Creahof - Kompetenzzentrum für Hunde & Katzen

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Ernährung & HungerViele Hunde haben heute ständig irgendetwas im Magen und wirken trotzdem nie richtig zufrieden.Hier ei...
26/05/2026

Ernährung & Hunger

Viele Hunde haben heute ständig irgendetwas im Magen und wirken trotzdem nie richtig zufrieden.
Hier ein Leckerchen, da etwas Kauzeug, zwischendurch Snacks, dazu Futtermittel mit viel Reis, Kartoffeln oder großen Mengen Gemüse, weil das erstmal gesund klingt und das schlechte Gewissen beruhigt.
Der Futterbeutel oder Napf war voll und trotzdem läuft der Hund schon wieder suchend durch die Küche.
Das Problem ist oft nicht die Menge an Futter. Viel entscheidender ist, was der Körper daraus überhaupt machen kann.
Viele Hunde bekommen genügend Kalorien, aber wenig wirklich hochwertige tierische Proteine und damit nicht die Bausteine, die der Körper eigentlich braucht.
Stattdessen wird immer mehr „leichtes“ Zeug gefüttert, weil man Angst vor Protein oder Fett hat oder weil überall erzählt wird, viel Fleisch sei problematisch. Eine interessante und ehrlich gesagt ziemlich belustigende Aussage über einen Beutegreifer, der biologisch eigentlich nie dafür gedacht war, sich hauptsächlich von Kartoffeln und Reis zu ernähren. Der Hund ist eben doch kein Meerschweinchen geworden, auch wenn wir das manchmal gerne hätten.
Dabei sättigen hochwertige tierische Proteine deutlich nachhaltiger als große Mengen schneller Kohlenhydrate.
Und ja, der Hund darf nach dem Fressen auch einfach mal satt sein. Das scheint heute manchmal fast ein revolutionärer Gedanke zu sein.
Dazu kommt noch etwas anderes:
Der Hund ist biologisch darauf ausgelegt, größere Mengen aufzunehmen und danach zu verdauen und zur Ruhe zu kommen. Kleine Portionen über den ganzen Tag verhindern genau das bei vielen Hunden.
Natürlich gibt es Ausnahmen. Welpen oder kranke Hunde brauchen manchmal etwas anderes.
Aber bei gesunden erwachsenen Hunden sorgt dieses dauernde „hier noch ein bisschen“ eher für Unruhe als für sinnvolle Ernährung.
Interessant wird es oft erst dann, wenn hochwertiger gefüttert wird, der Hund wieder vernünftige Proteine bekommt und das Verdauungssystem überhaupt die Chance hat, sauber zu arbeiten.

Petra Botte

Glen’s TagebuchPetra hat sich in der letzten Woche ziemlich viel mit Zecken beschäftigt.Motiviert wurde sie übrigens von...
24/05/2026

Glen’s Tagebuch

Petra hat sich in der letzten Woche ziemlich viel mit Zecken beschäftigt.

Motiviert wurde sie übrigens von dem bevorstehenden Hundeurlaub und von euch, weil ständig gefragt wird, welches Mittel jetzt wirklich sinnvoll ist und was tatsächlich schützt.

Ein unglaublich langweiliges Thema, wenn ihr mich fragt.
Sie hat Studien gelesen, Beipackzettel gewälzt und sich durch alles gearbeitet, was man über Zeckenschutz so finden kann. Wer das genauer wissen möchte: Dazu gab es gestern schon einen ziemlich langen Beitrag.
Ich persönlich finde ja, dass mir so ein Bernsteinkettchen optisch hervorragend stehen würde. Schwarz-gelb wäre schon ziemlich schick. Petra behauptet allerdings, ich sei keine Prinzessin und außerdem würde das gegen Zecken ungefähr so viel helfen wie höfliches Anschauen.

Seitdem sie dann auch noch die Zecke im Skizzenbuch gemalt hat, ist das Thema endgültig eskaliert.
Ab Dienstag bekomme ich jetzt ein Zeckenhalsband. Rechtzeitig bevor wir in die Lüneburger Heide fahren. Die Dinger brauchen nämlich ein paar Tage Vorlauf, damit sich der Wirkstoff vernünftig über Haut und Fell verteilen kann.
Das läuft über den Fettfilm der Haut. Deshalb macht es auch einen Unterschied, ob ein Hund ständig mit Shampoo gebadet wird oder ob Haut und Fell halbwegs in Ruhe gelassen werden.
Ich gehe zwar schwimmen, aber gebadet werde ich praktisch nie. Mit Shampoo wurde ich in meinem ganzen Leben genau einmal gewaschen, da hatte ich mich als Junghund in Fuchskot gewälzt.
Mein Fell darf ansonsten einfach Hund sein.
Bei uns Hunden beeinflusst die Ernährung Hautgesundheit, Talgproduktion, Fellqualität und auch das Hautmikrobiom. Und genau diese Faktoren haben wiederum Einfluss darauf, wie ein Hund riecht.
Wir haben uns mit dem Thema tatsächlich ziemlich intensiv beschäftigt und dabei taucht immer wieder ein spannender Punkt auf:
Es gibt Hunde, die scheinbar jede Zecke einsammeln und andere, die deutlich seltener betroffen sind. Woran das genau liegt, weiß man bisher nicht sicher.
Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass Hautgeruch, Hautmikrobiom, Stoffwechsel und die allgemeine Haut- und Fellgesundheit dabei eine Rolle spielen könnten. Die wissenschaftliche Datenlage dazu ist momentan noch eher dünn, aber diskutiert wird das Thema durchaus.
Deshalb könnte es durchaus sein, dass Ernährung, Fellpflege und ein gesunder Fettfilm der Haut zumindest einen gewissen Einfluss darauf haben, wie attraktiv ein Hund für Zecken ist.

Einen vernünftigen Zeckenschutz ersetzt das natürlich trotzdem nicht!

Petra besteht deshalb darauf, dass ich das Halsband schon ein paar Tage trage, bevor wir überhaupt im Zeckengebiet ankommen.

Darauf freue ich mich übrigens sehr. Nicht auf das Halsband. Auf die Lüneburger Heide.
Wir fahren jedes Jahr mit einer kleinen Gruppe in den Hundeurlaub. Dieses Mal sind wir elf Menschen und zehn Hunde. Die meisten kenne ich schon lange und viele davon finde ich ziemlich großartig.
Petra und ich fahren übrigens schon früher los, weil wir vorher noch einen Kumpel von mir besuchen, der hier weggezogen ist. Danach muss Petra noch zu irgendeinem Seminar. Da darf ich natürlich mit. Ich liege dann den ganzen Tag im kühlen Seminarraum unter dem Tisch und schlafe. Für mich ist das meistens ziemlich langweilig. Aber Petra ist eben kein Hund und muss manche Dinge erst noch lernen.

Zeckenschutz beginnt übrigens nicht erst mit meinem neuen Halsband.
Ich muss nicht jeden Tag durchs hohe Gras jagen. Heute Morgen waren wir schon um sechs Uhr auf unserem Hundeabenteuerspielplatz unterwegs. Da gibt es jede Menge Verstecke, Röhren, Holzstapel und viele Möglichkeiten, tolle Sachen zu suchen. Kurze Wiese, wenig Risiko und trotzdem eine richtig gute Jagd.
Im hohen Gras ist die Gefahr, sich Zecken einzusammeln, einfach deutlich größer. Und auch am Wegesrand sitzen die kleinen Mistviecher oft genau da, wo Hunde ständig mit Nase, Brust oder Beinen entlangstreifen.

Wenn wir gemeinsam unterwegs sind, bleibe ich deshalb einfach aus den Grünstreifen raus.

Und wenn wir doch durchs hohe Gras arbeiten, kommt danach das, was Petra „Versorgungsverhalten“ nennt.

Ich nenne es Zwangskuscheln.

Dann werde ich einmal komplett auf links gedreht. Ohren, Achseln, Bauch, Pfoten, alles wird kontrolliert. Zu Hause in Ruhe kann ich das manchmal sogar genießen, aber draußen vor Publikum finde ich diese Kontrollaktionen eher würdelos.
Aber manchmal ist das, was Petra sagt, eben Gesetz und an Regeln halte ich mich normalerweise ziemlich vernünftig.

Die Temperaturen diese Woche fand ich übrigens erst richtig gut. Diese 10 bis 15 Grad waren perfekt. Da hatte ich richtig Lust zu jagen. Aber sobald es Richtung 25 Grad geht, reicht es mir.

Heute wird es wieder warm. Für mich bedeutet das: Fenster zu, im kühlen Lederkorb liegen und möglichst wenig Bewegung.

Wenn Petra schlau ist, setzt sie sich später einfach mit in die kühle Scheune. Da ist es angenehm kühl und ich würde mich wahrscheinlich dazulegen. Vielleicht stellt sie mir sogar noch das Planschbecken hin. Dann gehe ich vielleicht auch noch ein bisschen ins Wasser.

Ansonsten mache ich heute nichts mehr.

Außer schlafen.

Das reicht mir bei dem Wetter völlig.

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag.

Euer Glen

ZeckenzeitUnd damit auch wieder:Bernsteinketten, Kokosöl und sämtliche „natürlichen Geheimtipps“, die angeblich alles lö...
23/05/2026

Zeckenzeit

Und damit auch wieder:
Bernsteinketten, Kokosöl und sämtliche „natürlichen Geheimtipps“, die angeblich alles lösen sollen.
Die schlechte Nachricht:
Für die meisten dieser Dinge gibt es bis heute keinen belastbaren wissenschaftlichen Nachweis für einen zuverlässigen Schutz gegen Zecken.
Ja, Kokosöl kann funktionieren.
Wenn man den Hund so dick einschmiert, dass die Zecke ausrutscht.
Und die Bernsteinkette wirkt vermutlich dann zuverlässig, wenn die Zecke versehentlich zwischen zwei Steinchen gerät und dabei zerquetscht wird.
Klingt lustig.
Ist wissenschaftlich aber leider ungefähr genauso belastbar.
Wenn man ehrlich auf die Datenlage schaut, bleiben am Ende im Wesentlichen drei Gruppen übrig:
systemische Präparate wie Tabletten, Spot-ons und antiparasitäre Halsbänder.
Genau diese Mittel sorgen regelmäßig für Diskussionen.
Denn natürlich sind auch diese Präparate nicht völlig harmlos. Sie wirken gegen Parasiten, weil sie biologisch aktiv sind. Deshalb können, wie bei vielen wirksamen Medikamenten, auch Nebenwirkungen auftreten.
Tabletten wirken systemisch. Die Zecke muss zuerst beißen und nimmt dann den Wirkstoff auf.
Spot-ons und bestimmte Halsbänder arbeiten zusätzlich repellierend. Die Zecke soll möglichst schon vor oder kurz nach dem Kontakt abgeschreckt werden.
Aber nicht jedes Präparat passt zu jedem Hund. Manche Hunde bringen Vorerkrankungen mit, manche reagieren empfindlicher auf bestimmte Wirkstoffe und eine Katze im Haushalt kann plötzlich zum echten Problem werden, weil einige Wirkstoffe für Katzen hochtoxisch sind, obwohl sie beim Hund problemlos eingesetzt werden dürfen. Auch kleine Kinder spielen bei solchen Entscheidungen natürlich mit hinein.
Genau deshalb gehört diese Entscheidung am Ende zum Tierarzt und nicht zu Facebook, Instagram, TikTok oder irgendwelchen selbsternannten „natürlichen Zeckenexperten“.

Die eigentliche Frage ist am Ende nämlich nicht, ob „Chemie böse“ ist. Sondern:
Was richtet eine Zecke möglicherweise an?
Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose sind keine Kleinigkeit und können teilweise schwere Erkrankungen mit langfristigen Folgen verursachen.
Nach meiner persönlichen Erfahrung sind freiverkäufliche „sanfte Alternativen“ am Ende oft vor allem eins: beruhigend für den Menschen, aber kein verlässlicher Schutz für den Hund.

Bild und Text: Petra Botte

Quellen:
CDC – Lyme Disease Transmission
ESCCAP Europa – Parasitenkontrolle bei Hund und Katze
FDA – Isoxazoline & mögliche Nebenwirkungen
WSAVA Global Guidelines
Peer-reviewed Studien zu Tick-borne Diseases und Antiparasitika

Sommerveranstaltungen mit HundMit deinem Hund unterwegs sein und einfach mal raus aus dem Alltag.Nicht für ein starres P...
23/05/2026

Sommerveranstaltungen mit Hund

Mit deinem Hund unterwegs sein und einfach mal raus aus dem Alltag.

Nicht für ein starres Programm.
Nicht für Dauerbespaßung.
Sondern für gemeinsame Zeit, neue Situationen, Ruhe, Wasser, Begegnungen und das, was euch als Team weiterbringt.

Genau darum geht es in unseren Sommerveranstaltungen.

🔸 Campingwochenende Odersbach
26.06. – 28.06.
Freitag ab 17 Uhr bis Sonntag ca. 16 Uhr

Ein gemeinsames Campingwochenende mit Hund. Tagsüber ans Wasser, gemeinsam mit den Hunden schwimmen, Stand up Paddling, kleine Aufgaben, zusammensitzen, grillen und vor allem einfach mal runterkommen. Kein fester Ablauf, sondern ein Wochenende, das sich danach richtet, was du und dein Hund gerade brauchen.

Die Plätze auf der Wiese werden direkt über uns organisiert und mit dem Campingplatz abgerechnet.

🔸 Arbeitswochenende Hüttenmühle Hillscheid
24.07. – 26.07.
Freitag ab 17 Uhr bis Sonntag ca. 16 Uhr

Die Hüttenmühle in Hillscheid bietet uns eine wunderschöne Anlage mit Hotelzimmern und Wohnmobilstellplätzen direkt vor Ort.

Dieses Wochenende wird intensiver. Ruhe, Begegnungen und gemeinsames Arbeiten mit deinem Hund stehen hier deutlich mehr im Mittelpunkt. Ob wir direkt vor Ort arbeiten oder gemeinsam Richtung Koblenz beziehungsweise Andernach fahren, entscheiden wir passend zur Gruppe und zu dem, was gerade gebraucht wird.

Dieses Arbeitswochenende findet bewusst in kleiner Gruppe statt.

🔸 Campingwochenende Odersbach 299 € pro Team
🔸 Arbeitswochenende Hillscheid 350 € pro Team
🔸 Unterkunft, Verpflegung und Campingkosten sind nicht im Preis enthalten
🔸 Zweiter Hund und Begleitperson werden gesondert berechnet
🔸 Begrenzte Plätze
🔸 Anmeldung direkt über uns

Heute mal kein großer Fachtext.Während heute Abend wieder Unterricht läuft, wird tagsüber erstmal der Hof vorbereitet.Ra...
22/05/2026

Heute mal kein großer Fachtext.
Während heute Abend wieder Unterricht läuft, wird tagsüber erstmal der Hof vorbereitet.
Rasen mähen, Zäune freischneiden, Wiesen in Schach halten … hier ist immer irgendwo etwas zu tun.
Unter Aufsicht der Ponys natürlich 😄
So sieht Sommer auf dem Creahof aus.

Klartext – Welpen 🔥Die wichtigste Übung für viele Welpen ist nicht der Spaziergang. Die wichtigste Übung ist oft, einfac...
21/05/2026

Klartext – Welpen 🔥

Die wichtigste Übung für viele Welpen ist nicht der Spaziergang. Die wichtigste Übung ist oft, einfach mal mit dem Hund irgendwo zu sitzen. In einem Straßencafé, auf einer Parkbank, vor einem Geschäft oder irgendwo in der Stadt. Mit Zeit, mit viel Zeit, ohne den Welpen permanent zu beschäftigen und ohne ständig etwas von ihm zu wollen. Viele Welpen sind nicht unterfordert, sondern völlig überladen mit Eindrücken. Gerüche, Menschen, Menschen die permanent Kontakt aufnehmen wollen, Autos, Fahrräder, andere Hunde, Geräusche, Bewegungen und gleichzeitig soll der kleine Hund auch noch laufen, funktionieren und „alles kennenlernen“. Dabei braucht ein Welpe vor allem die Möglichkeit, diese Welt überhaupt erstmal in Ruhe wahrzunehmen.
Deshalb ist ruhiges Beobachten oft viel wertvoller als der nächste Spaziergang. Ein Welpe muss lernen, dass er nicht auf alles reagieren muss. Dass nicht jede Bewegung wichtig ist und dass nicht überall Aktion entsteht, nur weil etwas passiert. Er darf lernen, dass Welt einfach stattfinden kann, ohne dass ständig etwas von ihm erwartet wird.
Das bedeutet aber auch, sich wirklich Zeit zu nehmen. Nicht zehn Minuten sitzen, kurz einen Kaffee trinken und dann abhaken, weil es „gut geklappt“ hat. Sondern sitzen bleiben, bis der Hund wirklich zur Ruhe kommt. Vielleicht irgendwann einschläft. Und genau das immer wieder an unterschiedlichen Orten.
Ein gut sozialisierter Hund ist nicht der Hund, der überall mitmischt. Es ist der Hund, der gelernt hat, dass er sich entspannen kann, weil er nicht ständig in der Aufgabe ist.
Viele Hunde können später genau deshalb nicht abschalten, weil sie das nie wirklich lernen durften.

Soziale Markierung und Kuscheln sind bei Katzen nicht dasselbe. Genau das wird häufig missverstanden. Wenn eine Katze zu...
20/05/2026

Soziale Markierung und Kuscheln sind bei Katzen nicht dasselbe. Genau das wird häufig missverstanden. Wenn eine Katze zu uns kommt, ihren Kopf oder Körper an uns reibt, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie lange gestreichelt werden möchte. Häufig geht es erstmal darum, Duftstoffe zu verteilen und sozialen Kontakt herzustellen. Die Katze markiert damit Vertrautheit, Orientierung und Zugehörigkeit. Eigentlich wäre dieser Kontakt oft nach wenigen Sekunden schon wieder beendet. Der Mensch macht daraus dann allerdings häufig langes Streicheln oder Kuscheln und genau da kippt die Situation. Deshalb sieht man oft, dass eine Katze erst Kontakt sucht und kurze Zeit später mit Körperspannung, Schwanzbewegungen, einem Pfotenhieb oder Biss reagiert. Die Katze hat ihre Kommunikation dabei meistens gar nicht verändert. Der Mensch hat nur etwas anderes daraus gemacht.

katzenliebe

Viele Hunde stehen heute dauerhaft unter Strom.Zu wenig Ruhe, zu viele Reize, ständig Beschäftigung und dazu oft ein Fut...
19/05/2026

Viele Hunde stehen heute dauerhaft unter Strom.
Zu wenig Ruhe, zu viele Reize, ständig Beschäftigung und dazu oft ein Futter, das den Körper zusätzlich belastet.

Genau diese Kombination sieht man vielen Hunden irgendwann an. Das Fell verändert sich, die Haut wird empfindlicher, die Verdauung läuft nicht mehr rund und viele Hunde wirken dauerhaft unruhig.

Nur weil ein Hund Kohlenhydrate verwerten kann, bedeutet das noch lange nicht, dass große Mengen davon automatisch sinnvoll sind.
Der Hund hat sich über viele Jahre an das Leben mit dem Menschen angepasst und kann Stärke deutlich besser verdauen als ein Wolf. Trotzdem bleibt seine Biologie auf tierische Nahrung ausgelegt.
Genau deshalb lohnt sich oft ein genauer Blick auf die Zusammensetzung von Futtermitteln.
Viele günstige Futtersorten arbeiten mit hohen Mengen an Kohlenhydraten, weil sie billig Energie liefern und die Produktion einfacher machen. Gleichzeitig reagieren nicht wenige Hunde darauf mit Unruhe, Verdauungsproblemen oder dauerhaftem Stress im Körper.
Natürlich geht es dabei nie nur um einen einzelnen Bestandteil. Entscheidend ist immer die Gesamtzusammensetzung und wie gut der Hund das Futter überhaupt verarbeiten kann.

Deshalb setzen wir unter anderem auf aufgespaltene Eiweiße, eine hohe Verwertbarkeit und besonders schonende Verarbeitung bei niedrigen Temperaturen. Das entlastet den Körper und sorgt bei vielen Hunden überhaupt erst dafür, dass wieder Ruhe ins System kommt.

Führung ist kein Kommando.Führung ist ein Zustand.Ein Hund merkt sehr schnell, ob ein Mensch ihm wirklich Sicherheit geb...
18/05/2026

Führung ist kein Kommando.
Führung ist ein Zustand.

Ein Hund merkt sehr schnell, ob ein Mensch ihm wirklich Sicherheit geben kann. Nicht daran, wie laut jemand spricht, wie viele Kommandos benutzt werden oder ob ständig korrigiert wird, sondern daran, wie sich ein Mensch in Situationen verhält.
Wenn ich selbst nervös werde, unsicher bin oder Situationen nicht mehr handeln kann, merkt der Hund das sofort. Hunde beobachten uns permanent. Sie sehen, ob jemand ruhig bleibt, Entscheidungen trifft und die Situation wirklich im Griff hat.
Genau deshalb bringt es auch nichts, sich ständig in Situationen zu werfen, die man eigentlich gar nicht handeln kann.
Wenn zum Beispiel Hundebegegnungen schwierig sind, fange ich nicht mitten im Chaos an. Dann suche ich mir Situationen, die ich überblicken und kontrollieren kann. Abstand, Ruhe und Übersicht sind keine Schwäche, sondern oft der Anfang von Führung.

Viele Menschen möchten führen, merken aber gar nicht, dass der Hund längst angefangen hat, Entscheidungen zu übernehmen, weil der Mensch innerlich längst den Überblick verloren hat. Genau dann beginnt der Hund irgendwann, Situationen selbst zu regeln. Nicht, weil er „dominant“ ist, sondern weil irgendeiner die Situation regeln muss.

Und jedes Mal, wenn ein Hund erlebt, dass sein Mensch Situationen nicht halten kann, wird Orientierung schwieriger.
Deshalb bedeutet Führung für uns nicht, ständig etwas vom Hund zu wollen. Führung bedeutet, Sicherheit zu geben, Situationen einschätzen zu können und dem Hund einen Rahmen zu bieten, in dem er sich orientieren kann.

Genau das macht viele Hunde ruhiger.

Glen’s TagebuchZurzeit klingelt bei uns ständig das Telefon. Menschen suchen verzweifelt eine Hundepension für die Somme...
17/05/2026

Glen’s Tagebuch

Zurzeit klingelt bei uns ständig das Telefon. Menschen suchen verzweifelt eine Hundepension für die Sommerferien.

Ich sage euch: Es ist jedes Jahr das Gleiche.
Das ganze Jahr über dreht sich alles um „Schatzi“, „Mausi“ oder „Hasi“. Ob gut geschlafen wurde, ob noch ein Leckerchen gewünscht ist und ob der Hund auch wirklich glücklich ist. Petra guckt mich dann manchmal an und nennt mich provokativ auch „Schatzi-Mausi-Hasi-Pups“. Ich finde das eher mäßig würdevoll.

Und dann kommt plötzlich der Urlaub
und Schatzi muss irgendwo untergebracht werden.
Was viele Menschen dabei unterschätzen: Für uns Hunde bricht in so einem Moment oft der komplette Alltag weg. Die gewohnten Menschen verschwinden, die gewohnten Abläufe gibt es plötzlich nicht mehr und auf einmal lebt man mit fremden Hunden in einer Umgebung, die man sich nicht ausgesucht hätte.
Da riecht es nach Stress, nach Unsicherheit und oft auch einfach nach viel zu vielen Hunden auf engem Raum. Es ist laut, weil irgendwo immer ein Hund bellt oder jammert. Und dieser Stress steckt an. Ein Hund, der ständig kläfft, fühlt sich nicht wohl. Ein entspannter Hund ist ruhig, entspannt  und trotzdem sichtbar da.

Viele Hunde jammern, bellen, schlafen kaum oder versuchen einfach möglichst unsichtbar zu werden. Manche liegen nur irgendwo herum und hoffen, nicht aufzufallen. Andere rennen rum und kommen nicht zur Ruhe. 

Das Problem ist nicht unbedingt, dass sich niemand kümmern würde. Das Problem ist eher, dass vieles gar nicht mehr so laufen kann, wie die Hunde es gewohnt sind.

Zu Hause weiß ein Hund genau, wann er raus kann, wo sein Platz ist und wie sein Alltag funktioniert. In einer Pension fällt das oft komplett weg.

Manche Hunde halten Urin und Kot viel zu lange ein, weil sie sich in der fremden Umgebung nicht sicher genug fühlen. Andere schaffen es irgendwann nicht mehr und lösen sich plötzlich im Raum, obwohl sie das ihr ganzes Leben lang nicht getan haben, einfach weil ihre gewohnten Abläufe nicht mehr funktionieren.
Manche Machos müssen erst einmal überall ihre Anwesenheit über eine Markierung mitteilen und alles markieren was sie finden können. Für die anderen Hunde macht das die Situation nicht entspannter. Im Gegenteil. Der Druck im Raum wird dadurch oft noch größer.
Dann sollen Hunde plötzlich mit fremden Hunden klarkommen, die sie sich niemals ausgesucht hätten. Teilweise nur durch Zäune getrennt, ständig in Sichtweite, ständig unter Beobachtung. Oder ein zweiter Hund zieht einfach mit ins Zimmer ein, ohne dass ein Mensch ständig ein Auge drauf hat und es reguliert. Der aufdringliche Rüde belästigt den ganzen Tag die Hündin.
Und wenn dann noch ein Gewitter kommt und ein Hund davor panische Angst hat, ist er in vielen Pensionen mit dieser Angst ziemlich alleine.

Viele Hunde funktionieren dann einfach irgendwie. Das heißt aber noch lange nicht, dass es ihnen gut geht.

Selbst hier auf dem Creahof in unserem Internat, wo Hunde mit uns zusammen im Haus leben und möglichst normal am Alltag teilnehmen, fällt das manchen Hunden schwer. Obwohl wir normalerweise nicht mehr als zwei Gasthunde gleichzeitig aufnehmen und sehr genau schauen, wer überhaupt zusammenpasst.

Nicht jeder Hund darf einfach bei mir wohnen. Und ja, ich habe dabei durchaus ein Mitspracherecht, denn mein Leben soll sich dadurch schließlich nicht plötzlich schlecht anfühlen.

Hier geht es nicht darum, möglichst viele Hunde unterzubringen. Die Hunde leben mit uns zusammen. Manche dürfen sogar bei Petra und mir im Schlafzimmer schlafen.
Und wenn ein Hund Angst hat, kümmern wir uns auch darum. Wenn Gewitter angekündigt sind, achten Petra und Norbert darauf, dass jemand bei den Hunden ist. Hier soll niemand mit Panik alleine sein. Und ja, manchmal sitzt Petra dann nachts mit einem Hund im Arm irgendwo im Schlafzimmer, bis er wieder schlafen kann.
Und trotzdem gibt es Hunde, die anfangs jammern, nachts schlecht schlafen oder große Probleme damit haben, ihre Menschen nicht kontrollieren zu können.
Deshalb kommen viele Hunde vorher erstmal stundenweise, um hier die Abläufe kennenzulernen und die Erfahrung zu machen, dass ihr Mensch immer wiederkommt. Gleichzeitig können wir feststellen, ob ihnen das Zusammenleben mit uns wirklich guttut.

Für mich wäre eine klassische Hundepension übrigens nichts. Wenn Petra mal ohne mich weg muss, bleibt mein Zuhause gleich und ein sehr guter Freund, den ich sehr gut kenne, zieht hier ein. Außer dass Petra nicht da ist, ändert sich für mich nicht viel. Ich schlafe weiter in meinem Korb, bekomme jeden Tag meine Jagd und mache tolle Ausflüge.

Das macht für uns Hunde einen riesigen Unterschied.

Vielleicht sollte man sich vor dem Urlaub nicht nur fragen, ob irgendwo noch ein Platz frei ist.
Sondern ob der eigene Hund sich dort wirklich wohlfühlen kann. Und nicht aus Menschensicht, sondern aus Hundesicht.

Die beste Lösung ist, wenn der Hund einfach mit darf. Ich habe Glück, ich darf Petra begleiten! In ein paar Tagen geht es für uns schon wieder los. Wir fahren mit anderen Menschen-Hund- Teams in den Hundeurlaub.

Unser Mitbewohnerkalender ist übrigens bis Ende Oktober voll. Sich gerade für ein Casting bei mir zu bewerben, macht also eher wenig Sinn.

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag.

Euer Glen

Adresse

WolfshovenerStr. 97
Jülich
52428

Öffnungszeiten

Dienstag 16:00 - 20:00
Mittwoch 09:00 - 12:00
16:00 - 20:00
Donnerstag 09:00 - 12:00
16:00 - 20:00
Freitag 09:00 - 13:00
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Samstag 09:30 - 14:00

Telefon

024619365610

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