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fellows Hundeschule

03/09/2026

Wenn der Rüde plötzlich nur noch Nase ist … 👃🐕‍🦺

Trifft ein intakter Rüde auf den Geruch einer läufigen – insbesondere paarungsbereiten – Hündin, kann sein Sexualverhalten ordentlich Fahrt aufnehmen. Geruchsinformationen werden intensiv verarbeitet, die Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf die Hündin und andere Reize können deutlich an Bedeutung verlieren.

Was wir dann sehen können: intensives Schnüffeln, Markieren, Unruhe, Fiepen, vermehrtes Lecken, Aufreiten, Suchverhalten, schlechtere Ansprechbarkeit oder den starken Wunsch, der Geruchsspur zu folgen.

Und genau hier wird es für manche Rüden schwierig: Sie müssen mit einer hohen inneren Motivation umgehen, ohne diese ausleben zu können. Das kann Erregung und Frustration deutlich erhöhen und sich auch noch eine Weile auf Verhalten, Konzentration und Ruhe auswirken.

Deshalb ist ein Rüde in solchen Situationen nicht plötzlich „unerzogen“ und hat auch nicht über Nacht seinen Rückruf vergessen. Sein Gehirn beschäftigt sich gerade schlicht mit etwas, das biologisch eine ziemlich hohe Relevanz besitzt.

Das bedeutet nicht, dass wir ihn einfach machen lassen – aber es bedeutet, dass wir sein Verhalten verstehen, sinnvoll managen und unsere Erwartungen der Situation anpassen sollten.

Denn manchmal ist die heiße Nachbarshündin im Kopf einfach deutlich lauter als wir. 😅🐾

03/09/2026

Manchmal frage ich mich wirklich, wann Hundetrainer zum Trendberuf Nr. 1 geworden ist.😅

Gefühlt sprießen neue Trainer wie Pilze aus dem Boden – und ich weiß nicht so recht, ob ich das noch amüsant oder zunehmend bedenklich finden soll.

Social Media trägt sicherlich seinen Teil dazu bei. Dort entsteht schnell das romantische Bild: „Ich liebe Hunde, möchte etwas Sinnvolles machen und Menschen helfen.“ Klingt nach Berufung, Naturverbundenheit und einem ziemlich schönen Job.

Dazu kommen inzwischen unzählige Petfluencer und Hunde-Accounts, auf denen Trainingstipps und Verhaltenseinschätzungen vermittelt werden, obwohl dahinter nicht zwangsläufig eine fundierte fachliche Ausbildung steht. Manchmal basiert die vermeintliche Expertise vor allem auf der Erfahrung mit den eigenen Hunden.

Und genau da verschwimmen die Grenzen: Reichweite wird mit Kompetenz verwechselt, persönliche Erfahrung mit Fachwissen und ein gut laufender Kanal mit beruflicher Qualifikation.

Nur: „Ich mag Hunde und möchte Menschen helfen“ ist noch keine berufliche Qualifikation. Und es hilft einem herzlich wenig, wenn plötzlich der aggressive Familienhund mit ernsthaftem Angriffspotenzial und gefletschten Zähnen vor einem steht.

Dann braucht es Fachwissen, Erfahrung, Menschenkenntnis, Risikoeinschätzung und die Fähigkeit, die eigenen fachlichen Grenzen zu erkennen.

Dazu gehört auch, sich kontinuierlich fortzubilden, das eigene Wissen kritisch zu hinterfragen und weit über den Tellerrand der ursprünglichen Ausbildung hinauszuschauen.

Und wenn wir gleichzeitig immer häufiger mit massiv problematischem oder aggressivem Verhalten konfrontiert werden, darf man durchaus die unbequeme Frage stellen: Welche Rolle spielt eigentlich die Qualität der fachlichen Begleitung auf dem Weg dorthin?

Denn wer Entwicklungen falsch einschätzt oder mit ungeeigneten Maßnahmen daran arbeitet, kann Probleme schlimmstenfalls noch verschärfen.

Hundetraining ist kein romantisches „Ich mache jetzt was mit Hunden.“

Es ist ein anspruchsvoller Beruf mit verdammt viel Verantwortung – für beide Enden der Leine.🐾

01/09/2026

Warum müssen wir uns eigentlich immer noch erklären, wenn wir keinen Kontakt zwischen unserem Hund und einem fremden Hund möchten?
Die Vorstellung, zwei Hunde würden bei einer Begegnung automatisch „schön miteinander spielen“, hält sich hartnäckig. Dabei findet zwischen fremden Hunden zunächst vor allem soziale Kommunikation statt: Der andere wird eingeschätzt, Individualdistanz ausgehandelt, Grenzen werden kommuniziert und gegebenenfalls auch soziale Positionen geklärt.
Und nicht alles, was nach Rennen, Jagen oder wildem Hin und Her aussieht, ist automatisch Spiel. Echtes Sozialspiel braucht unter anderem Freiwilligkeit, Rollenwechsel, Pausen und die Möglichkeit, die Interaktion zu verlassen.
Soziale Kompetenz bedeutet außerdem nicht, mit möglichst vielen fremden Hunden Kontakt haben zu wollen. Auch Abstand halten, Grenzen respektieren und Konflikten ausweichen zu können, ist soziale Kompetenz.
Mein Hund braucht deshalb nicht jeden Hund kennenzulernen. Und ein „Nein, heute kein Kontakt“ sollte vollkommen ausreichen – ohne dass man sich dafür rechtfertigen muss. 🐾

01/09/2026

Viele Menschen kommen zu uns ins Erstgespräch, weil sie die sichtbaren Probleme ihres Hundes längst erkannt haben: Er bellt, pöbelt an der Leine, reagiert auf andere Hunde oder Menschen oder lässt sich in bestimmten Situationen kaum noch ansprechen.

Und nicht selten sitzt dabei auch ein Stück Scham mit am Tisch.

Weil man draußen schon blöd angesprochen wurde. Weil andere Menschen nur sehen, was der Hund in diesem Moment tut – und den Halter gleich mitbewerten. Ohne zu wissen, warum dieser Hund überhaupt an diesem Punkt angekommen ist.

Dabei ist genau das der Grund, warum es bei uns nicht darum geht, nur das offensichtliche Verhalten „wegzutrainieren“.

In der Erstanamnese schauen wir genauer hin: Wie ist dieses Verhalten entstanden? Welche Entwicklung liegt dahinter? Was hält es heute aufrecht? Und wo müssen wir tatsächlich ansetzen, damit sich langfristig etwas verändern kann?

Denn das, was draußen sichtbar wird, ist häufig nur die Spitze des Eisbergs.

Und wer sich Unterstützung sucht, weil er merkt, dass etwas nicht gut läuft, muss sich dafür ganz sicher nicht schämen. Im Gegenteil: Genau da beginnt Veränderung.🤎🐾

01/09/2026

Es gibt Hunde, die durchaus Spaß daran haben, andere Hunde gezielt zu provozieren und eine Reaktion bei ihnen auszulösen.

Das kann man auch im Gruppentraining beobachten: Ein Hund nimmt sich beispielsweise einen Stock, kaut demonstrativ darauf herum – und schaut dabei immer wieder ganz gezielt zu einem bestimmten Artgenossen. Gerade wenn dieser auf Ressourcen schnell reagiert, kann daraus eine Dynamik entstehen, bei der es gar nicht mehr um den Stock selbst geht, sondern um die Reaktion des anderen Hundes.

Solche Situationen können für einen Hund durchaus verstärkend sein: Er erlebt, dass er Einfluss auf sein Gegenüber nehmen, Grenzen testen oder sein Standing unter Artgenossen unterstreichen kann.

Deshalb ist es so wichtig, den eigenen Hund im Blick zu behalten: Wo ist seine Aufmerksamkeit? Wen schaut er an? Sucht er gezielt Kontakt? Präsentiert er etwas und wartet regelrecht auf eine Reaktion?

Solche Dynamiken sollten frühzeitig unterbrochen werden – bevor ein Konflikt entsteht und der Hund immer wieder Erfolg mit dieser Strategie hat.

Denn auch im sozialen Miteinander gilt: Was sich lohnt, wird häufiger gezeigt.

Hast du schon einmal beobachtet, dass dein Hund ganz gezielt versucht, bei einem Artgenossen eine Reaktion auszulösen? 👀🐾

Teile den Beitrag gerne, um auch andere Hundehalter für solche feinen sozialen Dynamiken zu sensibilisieren. 🤎

31/08/2026

Auch wir Trainer leben manchmal von Wiederholungen😉

# hundetraining

31/08/2026

Es gibt so Sätze, die kann man einfach nicht mehr hören.

Welche stehen auf deiner Liste?

29/07/2026

Adresse

Hagener Straße 139
Iserlohn
58642

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