Kleintierpraxis Dr Jonas Steinel

Kleintierpraxis Dr Jonas Steinel Weil ihr Tier zur Familie gehört !!!

Termine nach telefonischer Absprache vormittags zwischen 9:00 Uhr und 12:00 Uhr und nachmittags zwischen 14:00 Uhr und 19:00 Uhr

Diese Bartagame wurde in Mömbris am Bahnhof gefunden. Das Hinterbein ist verletzt aber nicht schlimm. Sie kann bei uns i...
27/05/2026

Diese Bartagame wurde in Mömbris am Bahnhof gefunden. Das Hinterbein ist verletzt aber nicht schlimm. Sie kann bei uns in der Praxis abgeholt werden.

15/04/2026
ZUR INFO!!!
18/02/2026

ZUR INFO!!!

Ein Tollwutfall bei einem Welpen in Rheinland-Pfalz sorgt aktuell für große Besorgnis. Trotz dokumentierter Impfung bestand offenbar kein wirksamer Schutz oder der Nachweis war gefälscht.

Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei – doch der Fall zeigt: Die tödliche Viruserkrankung kann jederzeit wieder eingeschleppt werden.

Die Bundestierärztekammer (BTK) mahnt zur Vorsicht bei der Aufnahme von Hunden aus dem Auslandstierschutz.

✔️ Impfstatus sorgfältig prüfen
✔️ Nur mit seriösen Organisationen zusammenarbeiten
✔️ Hunde und Katzen konsequent gegen Tollwut impfen lassen

Tollwut verläuft nach Ausbruch immer tödlich – für Tiere und Menschen. Prävention ist der einzige Schutz.

Mehr dazu in der aktuellen Pressemitteilung: https://bundestieraerztekammer.de/presse/2026/02/Auslandstierschutz-mit-Risiko.php

Foto: AdobeStock/TOPIC

21/11/2025

Mal etwas zur eigenen Meinungsbildung. Kommentarfunktion ist aus und wer sich fragt warum sollte den Artikel nochmal gen...
01/11/2025

Mal etwas zur eigenen Meinungsbildung.
Kommentarfunktion ist aus und wer sich fragt warum sollte den Artikel nochmal genau lesen.

Schwurbelei in der Tiermedizin (Teil 3): Geisterfahrer!

Von Ralph Rückert, Tierarzt

Wahrscheinlich kennen wir alle diesen alten, aber natürlich auch immer aktuell bleibenden Witz:

„Ein Mann fährt auf der Autobahn, als er im Radio hört: „Achtung, ein Geisterfahrer auf der A7!“ Der Mann schüttelt entgeistert den Kopf und murmelt: „Einer? HUNDERTE!!!“

Viele oder sogar die meisten von uns haben sich schon mal in so eine Situation gebracht, jetzt nicht im wörtlichen, sondern im übertragenen Sinne, indem wir eine Position oder Meinung vertreten haben, mit der wir mehr oder weniger allein dastanden, die also absolut nicht konsensfähig war. Das finde ich per se nicht schlimm, sondern durchaus wünschenswert. Viele wichtige Erfindungen, Entdeckungen und Paradigmenwechsel beruhen ja genau darauf, dass da eine Person gedanklich völlig gegen den Strom geschwommen ist.

Das gilt natürlich auch für die (Tier-)Medizin. Aber: In der Medizin geht es um das Leben und die Gesundheit von Patienten. Dementsprechend muss es in diesem Beruf immer einen Mainstream, einen Konsens, einen „state of the art“ geben, denn die Patienten haben ein Recht darauf, dass bestimmte Krankheiten auf eine bestimmte und nachweislich funktionierende Art und Weise diagnostiziert und therapiert werden und nicht an jeder Ecke anders.

In einer seriösen und wissenschaftsbasierten Medizin verdient man sich Erfolg, Ansehen, vielleicht gar Ruhm und Ehren dadurch, dass man unter Beachtung des zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Stands der Wissenschaft möglichst gut und sorgfältig arbeitet. Stößt man im Rahmen seiner Tätigkeit oder durch Forschung auf etwas, das geeignet scheint, den State of the Art zu verändern, oder gar auf etwas, das allem widerspricht, was bisher gültig war, so veröffentlicht man diese Entdeckung, diese Idee, diese Methode, und gibt damit der weltweiten medizinischen Community, der sogenannten Peer Group, die Gelegenheit, diesen neuen Ansatz zu überprüfen, nachzuvollziehen und natürlich auch zu kritisieren. Stellt sich bei diesem mit den heutigen Mitteln oft relativ zügig durchführbaren Reality Check heraus, dass die Innovation tragfähig und nützlich ist, wird sie sich schnell verbreiten und durchsetzen.

Nun gibt es aber (leider!) immer mal wieder Kolleginnen und Kollegen (manche von uns verwenden ersatzweise auch den Begriff „Kollegoiden“), die sich aufgrund welcher persönlichen Defizite auch immer dazu entschließen, ihre ganze Karriere darauf aufzubauen, sich fachlich auf eine absurde Position zu begeben und den Mainstream, also ihren eigenen Berufsstand, als wahlweise blöd, ignorant oder gar betrügerisch zu verunglimpfen, unter gleichzeitiger Darstellung der eigenen Person als Inhaber der einzigen Wahrheit, als „Krönung der Salate“. Sie werden also zu medizinischen Geisterfahrern, zu einer Verkörperung des obigen Witzes. Die verwendeten Kommunikationsmittel - Fake News und „flooding the zone with sh*t“ - erinnern fatal an die aktuellen Methoden des Trumpismus. Die betreffenden Tierärztinnen und Tierärzte bedienen mit dieser Vorgehensweise ein ganz bestimmtes und für Verschwörungstheorien anfälliges Nischenpublikum, das den Mainstream-Kolleginnen und -Kollegen sowieso die Haare zu Berge stehen lässt, aus dem sich aber ein sehr schönes Einkommen generieren lässt.

Es ist wohl kein Zufall, dass ich über die Jahre sehr häufig nach meiner Meinung zu drei Namen gefragt worden bin:

Dr. Jutta Ziegler (Hallein, Österreich), Dr. Franz Spitzer (Larnaka, Zypern) und Dirk Schrader (Hamburg).

Viele Leute, die noch zu rationalem Denken in der Lage sind, merken wohl doch, dass ein Tier, das quakt wie eine Ente und das watschelt wie eine Ente, höchstwahrscheinlich eine Ente ist. Diese drei Personen sind (nicht nur) meiner Meinung nach tatsächlich die momentan bekanntesten tiermedizinischen Geisterfahrer. Wem diese drei Namen absolut nichts sagen, sollte es am besten einfach dabei belassen. Ich kann versichern: Im Sinne einer rationalen und wissenschaftlichen Tiermedizin versäumt man dadurch rein gar nichts.

Alle drei haben ihre feste Fangemeinde. Das ist völlig okay. Keine Praxisinhaberin / kein Praxisinhaber muss heutzutage futterneidisch sein. Es gibt mehr als genug Arbeit für alle. Mein Artikel richtet sich ausdrücklich nicht an diesen Personenkreis, weil ich diesen sowieso nicht erreichen kann. Wenn mich jemand zwischen Tür und Angel nach meiner Meinung zu wahlweise Ziegler, Spitzer oder Schrader fragt, sage ich immer: „Wer nicht selber merkt, wie er da verkohlt wird, braucht nach meiner Einschätzung wahrscheinlich auch ein Navi, um nachts in der eigenen Wohnung aufs Klo zu finden.“

Mit diesem Text richte ich mich an Menschen, die in meinen Augen völlig berechtigte Zweifel haben, wenn sie wahrnehmen, dass da jemand ausschließlich von der Botschaft lebt: „Alle anderen Tierärztinnen und Tierärzte sind dämlich, ahnungslos, denkfaul und mit der Pharma- und Futtermittelindustrie verschwörerisch verbandelt, nur ICH nicht, denn ICH weiß etwas, was sonst NIEMAND weiß, und mein zweiter Vorname ist ROBIN HOOD!“. Diese Zweifelnden kann ich nur bestärken: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wenn es in der Medizin jemand wirklich nötig hat, seine berufliche Karriere fast ausschließlich darauf aufzubauen, sich dauerhaft und für viele Jahre oder gar Jahrzehnte außerhalb des Mainstreams zu positionieren und alle anderen als unfähige Stümper ohne Durchblick zu bezeichnen, dann muss zwangsläufig etwas faul sein, denn würden die genannten Personen Konzepte vertreten, an denen tatsächlich was dran ist, wären sie schon lange Teil des aktuellen Standes der Wissenschaft.

Bei Diskussionen mit der Schwurbelszene kommt an dieser Stelle fast zwangsläufig der Verweis auf den österreichisch-ungarischen Chirurgen und Geburtshelfer Ignaz Semmelweis (1818 – 1865), dessen evidenzbasierte (!) Erkenntnisse zur Prophylaxe von Kindbettfieber durch verbesserte Hygiene sich innerhalb seines kurzen Lebens leider nicht durchgesetzt haben, weil sie mit einer Mischung aus Verbohrtheit und Antisemitismus (Semmelweis war kein Jude, was aber unterstellt wurde) vom medizinischen Establishment der damaligen Zeit unterdrückt wurden, wodurch im weiteren Verlauf noch Zehntausende von Frauen sterben mussten, bis sich endlich was geändert hat. Darauf kann man nur antworten, dass wir nun mal nicht mehr im 19. Jahrhundert leben und sich valide Erkenntnisse durch die heutzutage normale Vernetzung der Welt im Vergleich zu früheren Zeiten verblüffend schnell durchsetzen.

Für einen Vielschreiber wie mich wäre es jetzt natürlich verlockend, sich lang und breit mit den diversen Einlassungen und Heilsversprechen der genannten Personen auseinanderzusetzen, aber das würde den Rahmen eines Blogartikels definitiv sprengen. Lassen wir es damit bewenden, dass buchstäblich jede seriöse Tierärztin und jeder seriöse Tierarzt im deutschsprachigen Raum mit den Augen rollt, wenn einer der drei Namen genannt wird. Auch für Tierhalterinnen und Tierhalter sollten die Monetarisierungsmethoden speziell von Ziegler und Spitzer eigentlich ganz gut zu durchschauen sein, zeigen sie doch zwangsläufig Merkmale, die als typisch für Quacksalberei und Kurpfuscherei gelten: Die Behauptung exklusiven Wissens, die permanente Diffamierung des seriösen Mainstreams, die für solche Leute natürlich fast schon verpflichtende Ablehnung von Impfungen, die angeblich umfassende Wirkung des eigenen Denkkonstrukts gegen alle möglichen Erkrankungen, die Schuldzuweisung an die Patientenbesitzer:innen, wenn sie nicht folgen wollen, und an die gesamte Kollegenschaft, die natürlich in einer weltumspannenden Verschwörung jedem Haustier buchstäblich nach dem Leben trachtet.

Dazu kommen noch ungenierte und durch nichts belegbare Fake-News, besonders schön zu sehen auf der Website von Spitzer, wo sich unter dem Menüpunkt „Presse“ Links zur Frankfurter Rundschau („Dr. Franz Spitzer: Wie er die moderne Tiermedizin revolutioniert“), zum Focus („Wie Tierarzt Dr. Spitzer Hundehaltern den Weg zum gesunden Hund ermöglicht“) und zur Süddeutschen Zeitung („Tierarzt Dr. Franz Spitzer überzeugt mit neuem Ansatz in der Tiermedizin“) finden. Der Link zum Focus geht ins Leere, aber in der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen findet man lobhudelnde Texte, von denen arglose Leser:innen durchaus beeindruckt werden könnten, aber nur so lange, bis sie darauf aufmerksam werden, dass beide „Artikel“ oben ganz diskret als Anzeige gekennzeichnet sind. Spitzer versucht also tatsächlich, bezahlte Anzeigen als Presseberichte über ihn und sein „Konzept“ zu verkaufen, was halt nach allen Maßstäben einfach szenetypisch dreist ist.

Die Masche von Ziegler und Spitzer sehe ich persönlich noch relativ gelassen, da von ihnen in den meisten Fällen keine echten Gefahren für die Tiere ausgehen sollten, die allenfalls durch das Fernhalten von anerkannten Therapie- und Prophylaxeverfahren geschädigt werden könnten. Außerdem halten sich beide aus dem Wirkungsbereich deutscher Berufsordnungen heraus. Bei Schrader bin ich leider nicht so entspannt, weil der Mann nach wie vor praktiziert, und zwar unter der Aufsicht der dafür eigentlich zuständigen Landestierärztekammer Hamburg, die sich aber in der Vergangenheit als absolut unfähig erwiesen hat, die offensichtlichen berufsrechtlichen Verfehlungen des Mannes korrekt zu ahnden.

Auch hier würde es den Rahmen des Artikels sprengen, wenn ich ins Detail gehen wollte, deshalb ein Link zu einem Artikel von MedWatch, der einen schnellen Einblick in die Gemengelage bietet:

https://medwatch.de/alternativmedizin/umstrittener-tierarzt-wirbt-fuer-gefaehrliches-wundermittel-chlordioxid/

Natürlich werden Schrader-Fan-Girls und -Boys gleich wieder Schaum vor dem Mund bekommen, wenn sie das lesen, aber: Eine ganz normale praktizierende Tierärztin / ein ganz normaler praktizierender Tierarzt wird in Deutschland im Schnitt während eines ganzen Berufslebens genau nie bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Im Fall von Schrader scheinen laut des MedWatch-Artikels so viele Anzeigen vorgelegen zu haben oder noch vorzuliegen, dass sie gebündelt behandelt werden mussten oder müssen. Das würde mir dann doch schwer zu denken geben!

Nehmen wir uns abschließend als schönes Beispiel für Schraders Propagandamethoden mal diesen Text zum Megakolon (krankhafte Erweiterung des Dickdarms) bei der Katze vor:

https://kritische-tiermedizin.de/2025/Der_Niedergang.pdf?fbclid=IwY2xjawNJ_gVleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBpUFRyaGhFMmo1TmczN0xwAR7E3AGLqoO0zF1vNHd6laqzA_yoo3KdXouQhxlIIETdZcaD1ShGfYFb5O9_Tg_aem_XoGpuCB_arvr7dYzbxMU4A

Der Faktencheck:

Die namentlich genannte Besitzerin einer Katze mit Megakolon lebt in Düsseldorf und war offenbar nicht in der Lage, unter den unzähligen tiermedizinischen Einrichtungen der Metropolregion Rhein-Ruhr eine zu finden, die ein Megakolon chirurgisch therapieren konnte oder wollte. Deshalb war sie angeblich gezwungen, bis nach Hamburg zu pilgern.

Fakt ist, dass es mich keine halbe Stunde und gerade mal eine Handvoll schnelle Anrufe gekostet hat, um mehrere Praxen / Kliniken in gut erreichbarer Entfernung zu Düsseldorf zu ermitteln, die sehr wohl in der Lage sind, eine subtotale Kolektomie (das ist der Fachbegriff für die OP, um die es geht) durchzuführen. Es ist also in der realen Welt nicht wirklich nachvollziehbar, was die Tierbesitzerin genau für ein Problem hatte.

Schrader erweckt gezielt den Eindruck, dass eine chirurgische Behandlung des Megakolons bei der Katze hier in Deutschland (und im Gegensatz zu England) völlig unüblich wäre und aufgrund eines Mangels an Interesse und Fortbildung von niemandem (außer ihm natürlich) beherrscht und angewendet würde. Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich über diese Aussage! Wenn ich nur für mich sprechen soll, so habe ich durchaus mal gelernt und danach immer gewusst, wie man ein Megakolon chirurgisch angeht. Selbst in meiner nur mittelgroßen Provinzstadtpraxis war ich zur Durchführung dieses Eingriffs in der Lage. Aber auch wenn wir meine persönliche Sicht beiseite lassen, ist es doch erstaunlich, dass man mit den Suchbegriffen „Megakolon Katze“ bei Google sofort im ersten Link über eine sehr schöne Veröffentlichung der Kollegin Simona Vincenti in der angesehenen und viel gelesenen Fachzeitschrift „kleintier konkret“ stolpert, in der selbstredend auch die subtotale Kolektomie als chirurgische Therapieoption angeführt und näher erläutert wird.

https://vet.thieme.de/hund-katze-co/spezialthemen/detail/katze-diagnose-und-behandlung-vom-megakolon-1839

Das geht halt mit der Behauptung, dass dieser Eingriff in Deutschland gar nicht bekannt wäre, so gar nicht zusammen. Und auch die Unterstellung, dass der Eingriff weit verbreitet nicht beherrscht würde – als Abhilfe empfiehlt der „Kollege“ ja in maximaler Herablassung, sich das von ihm in Hamburg beibringen zu lassen – ist extrem gewagt. Ich behaupte, dass alle Bauchchirurg:innen, die wissen, wie man eine Darmanastomose anlegt, auch eine subtotale Kolektomie durchführen können. Der Eingriff gehört zwar durchaus zur großen, abdominalen Chirurgie, ist aber in diesem Rahmen kein Zauberwerk.

Schrader mokiert sich spöttisch - und natürlich Abzockerei unterstellend - darüber, dass bei dieser Katze weitergehende Diagnostik durchgeführt wurde, also ein Bauch-Ultraschall und Schichtbildtechniken (CT und MRT), brüstet sich damit, für die Diagnose selber nur ein Röntgenbild benötigt zu haben, und führt aus, dass selbst die Betrachtung des vorliegenden CTs zu viel der Mühe gewesen wäre, da man ja schon gewusst habe, was dem Tier fehlt. Um die fachliche Dreistigkeit dieser Einlassungen zu erkennen, braucht es nur einen kurzen Blick in die verlinkte Veröffentlichung von Kollegin Vincenti (und in fast jeden englischsprachigen Artikel zu diesem Thema!), wo sehr deutlich und gut nachvollziehbar erläutert wird, warum solche fortgeschrittenen diagnostischen Maßnahmen in vielen Fällen absolut sinnvoll und notwendig sind. Angesichts der vielfältigen möglichen Ursachen eines Megakolons sollte man schon ganz genau wissen, was Sache ist, bevor man die Katze einem so schweren Eingriff unterzieht. Nur als Beispiel: Es wäre eine ausgemachte Schweinerei, einer Katze fast den gesamten Dickdarm rauszuoperieren, wenn die eigentliche Ursache des Megakolons ein Tumor in der Wirbelsäule oder im Rückenmark wäre.

Soweit dazu, das muss jetzt reichen. Fazit: Wie schon erwähnt, versuche ich erst gar nicht, echte Ziegler-, Spitzer- oder Schrader-Fans von ihren Illusionen abzubringen. Das macht so oder so keinen Sinn! Werde ich aber in Zukunft wieder nach einem dieser Namen gefragt, kann ich ab jetzt einfach mit dem Link zu diesem Artikel antworten. Die wichtigste Botschaft für alle, die sich noch auf dem Boden der Tatsachen befinden: Wer sich sein ganzes Berufsleben lang außerhalb des medizinischen Konsenses, außerhalb des aktuellen Stands der Wissenschaft positioniert, hat seine Gründe dafür, und das sind in der Regel keine guten!

Bleiben Sie so rational wie möglich und außerdem mir gewogen, Ihr

Ralph Rückert

© Ralph Rückert
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Hiermit geht auch an meine Angestellten ein großes DANKE FÜR ALLES 😊.
30/04/2025

Hiermit geht auch an meine Angestellten ein großes DANKE FÜR ALLES 😊.

Das Leben ist kein Wunschkonzert! Oder doch?! Ich tue einfach mal so als ob: 🔟 Dinge, die ich mir für den Bereich der Tiermedizin wünsche. Nummer 6️⃣: Mist abladen verboten - Tiermedizinische Fachangestellte sind keine Sündenböcke!

Obwohl wir uns sehr glücklich schätzen können, weil die absolute Mehrheit unser Kund:innen überaus freundlich, dankbar und umsichtig ist, erlebt man es doch immer wieder:

Die Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) am Empfang wird ungeduldig gefragt, wie lange es denn noch dauern wird. Sie muss sich trotz der Bitte um Geduld und der Erklärung, dass leider ein Notfall zwischengeschoben werden musste, wiederholt wütenden Blicken, Augenrollen und Vorwürfen aussetzen. Sie bleibt unbeirrt freundlich und bietet erneut einen Kaffee zur Überbrückung der Wartezeit an.

Bei der Anamneseerhebung durch die TFA gibt es einsilbige, vielleicht sogar patzige Antworten. Kaum komme ich als Tierärztin dazu, wird bereitwillig erzählt. Der missmutige Blick weicht einem Lächeln.

Bei einer telefonischen Terminvereinbarung MUSS der Termin heute sein, obwohl das gesundheitliche Problem des Tieres bereits seit zwei Wochen beäugt wird. Die TFA weist freundlich daraufhin, dass am Freitagmittag bereits alle Termine vergeben sind und wir gerne einen Termin für Anfang der Woche vereinbaren können. Nach diversen Vorwürfen wird aufgelegt.

Die TFA erklärt postoperativ das Narkoseprotokoll und wie die mitgegebenen Schmerzmittel zu verabreichen sind. Genervt entgegnet ihr der Kunde, wie er denn bitteschön Tabletten in den Hund bekommen soll. Geduldig gibt die TFA Tipps.

Die TFA übermittelt die gewünschte Kostenschätzung für den operativen Eingriff und wird angeblafft, was denn da so teuer sein soll, es ginge ja schließlich nur um die Narkose eines Tieres.

Das Laborgerät zeigt mal wieder eine Fehlermeldung an. Der Kundenservice erklärt zum hundertsten Mal, wie das Gerät ordnungsgemäß gereinigt wird. Bei dem freundlichen Hinweis, dass die Reinigung bereits mehrfach durchgeführt wurde und kein Erfolg ersichtlich ist, werden Vorwürfe erhoben, dass die Reinigung dann wohl doch nicht ordnungsgemäß stattgefunden habe. Ihre Kompetenz wird offen angezweifelt.

Ein Hund wacht aus der Narkose auf und setzt kurze Zeit später eine große Menge Durchfall ab. Die TFA reinigt nicht nur den Boden sondern auch den Hund. Sie erklärt bei der Abgabe an die Besitzerin, dass das lange Fell schlecht zu reinigen war und entschuldigt sich für den „Zustand“ des Tieres, obwohl sie keine Schuld trifft.

Bei der eiligen Bestellung eines Medikaments per Telefon vergisst die Mitarbeiterin der Pharmafirma auf stumm zu stellen: „Warum die nicht einfach im Onlineshop bestellen kann?! Jetzt muss ich hier suchen…“

Eine Kundin meldet sich nach vier Wochen anstatt den vereinbarten vier Tagen, um Rückmeldung bezüglich ihres Katers zu geben. Das Problem sei immer noch nicht weg. Die TFA hält mit mir Rücksprache, wie wir nun am besten verfahren. Die Kundin wird ausfallend, weil ich das Tier nun doch lieber noch einmal sehen möchte bevor wir uns zu irgendwelchen Aussagen am Telefon hinreißen lassen. Die TFA bleibt freundlich und erklärt die Beweggründe.

Die TFA steht fast immer in der ersten Reihe. Sie ist fast immer die erste Kontaktperson in unserer Praxis, ob per Telefon oder aber im Wartezimmer. Sie leistet wichtige Vorarbeit, ermöglicht einen reibungslosen Behandlungsablauf, betreibt Nachsorge am und um den Patienten. Sie ist überall, denn ohne sie läuft nichts!
Sie muss sich allen Gefühlsregungen ihres Gegenübers aussetzen.
Ich kann verstehen, wenn es durch die Sorge um das eigene Tier, zu einem kurzzeitigen Verlust der grundsätzlich vorhandenen Manieren kommt.
Was ich aber nie verstehen werde ist, weshalb eine Art hierarchisches Respektbarometer darüber zu entscheiden scheint, welche Umgangsform an den Tag gelegt wird. Die vermeintliche Autorität scheint darüber zu entscheiden, wie Menschen angesprochen und behandelt werden.
Wir alle machen unseren Job, wir alle arbeiten hart und der respektvolle Umgangston sollte nicht von der vermeintlichen Stellung abhängen.
Das sollte selbstverständlich sein?! Ja, sehe ich auch so.
Nicht, dass das hier falsch rüberkommt: Bekomme ich mit, dass Kund:innen sich respektlos gegenüber irgendeiner Mitarbeitenden verhalten, wird das Gespräch gesucht. Meist wird dann beschwichtigt und versichert, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Es gibt aber auch die Uneinsichtigen. Das sind meist Menschen, die sich selbst als hierarchisch höhergestellt einordnen würden. Mit anderen Worten selbst Chef sind oder es waren (oder es gern gewesen wären). Diese Personen bekommen dann eine Einladung sich und ihre Tiere gern anderweitig versorgen zu lassen.
Wir pflegen in meiner Praxis einen respektvollen Umgang unabhängig von der Position. Daher lasse ich mich garantiert nicht auf Gespräche à la „es sind ja nur Angestellte“ ein. Ebenso bringt es nichts meine Angestellten als überempfindlich darstellen zu wollen. Denn ICH weiß, dass meine Praxis nur funktionieren kann, wenn meine Mitarbeitenden sich auf ihre Arbeit konzentrieren können und Spaß bei der Arbeit haben.
Unser Job ist anstrengend und eine vollgepackte Woche schlaucht ganz ordentlich. Zusätzlichen Stress durch Respektlosigkeiten kann niemand gebrauchen!
Natürlich ist das kein Phänomen, was nur in der Tiermedizin vorherrscht. Deswegen an alle: Bleibt respektvoll und wertschätzend!

Danke an das absolute Gros unserer Kund:innen, die wertschätzend und respektvoll mit dem gesamten Tier agieren ❣️

Und das größte DANKE geht an alle TFAs (MFAs, ZFAs, Einzelhandelskauffrauen,…) aber vor allem an die Besten die TFAs Julia, Sabrina, Jana, Sophie, Michelle, Leonie und Nina, die mir und uns den Rücken freihalten, Spaß bei der Arbeit behalten und einen so guten Job machen! Ich bin stolz auf Euch und froh, dass es Euch gibt❤️‍🔥

Eure Johanne Bernick

Dr. Susanne Fleck wird ab Januar in der Praxis arbeiten. Sie kann auf eine tolle Vita zurückblicken und wird eine Bereic...
29/12/2024

Dr. Susanne Fleck wird ab Januar in der Praxis arbeiten. Sie kann auf eine tolle Vita zurückblicken und wird eine Bereicherung fürs Team sein

Falls jemand was sieht oder hört.
09/11/2024

Falls jemand was sieht oder hört.

KATZE IST WIEDER ZU HAUSE!!! DANKE FÜR TEILENDiese junge Katze wurde in Breunsberg gefunden. Sie hat keine Kennzeichnung...
22/10/2024

KATZE IST WIEDER ZU HAUSE!!! DANKE FÜR TEILEN

Diese junge Katze wurde in Breunsberg gefunden. Sie hat keine Kennzeichnung!!!!
Kennt sie jemand?

Wie zu erwarten war kommt die Staupe näher…
10/10/2024

Wie zu erwarten war kommt die Staupe näher…

📍 Bei unseren Nachbarn im Landkreis Gießen wurde in der Gießener Gemeinde Reiskirchen das - bei einem Fuchs nachgewiesen. „Besonders für junge Hunde kann das Staupe-Virus tödlich sein. Wir empfehlen deshalb allen Halterinnen und Haltern dringend, ihre Tiere impfen zu lassen“, sagt Dr. Giuseppe Bosco, Leiter unseres Veterinäramtes.

🦠 Das Virus verteilt sich schnell unter Wildtieren. Insbesondere Füchse, Dachse, Marder oder Waschbären übertragen es. Weitergegeben wird es über Tröpfcheninfektion. Für Hunde besteht die größte Infektionsgefahr, wenn sie mit Ausscheidungen eines infizierten Wildtieres in Berührung kommen. Die Impfung gegen Staupe ist der einzige Weg, um Hunde und Katzen zu schützen.

ℹ Die Staupe- gehört in Deutschland zu den Standardimpfungen für Hunde. Wer sich unsicher ist, ob sein Tier gegen Staupe geimpft ist beziehungsweise ob der Impfschutz noch besteht, sollte den Impfausweis des Tieres überprüfen oder sich von seinem Tierarzt oder seiner Tierärztin beraten lassen und die Impfung gegebenenfalls nachholen.
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Adresse

Aschaffenburger Straße 11
Johannesberg
63867

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 12:00
16:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 12:00
16:00 - 19:00
Mittwoch 09:00 - 12:00
16:00 - 19:00
Donnerstag 09:00 - 12:00
16:00 - 19:00
Freitag 09:00 - 12:00
16:00 - 19:00
Samstag 10:00 - 12:00

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+49602141650

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