02/02/2026
Krankenversicherung oder Sparen?
Genau diese Frage lese ich täglich in Katzengruppen auf Facebook.
Es ist schön zu sehen, dass sich viele Besitzer Gedanken darüber machen, wie sie Ihren Liebling für den Krankheitsfall am besten absichern können.
Auf der Suche nach DER Antwort, bilden sich in den Kommentaren dann meistens zwei Lager. Einmal die Verfechter der Tierkrankenversicherung gegen das Sparlager.
Jetzt könnte ich lang die Pros und Contras beider Möglichkeiten aufführen, aber ich kürze es etwas ab (dann kann der Text danach umso länger werden ;-) ).
Für mich die einzigen Punkte, die fürs Sparen sprechen:
1. Ich habe eh genügend Knete auf der Bank, sodass mich der Gedanke an eine finanzielle Notlage im Falle einer medizinischen Versorgung meiner Katze nicht zum nervlichen Wrack macht.
2. Meine Katze ist zu alt und/oder schon zu krank, sodass ich keine Versicherung mehr bekomme.
3. Es besteht lediglich/zumindest eine OP-Versicherung für die Katze.
In allen anderen Fällen, empfehle ich den Leuten, eine Tierkrankenversicherung abzuschließen.
Ja, die sind teuer, vor allem die Pakete mit allem Drum und Dran. Und ja, natürlich muss man genau vergleichen, welche Versicherungen was für Leistungen erbringen.
Aber es sind kalkulierbare monatliche Kosten.
Ich habe mal einen schönen Satz unter einem Post gelesen: Wenn du dir eine Krankenversicherung nicht leisten kannst, kannst du dir keine erst recht nicht leisten.
Der bringt das Dilemma nämlich auf den Punkt.
Mich macht der Gedanke daran, dass sich Leute wegen der Tierarztkosten keine Katze leisten können, traurig. Aber es ist die Realität. Tierhaltung ist teuer, vor allem die medizinische Versorgung. Und das schon, wenn es sich nicht einmal um eine schwere Krankheit oder große OP handelt.
Im letzten Jahr war bei "meinem" Verein immer häufiger zu lesen: ,,Wir haben eine neue Katze aufgenommen, die beim Tierarztbesuch direkt an uns abgetreten wurde, weil die Besitzer die Kosten der Behandlung nicht übernehmen konnten."
Natürlich ist es wie mit allen Versicherungen, es gibt "Gewinner" und "Verlierer". Manche profitieren enorm davon, während andere einzahlen und nie einen Schadenfall haben.
Vier von sechs meiner Katzen haben eine Krankenvollversicherung. Bei meinen Oldies habe ich mir tatsächlich zu spät Gedanken darüber gemacht. Und mich entspannt es ungemein, dass ich bei Bedarf einfach mit der Katze zum Arzt fahre kann in dem Wissen, dass bis zum Ende des Monats (oder des Jahres, je nach Höhe der Rechnung) nicht nur trockene Nudeln mit Ketchup auf dem Tisch landen werden.
Aus Spaß habe ich mal zusammengerechnet.
Im Jahr 2025 habe ich 5.784,15 EUR für alle sechs Katzen an Tierarztkosten und Medikamenten ausgegeben. Physiotherapie und notwendige Nahrungsergänzung habe ich hierbei außen vor gelassen. Und nein, das ging prozentual nicht hauptsächlich auf die Senioren, sondern hat sich gleichmäßig auf alle Altersgruppen verteilt. Und nein, es waren keine großen, notfallmäßigen OPs dabei. Einfach die Standarddinger: Impfen, Blutbilder, hier und da ein paar Wehwehchen, Zahnsanierungen usw.
Ich möchte auf niemandem rumhacken, der sich fürs Sparen oder sonst wie entschieden hat, um die entstehenden Tierarztkosten zu stemmen. Knatschig werde ich lediglich, wenn den Tieren notwendige Untersuchungen verwehrt bleiben, weil man es sich nicht leisten kann und man sich nicht rechtzeitig Gedanken darüber gemacht hat.
In dem Sinne wünsche ich euren Plüschis beste Gesundheit
Eure Nadine