weil es elementare Bedürfnisse des Hundes nicht nur außer Acht lässt, sondern geradezu mit Füßen tritt: sein Bedürfnis nach Führung im Sinne von Anleitung, sein Bedürfnis nach Sicherheit, sein Bedürfnis nach sozialem Lernen – und das bei einem so hochsozialen Lebewesen wie einem Hund! -, sein Bedürfnis nach Vertrauen können und Verantwortung abgeben dürfen, sein Bedürfnis nach Freude, Entspannung und Leichtigkeit.

Als ich das Trio sieben Monate nach unserem Kennenlernen (Balu also knapp zwei Jahre alt) in meinem Workshop „Leise führen“ zuletzt gesehen habe, waren alle drei kaum wiederzuerkennen.
Ein Team. Voller Ruhe, Zugewandtheit, Harmonie und Vertrauen. Und es macht mich in tiefster Seele froh, dass ich ein Teil dieses Weges sein durfte!

Dieser Text darf gern geteilt werden, solange er nicht geändert, gekürzt oder kopiert wird. Alle Rechte daran verbleiben bei der Autorin Heike Rinn.

10/02/2026

Erziehung ist kein Training
von Heike Rinn

Die mich schon länger kennen wissen, dass das mit einer meiner wichtigsten Leitsätze ist. Und ich habe den Eindruck, dass es an der Zeit ist, das mal wieder ein bisschen klarer zu fassen.

Ich kann Sitz trainieren und Platz, und bis zu einem gewissen Grad auch den Rückruf. Und es ist auch absolut wichtig, diese Dinge zu trainieren, Kommandos vernünftig zu konditionieren, ein Training sinnvoll und angepasst zu gestalten und Erfolge großzügig zu loben und zu belohnen. Jede Art von Trick, vom Pfote geben über Männchen machen bis zum Würfeln oderoderoder kann und muss ich trainieren, wenn ich Wert darauf lege, dass mein Hund das kann.

Was ich nicht trainieren kann sind Respekt, Höflichkeit und Aufmerksamkeit. Diese Dinge gehören in den Bereich des sozialen Lernens und müssen dort auch bearbeitet werden. ERziehung hat ganz viel zu tun mit BEziehung. Und das lässt sich nicht trainieren, das will gelebt werden.

Dazu muss ich mich mit meiner Persönlichkeit einbringen, muss meine Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen kennen – und die meines Hundes. Respekt, Höflichkeit und Aufmerksamkeit sind keine Einbahnstraße. Das muss wechselseitig angeboten werden, sonst gerät jede Beziehung in eine gehörige Schieflage!

Als Mensch nicht bereit zu sein, sich mit dem Ausdrucksverhalten seines Hundes auseinanderzusetzen, seinen Bedürfnissen, seiner Sprache, zeugt von einem Mangel an Respekt dem Hund gegenüber. Ihn mit Brustgeschirr und Leine auszustatten und dann an ihm rumzuziehen wie an einem Rollkoffer, statt ihn anzusprechen, wenn ich was von ihm will, ist extrem unhöflich! Und nicht darauf zu achten, was mein Hund braucht, um sich gesund entwickeln zu können, ist ein Mangel an Aufmerksamkeit, den ich nur schwer nachvollziehen kann.

Ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen und ihn machen zu lassen, was er will, mich von ihm durch die Gegend schleifen zu lassen von Baum zu Baum und Grashalm zu Grashalm, ihm immerzu nachzugeben und jedes Fehlverhalten nachsichtig zu belächeln – das ist keine Liebe, das ist mindestens Nachlässigkeit.

Meiner Meinung nach haben wir unseren Hunden gegenüber nicht nur eine Erziehungsberechtigung, sondern eine Erziehungsverpflichtung und oft genug tut es mir in der Seele weh, wie sehr Hunde allein gelassen werden. Nicht mit ihren Wünschen. Aber mit ihren Bedürfnissen!

Ein weiterer Leitsatz von mir reiht sich hier nahtlos ein: Erziehung fängt zuhause an! Auch deshalb bin ich ein großer Freund der sogenannten Hausregeln: sie sind sowas wie ein Grundgerüst; eine Hilfestellung für Menschen (!), überhaupt mal eine Idee davon zu bekommen, wie ein für den Hund gesunder Rahmen aussehen kann.

Ich muss mich von meinem Hund nicht auf die Seite schubsen lassen, wenn ich zur Tür raus gehe, und er muss sich auch an Treppen nicht so rücksichtslos vordrängeln, dass ich fast auf die Nase falle. Und dabei geht es kein bisschen um veraltete Dominanztheorien, sondern schlicht um angepasstes Verhalten, um Höflichkeit und Respekt. Der Hund verhält sich ja nicht aus Versehen so rüpelig, sondern weil er gelernt hat, dass er sich das rausnehmen darf.
Jedes Kind, von einem Erwachsenen ganz zu schweigen, würden wir korrigieren, wenn es uns im Treppenhaus rücksichtslos auf die Seite schubsen würde, um sich vorzudrängeln. Nur dem Hund lässt man sowas durchgehen und belächelt, dass er es halt immer so eilig hat, dringend raus will, neugierig ist usw. Und wundern uns gleichzeitig über seinen Mangel an Impulskontrolle!

Wenn ich mich von meinem Hund im häuslichen Umfeld permanent einschränken, anrempeln und durch die Gegend zerren lasse, wenn ich Distanzlosigkeit und Kontrollverhalten mit Liebe verwechsle, dann kann ich draußen trainieren bis der Arzt kommt, der Hund wird niemals zuverlässig auf mich hören. Wenn ich meinem Hund daheim dauernd vermittle, dass er mich nicht respektieren muss und dass selbstverständlich er allein alle Entscheidungen trifft, dann wird er auch draußen nicht auf mich hören, sich nicht an mir orientieren, oder sich davon abhalten lassen, andere Hunde anzupöbeln. Warum sollte er? Wo ich ihm doch beständig vermittle, dass ich nichts zu melden habe? Warum sollte er ausgerechnet dann auf mich hören, wenn es für ihn interessant oder stressig wird, wenn ich es ihm doch im Alltag nicht vermittle?

Da hilft kein Training, kein Umlenken und keine Leckerchen. Da hilft nur Erziehung.

Meine Definition von Erziehung ist, dass es die gezielte, kontinuierliche Beeinflussung eines Lebewesens durch seine Bezugsperson ist, mit dem Ziel seine ganzheitliche Entwicklung (körperlich, emotional, intellektuell, sozial) zu fördern und ihn zu einem selbstständigen, ausgeglichenen Mitglied der Gesellschaft zu formen, wobei Werte, Fähigkeiten und Normen vermittelt werden. Es handelt sich um einen Interaktionsprozess, der Vertrauen und Bindung voraussetzt und sowohl den Prozess als auch das Ergebnis dieses Handelns beschreibt.

Es geht also mitnichten darum, den Hund zu schikanieren oder kleinzuhalten, es geht nicht um Druck, Strafe oder Angstmacherei, es geht nicht um Macht, Dominanz oder anderen Unsinn.

Es geht um Verantwortung. Es geht darum, das Beste für meinen Hund zu wollen, ihn so zu fördern und zu fordern, dass er einen entspannten, harmonischen Alltag mit mir leben kann.

Oder anders gesagt: es geht um Liebe.

Dieser Text darf gern geteilt werden, solange er nicht geändert, gekürzt oder kopiert wird. Alle Rechte daran verbleiben bei der Autorin Heike Rinn.

06/01/2026

Es hat ordentlich geschneit, sogar unten in Durlach liegt richtig Schnee 😊.

Noah und ich kommen gerade von der großen Runde zurück und mussten wiedermal feststellen, dass im Wohngebiet unheimlich viel Salz gestreut wird auf den Bürgersteigen. Es ist halt einfach bequemer als schippen und fegen, so dass wir damit leben müssen, dass das nicht aufhört 🙄.

Schon nach ein paar Metern auf dem Gehweg fing Noah an zu winseln und versuchte, sich die Pfoten quasi während des Laufens abzulecken. Ich hab sie dann notdürftig mit Schnee abgerieben und wir sind auf die Straße ausgewichen, bis wir im Grünen waren.
Bitte achtet auf solche Anzeichen, für Hundepfoten ist das Salz echt brutal, macht die Haut kaputt und tut einfach weh. Übrigens ist das Ablecken des Salzes von den Pfoten und aus dem Fell giftig, das solltet ihr also auch vermeiden.

Was ihr tun könnt:

• VOR dem Spaziergang die Pfoten ganz dick mit Vaseline einschmieren, dann sind die Pfoten geschützt vor Eis und Salz. Macht das aber erst an der Haustür, sonst habt ihr eine riesen Sauerei, wenn der Hund mit eingefetteten Pfoten nochmal eine Runde durch den Flur dreht 😉.

• Nach dem Spaziergang die Pfoten in handwarmem Wasser baden. Kleine Hunde kann man einfach ins Spülbecken stellen; bei Noah mache ich es so, dass ich einen 2 Liter Messbecher mit warmem Wasser fülle und dann jede Pfote einzeln komplett eintauche, abwasche und dann abtrockne, während Noah steht.

• Die Pfoten anschließend mit einer Pfotenpflegecreme dünn eincremen hilft der Ballenhaut, sich zu regenerieren.

Und seid vorsichtig, unter der Schneedecke ist der festgetretene Schnee von gestern zu Eis gefroren, es ist also ziemlich rutschig.

Davon abgesehen ist das Wetter einfach herrlich! Winterwonderland 🥰. Schönen Feiertag allerseits 🤗.

Der alljährliche Weihnachtsspaziergang. Jedes Jahr wieder schön 🥰.
24/12/2025

Der alljährliche Weihnachtsspaziergang. Jedes Jahr wieder schön 🥰.

23/12/2025
Noah hat nette Gesellschaft: übers Wochenende sind drei Labradoodle-Damen zu Gast 🥰
25/10/2025

Noah hat nette Gesellschaft: übers Wochenende sind drei Labradoodle-Damen zu Gast 🥰

06/09/2025
Genau das.
10/07/2025

Genau das.

Wenn man möchte, dass sich der Hund führen lässt, dass er vertraut und sich an seinem Menschen orientiert, muss der Mensch folgende Führungsqualitäten erstmal erfüllen können.

1. Verantwortung übernehmen
Führen heißt, Verantwortung für das eigene Handeln, für Entscheidungen und oft auch für andere Menschen zu übernehmen.

2. Orientierung geben
Eine Führungsperson zeigt eine Richtung auf, setzt Ziele und hilft anderen, den Weg zu finden.

3. Den Hund motivieren und inspirieren,
führen bedeutet, zu motivieren, zu unterstützen und zu inspirieren, damit sie ihr Bestes geben können.

4. Vorbild sein
Eine gute Führungskraft lebt Werte und Verhaltensweisen vor, an denen sich andere orientieren können.

5. Entscheidungen treffen
Führen heißt auch, Entscheidungen zu treffen – manchmal auch in schwierigen Situationen – und dazu zu stehen.

6. Kommunikation und Zuhören
Führung bedeutet, klar zu kommunizieren, aber auch zuzuhören, Feedback zu geben und zu empfangen.

7. Entwicklung fördern
Gute Führung fördert die Entwicklung anderer, unterstützt beim Lernen und Wachsen.

So wichtig!
02/07/2025

So wichtig!

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Karlsruhe
Karlsruhe
76227

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+4972168027390

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