27/10/2026
Gut gemeint ist nicht immer gut verknüpft! 🐾
Im Hundetraining kommt es nicht nur darauf an, DASS wir belohnen, sondern vor allem darauf, WANN und WAS unser Hund dabei tatsächlich lernt.
Dieses Beispiel mit der Bürste zeigt, wie schnell wir unbeabsichtigt etwas anderes verknüpfen können, als wir eigentlich möchten.
Bekommt der Hund sein Futter erst, wenn die möglicherweise unangenehme Bürste verschwindet, kann er lernen: Erst wenn die Bürste weg ist, passiert etwas Schönes.
Dabei möchten wir doch das Bürsten selbst positiv verknüpfen!
Deshalb machen wir es anders: Die Bürste ist am Körper, während gleichzeitig etwas Angenehmes passiert. Verschwindet die Bürste, endet auch die Futtergabe.
Aber positive Verknüpfung bedeutet nicht, dass der Hund alles über sich ergehen lassen muss!
Zeigt er Unbehagen, weicht aus oder möchte die Situation verlassen, respektieren wir das und passen unser Vorgehen an.
Noch ein kleiner Hinweis zu Potter: ❤️
Vielleicht fällt dir auf, dass er beim Bürsten zwischendurch zusammenzuckt. Das liegt nicht daran, dass er Bürsten grundsätzlich unangenehm findet. Potter hat momentan leider Beschwerden am Bewegungsapparat und reagiert deshalb auf manche Berührungen besonders sensibel.
Auch das gehört zu verantwortungsvollem Training: den Hund als Ganzes betrachten, körperliche Befindlichkeiten berücksichtigen und seine Grenzen respektieren.
Denn unser Ziel ist nicht, dass ein Hund etwas einfach nur aushält, sondern dass er sich dabei möglichst wohlfühlt und freiwillig kooperiert.
Entscheidend ist nicht, was wir glauben zu belohnen, sondern was unser Hund tatsächlich daraus lernt!
Lernverhalten