29/04/2026
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Konsum in sozialen Medien folgt oft einem klaren Muster:
Es wird nach Meinungen gesucht, die zur eigenen Sichtweise passen.
Und diese werden dann stärker gewichtet als widersprechende Perspektiven.
In der Psychologie ist das als Confirmation Bias bekannt.
Im Hundetraining zeigt sich zusätzlich eine weitere Dynamik:
Vor allem bei Menschen, die ihre Situation als besonders belastend oder tragisch erleben.
Je höher der emotionale Druck, desto größer wird oft das Bedürfnis nach Orientierung.
Und desto stärker die Tendenz, sich an Meinungen zu halten, die Sicherheit geben
oder zur eigenen Wahrnehmung passen.
Fragen nach einer Einschätzung sind dann nicht nur fachlich gemeint.
Sie erfüllen auch eine andere Funktion:
Passt du zu der Haltung, der ich folge?
Bestätigst du, wie ernst meine Situation ist?
Aussagen wie „XY hat dazu gesagt…“ werden so zu einem Abgleich von Positionen
und gleichzeitig zu einem Versuch, die eigene Wahrnehmung zu stabilisieren.
Das verschiebt den Fokus:
Weg vom beobachtbaren Verhalten
hin zu Deutung und Einordnung.
Für Training ist jedoch entscheidend:
Was zeigt der Hund konkret im Alltag?
Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Und was lässt sich daraus ableiten?
Nicht jede Einschätzung wird sich gut anfühlen.
Aber sie sollte nachvollziehbar sein und im Alltag funktionieren.