Mit Hunden sein - Eva Windisch - Freundschaft statt Erziehung

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Freundschaft statt Erziehung

Wir gehen an einem sonnigen Tag auf einem unserer Panoramawege spazieren, und ein Hundehalter mit einem großen Hund komm...
31/05/2026

Wir gehen an einem sonnigen Tag auf einem unserer Panoramawege spazieren, und ein Hundehalter mit einem großen Hund kommt uns entgegen. Der Hundehalter hält die Leine sehr kurz, direkt am Halsband und herrscht seinen Hund während er an uns vorbeigeht die ganze Zeit an: „NEIN! NEIN! NEIN!“
Was lernt der Hund, der wirklich gar nichts Auffälliges gemacht hat, daraus?

Richtig – gelassen anderen Hunden vorbeigehen ist unerwünscht. An anderen Hunden vorbeigehen ist für meinen Menschen sehr stressig.

Es ist völlig absurd den Hund vorsorglich mit NEIN! zu maßregeln, nur weil er ein angebliches Fehlverhalten machen könnte.

Ein Hund lebt im Hier und Jetzt, und prophylaktische Maßregelungen mögen uns Menschen noch einleuchten, weil wir diese mit Erklärungen gespickt in unserer Sprache erläutern und somit verstehen und nachvollziehen können. Aber bitte erwarten Sie dies doch nicht von einem Tier!

Und selbst wenn der Hund dann ein von uns bezeichnetes Fehlverhalten in einer Situation an den Tag legt (bedenken Sie bitte, dass dieses Verhalten in seiner Hundewelt ein korrektes und für ihn notwendiges Verhalten ist), dann schimpfen und strafen Sie ihn nicht dafür, sondern zeigen Sie ihm stattdessen, was er denn alternativ dazu machen könnte.

Das schönste NEIN!AUS!PFUI!, die kräftigsten Leinenrucks, die Tritte, das Anzischen, das Hinterherwerfen von Gegenständen oder wie Menschen noch so kreativ ihre Hunde strafen, kommen für den Hund nur als unberechenbarer Stress- bzw. Schmerzreiz seitens seines Menschen an, aber ein ethisches Verständnis von richtig und falsch, Moral, Anstand und Sittsamkeit wird ein Hund damit nicht entwickeln.
Er wird nur erkennen, dass man sich vor seinem geliebten Menschen oft in Acht nehmen muss und dieser unberechenbar ist.
Im Prinzip das Gegenteil von einem verlässlichen Sozialpartner, dem nach vertrauen kann, dem man sich hingeben möchte, mit dem man durch Dick und Dünn gehen möchte.

Liebe Hundehalter, werden Sie kreativ im Umgang mit Ihrem Hund. Bitte zeigen Sie ihm nicht ständig auf, was er alles falsch macht, sondern zeigen Sie ihm eine Fülle von Möglichkeiten, was er statt dessen Tolles machen kann, und freuen Sie sich darüber.

Das Leben mit einem Hund kann so einfach sein.

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Ab 25° C Außentemperatur trifft man immer wieder auf ein erstaunliches Naturphänomen: Die Radfahrer mit Hund. Das ganze ...
24/05/2026

Ab 25° C Außentemperatur trifft man immer wieder auf ein erstaunliches Naturphänomen: Die Radfahrer mit Hund. Das ganze Jahr über verstecken sie sich, aber exakt ab Hochsommerbeginn kriechen sie aus ihren Löchern. Luftig bekleidete Menschen, die sich genießerisch beim Radeln den frischen Fahrtwind um die Nase wehen lassen. Denn beim zu Fuß gehen kommt man bei den Temperaturen einfach zu leicht ins Schwitzen. Das Ganze mit einem in den Regel angeleinten, im Galopp nebenher hechelnden Hund, dem die Zunge bis zum Asphalt raushängt. Bevorzugt am Halsband.

Was geht in diesen Menschen vor? Haben ihrer Ansicht nach Hunde ein anderes Temperaturempfinden? Sind das die Menschen, die ihren Hund auch im Sommer im Auto auf dem Parkplatz braten lassen? Ist das in ihren Augen Auslastung, das berühmte Auspowern um jeden Preis? Erspart das lästiges den-Hund-noch-schnell-Bewegen? Die zeitliche Länge der "Gassi-Runde" durch entsprechendes Tempo einfach verkürzen?

Grundsätzlich powert man bitte einen Hund schon mal nicht aus. Einen Hund lastet man aus. Nur weil wir 10 Stunden täglich im Büro sitzen, was wider der menschlichen Natur ist, und wir dies durch feierabendliches Streßjoggen oder auf-dem-Laufband-rennen kompensieren, müssen wir diese Burn-Out-Vorbereitung doch nicht auf unseren Hund übertragen.

Ein Hund braucht 18-20 Stunden Schlaf am Tag. Möglichst nicht in Einsamkeit, denn dies ist kein erholsamer Schlaf. Und was tun dann Hunde in Freiheit, also Straßenhunde, verwilderte Hunde? Sie ziehen gemächlich von Müllhalde zu Müllhalde und rennen nicht im Hetzgalopp durch die Wälder. Und erst recht nicht bei Hitze sondern dann, wenn es abgekühlt ist. Man sieht überhaupt selten Tiere freiwillig länger als ein paar Minuten rennen, seien es wilde Tiere oder domestizierte Tiere.

Wenn Sie das Bedürfnis haben, ihren Hund bei hochsommerlichen Temperaturen "auspowern" zu müssen, dann rennen Sie bitte selber erst mal eine halbe Stunde durch die pralle Sonne. Aber mit warmer Jacke, ja?

"Ausgepowert" muss kein Hund werden. Auslasten hat nie etwas mit km/h zu tun, sondern mit Erleben, Sinne in Ruhe einsetzen, Gemeinschaft, Natur fühlen, Hund sein und Seele baumeln lassen zu tun. Alles andere ist kontraproduktiv und bewirkt durch die Produktion des Hormons Adrenalin, Cortisol und Dopamin, dass der Hund immer mehr und mehr braucht und immer hibbeliger anstatt ruhiger und ausgeglichener wird.

Seit vielen Jahren wird dieser Text widerechtlich kopiert, das verstößt gegen das Urhebergesetz. Daher bitte teilen mit meinem Namen und Webseitenverlinkung. Vielen Dank.

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22/05/2026

Entdecke die Wahrheit über Raumverwaltung im Hundetraining! Viele Hundetrainer integrieren dieses Konzept, um ein sicheres Zusammenleben von Mensch und Hund zu fördern. Aber ist es wirklich notwendig, das Leben in erlaubte und verbotene Räume zu unterteilen? Unsere Expertenrunde, bestehend aus Ni...

Preisfrage: Warum liegen diese beiden schlafenden Hunde auf den Füßen ihres Halters?Ich wette, 80% der Leute entdecken h...
17/05/2026

Preisfrage: Warum liegen diese beiden schlafenden Hunde auf den Füßen ihres Halters?

Ich wette, 80% der Leute entdecken hier wieder mal den dominanten Hund.

Glauben Sie wirklich, dass es in der Natur eines Hundes liegt, seinen Menschen dominieren zu wollen?
Glauben Sie wirklich, dass Hunde sich vor 15.000 Jahren dem Menschen angeschlossen haben, um einen lebenslangen Kampf um die Vorherrschaft zu starten, und um Macht über uns Menschen auszuüben?

Warum sind Hunde dann so beliebte Haustiere, wenn man 24/7 vor ihnen auf der Hut sein muss?
Wäre es nicht äußerst riskant, sich solch eine Bestie ins Haus zu holen, ähnlich gefährlich wie ein wildes Raubtier?
Was wäre die Folge davon? Dass der die Dominanz erworbene Hund dann über seinen Menschen (heißt es nicht "der beste Freund des Menschen" oder ist er doch der ärgste Rivale des Menschen?)) herrscht? Und dann? Ist er dann der Rudelführer? Was macht denn so ein Rudelführer? Kämpft er rund um die Uhr gegen sein Rudel? Wozu? Warum hat er dann ein Rudel um sich herum?
Fragen über Fragen. Kontroversen über Kontroversen.

Ich darf es Ihnen erklären:

Zum Thema Rudel: Wölfe sind Rudeltiere. Da sind wir uns alle im Klaren. Aber selbst dieser Begriff ist nicht korrekt, denn sie sind Familientiere, bestehend aus Mama Wolf, Papa Wolf (beide monogam) mit ihren Welpen der ersten und zweiten Generation, wobei die älteren mit der Pubertät das Elternhaus verlassen (wie bei uns Menschen).
Hunde hingegen sind keine Rudeltiere. Die Mama zieht die Welpen alleine auf, und ab da ist jeder sich selbst der Nächste. Hunde sind hochsoziale Lebewesen (im Vergleich zu uns Menschen), vermeiden Streß und Konflikte, bilden gerne individuelle Freundschaften, aber keine Rudel. Kann man ganz wunderbar an Straßenhunden beobachten, die alleine durch die Straßen ziehen, sich aber an Futterstellen wie Müllhalden oder bei fütternden Touristen treffen. Jeder ist auch da sich selbst er nächste. Keiner dient dem anderen. (Lesen Sie doch bitte dazu das Buch "Pizzahunde" vom Wolfsforscher Günher Bloch, ein sehr aufschlußreiches Experiment.)

Hunde haben aber durch die Domestizierung (und sie haben sich als einzige Haustiere selber domestiziert) beschlossen, dass Menschen in ihrem Leben wichtiger sind als Kollegen, und wenn ein Hund die Wahl zwischen einem Leben mit einem Menschen und dem Leben mit einem Kollegen hat, wird er sich für den Menschen entscheiden.

Da sie keine Rudel bilden, kennen sie auch keine Rangordnung und keine Hierarchien, im Vergleich zu uns Menschen. Genau wie beispielsweise Katzen. Sprich: Kein Hund will über seinen geliebten Menschen herrschen. Unsere Hunde lieben uns, sind tottraurig, wenn wir außer Sichtweite sind, begrüßen uns jeden Morgen wie einen totgelaubten Verwandten aufs Neue, drehen durch vor Freude, wenn wir nach der Arbeit nach Hause kommen. Kurz: Sie lieben uns mehr als wir jemals im Stande wären, irgendjemanden auch nur annähernd zu lieben.

Dominanz? Nein, natürlich nicht. Was diese hundemüden Hunde auf den Fotos machen nennt sich Kontaktliegen. Sie legen sich auf die Füße ihres Menschen, um ihm ganz nah zu sein, um ihn auch im Schlafe zu spüren und seinen Schutz zu genießen. Am liebesten würden sie in ihn hineinkriechen. Sie sind abhängig von uns, unserer Liebe, unserer Fürsoge und unserem Schutz.

So einfach ist das. Geben sie dies doch einfach Ihren treuen vierbeiningen Freunden zurück anstatt 10 - 15 Jahre gegen sie zu kämpfen. Es ist so einfach und tut so gut.

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13/05/2026

Hunde sind nicht unsere Therapeuten -
Wir haben uns angewöhnt, Hunde wie eine Art seelisches Allheilmittel zu behandeln. Geht es jemandem schlecht, kommt reflexartig der Rat: „Hol dir einen Hund.“ Als wäre er eine Therapie auf vier Pfoten. Das ist nicht nur naiv – es ist unfair.

Ohne Zweifel können Hunde guttun. Sie können Nähe geben, Struktur, Freude. Aber sie sind keine Dienstleister für unsere Psyche. Sie sind keine stillen Problemlöser, die unser inneres Chaos ordnen, während wir uns zurücklehnen. Wer so denkt, verwechselt Beziehung mit Funktion.

Ein Hund bedeutet Verantwortung. Und zwar jeden Tag. Wenn er Angst hat, überfordert ist oder Verhaltensprobleme zeigt, dann liegt es an uns, ihn zu begleiten. Das kostet Zeit, Geld, Nerven, Schlaf. Es bedeutet, sich weiterzubilden, Routinen anzupassen, an sich zu arbeiten und sich selbst zurückzunehmen.
Und wenn das anstrengend ist, ist das kein persönliches Versagen. Es ist einfach die Konsequenz daraus, dass man sein Leben mit einem fühlenden, eigenständigen Wesen teilt.

Was mich zunehmend stört, ist diese kulturelle Erzählung vom Hund als emotionalem Unterstützungsgerät. Als wäre seine Existenzberechtigung daran geknüpft, wie gut er uns stabilisiert. Das ist eine ziemlich bequeme, aber auch ziemlich egozentrische Sichtweise.

Denn die entscheidenden Fragen werden selten gestellt: Kann der Hund das überhaupt leisten? Will er das? Und zu welchem Preis?

Ein unsicherer, ängstlicher oder schnell gestresster Hund wird unter dieser Erwartungshaltung nicht „heilen“. Er wird leiden. Und zwar leise.

Genau aus diesem Grund sehe ich auch die Ausbildung und den Einsatz von Assistenzhunden kritisch. So wertvoll diese Arbeit im Einzelfall sein kann – wir müssen ehrlich hinschauen, was wir diesen Tieren abverlangen. Dauerhafte Wachsamkeit, emotionale Anpassung, Funktionieren in jeder Situation. Das ist kein natürlicher Zustand für ein Tier. Es ist eine immense Belastung, die wir allzu oft romantisieren, weil sie uns nützt.

Wir würden auch keinen Freund danach bewerten, wie gut er unsere mentale Gesundheit optimiert. Wir lieben Menschen um ihrer selbst willen – nicht für ihre Funktion. Warum sehen wir das bei Hunden anders?

Eine echte Beziehung ist nie einseitig bequem. Sie bringt Nähe und Reibung, Freude und Überforderung, Leichtigkeit und Verantwortung. Hunde sind da nicht anders. Sie sind keine Projektionsflächen für unsere Bedürfnisse. Sie haben eigene.

Mein Hund ist nicht dafür da, mich zu stabilisieren. Dafür gibt es Fachleute. Mein Hund ist Teil meines Lebens – mit allem, was dazugehört: Freude, Stress, Schuldgefühle, Verbundenheit, (Un-)Geduld, Chaos und diese perfekten, unvergesslichen Momente, die man nicht planen kann.

Das ist keine Therapie. Das ist Beziehung.

Wenn wir Hunde wirklich respektieren, hören wir auf, sie als Lösung zu betrachten. Wir beginnen, sie als das zu sehen, was sie sind: eigenständige Wesen mit Grenzen, Bedürfnissen und einer inneren Welt, die nicht dafür existiert, unsere zu reparieren.

Oft höre ich von Hundehaltern, wenn ich Ihnen erkläre, dass ihre Hunde sie mehr lieben als je ein Mensch sie lieben wird...
10/05/2026

Oft höre ich von Hundehaltern, wenn ich Ihnen erkläre, dass ihre Hunde sie mehr lieben als je ein Mensch sie lieben wird, die Erklärung, dass es doch nur daran läge, dass die Hunde von uns gefüttert werden, sie also rein aus materiellen Gründen uns ihre angebliche Liebe „vorheucheln“ würden. Sie seien eben Opportunisten.

Dann, liebe Leser, müssten Tierheimhunde in In- und Ausland doch überglücklich sein. Sie bekommen genügend Essen, leben oft in Gruppen und haben zumindest in Deutschland häufig sogar einen Pfleger, der mit ihnen spazieren geht.
Also alles, was einen Hund glücklich macht.
Warum sehen Tierheimhunde in In- und Ausland dann nicht glücklich aus?
Warum lieben uns dann andere Haustiere nicht ebenso bedingungslos, wenn wir sie doch auch füttern? Bekommen sie doch die gleiche Pflege und Zuwendung.

Kein Haustier hat eine so enge und innige Beziehung zu uns Menschen wie der Hund. Das ist eine Folge der Domestizierung. Und der Hund hat sich als einziges Haustier selber domestiziert, alle anderen Haustiere hat der Mensch domestiziert. Wenn Sie einen Hund vor die Wahl stellen würden: Ein Leben in Freiheit oder ein Leben mit Artgenossen oder ein Leben mit seinem Menschen, er würde sich immer für Letzteres entscheiden.

Hunde lieben uns Menschen. Und vor allem ihren Menschen, und sie wollen dicht mit ihm zusammenleben, nicht nur zur Futterzeit. Alleinsein ist das Schlimmste. Ist das nicht wunderbar?
Ist das nicht ein triftiger Grund, diese Liebe ebenso bedingungslos zurückzugeben, so dass Sie jede Sekunde mit Ihrem Hund Rollen tauschen würden? Niemand verzeiht Ihnen all Ihre Fehler so wie Ihr Hund es tut. Und Sie?

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„Man kann doch einen Hund nicht mit einem Menschen/mit einem Kind vergleichen!“ ist oft das Argument, wenn man einen Hun...
03/05/2026

„Man kann doch einen Hund nicht mit einem Menschen/mit einem Kind vergleichen!“ ist oft das Argument, wenn man einen Hund liebevoll behandelt.

Leider vergessen viele bei diesem Vorwurf, dass der Hund ein Säugetier ist – und wir auch. Wir sind nichts anderes als Säugetiere. Und Säugetiere haben alle den biologisch gleichen Körper, ein Herz, ein Gehirn, das ZNS, die gleichen Organe, Knochen, Muskeln, Gelenke, Haare, Ohren, Nase, Augen, Mund, Zähne.
Die gleichen Gefühle, Emotionen, Schmerzempfindungen und Ängste.

Nur hat der Mensch sich einst als Krone der Schöpfung ernannt, weil er wohl mal in der Bibel geschmökert hat und beschlossen hat, sich die Erde untertan zu machen und sich selber somit über alles zu erheben.

Ein Säugetier wie jedes andere Tier auch.
Sind wir wirklich etwas Besseres, weil wir – solange es uns gibt – Elend, Not, Leid, Hass und Zerstörung über dieses Planeten gebracht haben? Muss man in seinem Größenwahn, in seiner Selbstherrlichkeit alle anderen Säugetiere schlechter behandeln als die eigene Spezies? Moment mal? Behandeln wir überhaupt die eigene Spezies liebevoll?

Wäre es nicht erstrebenswerter, zumindest beim eigenen, geliebten Hund anzufangen und zu beschließen, dass man wenigstens ihn, den man sich ja bewußt aus Liebe ins Haus geholt hat, freundlich und liebevoll zu behandeln, denn deutlicher als bei einem Hund erkennt man doch kaum wie gleich die seine und die unsere Gefühlwelt einander ähneln.
Zumal er Sie genauso bedingungslos liebt wie ein Kind, genauso abhängig ist und genauso verloren ist ohne Sie.

Fangen Sie doch jetzt an und schenken ihm all Ihre bedingungslose Liebe, und machen Sie ihm die paar Jahre, die Sie miteinander verbringen zu einer einzigartigen Zeit, in der Sie jederzeit - zu jeder Minute - mit ihm Rollen tauschen würden.

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27/04/2026

📌📌📌📌Save the Date ! 1. Mai 2026 📌📌📌📌

🎙️ Bald online: Eine Podcastfolge, die man gehört haben muss!

Wir hatten das große Vergnügen, mit Dr. Peter Spork über sein faszinierendes Buch „Die Epigenetik des Hundes“ zu sprechen – erschienen im KOSMOS Verlag

Was beeinflusst das Verhalten unserer Hunde wirklich? Wie wirken Umwelt, Erfahrungen und Gene zusammen? Und was bedeutet das für unseren Alltag mit Hund?

Freut euch auf ein spannendes, lehrreiches und unglaublich informatives Gespräch, voller Aha-Momente, neuer Perspektiven und praktischer Denkanstöße.

⏱️ Mit 1 Stunde 45 Minuten ist diese Folge fast schon ein kleines Webinar – und jede Minute lohnt sich.

Wenn du Hunde besser verstehen willst, neugierig auf neueste Erkenntnisse bist und Lust auf echten Tiefgang hast, dann solltest du diese Folge auf keinen Fall verpassen.

🎧 Ab dem 1. Mai überall, wo es Podcasts gibt.
Speichern, teilen und gespannt sein!

Danke lieber Peter, dass du bei uns zu Gast warst und für den kurzweilig-lehrreichen-spannenden-großartigen Abend!

1. Newsletter "Sporks Science News" mit Epigenetik-News: https://www.riffreporter.de/de/newsletter-sporks-science-news-epigenetik
2. Buch "Die Epigenetik des Hundes" (Kosmos-Verlag): https://www.kosmos.de/de/die-epigenetik-des-hundes_1180396_9783440180396
3. Webinar "Die Epigenetik des Hundes" (Kosmos-Verlag): https://www.kosmos.de/de/die-epigenetik-des-hundes_1900483_100-112-900483-video
4. Website Peter Spork mit Infos zu weiteren Büchern, Webinaren und Vorträgen: https://peter-spork.de/

Mein Hund will nicht in Wasser. Ich habe alles versucht, er will einfach nicht rein, selbst mit Leckerlis oder Spielzeug...
26/04/2026

Mein Hund will nicht in Wasser. Ich habe alles versucht, er will einfach nicht rein, selbst mit Leckerlis oder Spielzeug ist er nicht reinzulocken.“

Liebe Hundehalter, bitte bedenken Sie: Hunde sind keine Wassertiere, sondern Landbewohner, genau wie wir. Es gibt Hunde die Spaß im Wasser haben, die gerne im Wasser toben, platschen und auch gerne schwimmen, aber das ist die persönliche Vorliebe genau dieser Hunde, aber als Individuum.

Jeder Hund ist ein Individuum – genau wie wir. Mit all seinen Eigenheiten, persönlichen Merkmalen, mit all seinen Vorlieben, Hobbies, Sympathien und Antipathien, mit all seinen Abneigungen und auch mit all seinen Ängsten – genau wir wir.

Der eine schwimmt gerne, der andere eben nicht. Der eine spielt gerne, der andere eben nicht. Der eine ißt gerne – der andere eben nicht. Der eine mag dies, der andere mag das.

Genau wie wir. Kein Mensch gleicht dem anderen, kein Hund gleicht dem anderen.

Nicht jeder Junge mag Fußball spielen, nicht jedes Mädchen mag Ballett tanzen.

Lernen Sie doch dies zu akzeptieren und hinzunehmen. Loszulassen und Wegzukommen von diesem verbitterten Wollen. Sie müssen nicht dauern versuchen, es ihrem Hund schmackhaft zu machen. Und wenn Sie an einer Wasserstelle sind und ihr Hund nur zum Trinken hingeht, dann ist das doch in Ordnung.
Und wenn er nur ein bißchen reingeht, um sich an einem heißen Tag die Beine zu kühlen, dann ist das doch auch ok.

Bei einem Kind würden Sie doch auch nicht hinbetteln: „Jetzt komm, Julia, Ballett ist doch soooo toll, alle Mädchen mögen doch Ballett. Schau, das süße Tutu, das würde Dir so gut stehen, und ich wäre so glücklich Dich an der Ballettstange zu sehen“, wenn das Kind sich doch für Pferde interessiert und lieber in einer ollen Latzhose Pferdeställe ausmistet.

Nur weil Ihnen etwas gefällt, muss es nicht zwangsläufig allen gefallen, dazu sind die Geschmäcker zu verschieden.

In diesem Sinne – jeder ist einzigartig, und jeder ist einmalig.
Ihr Hund und Sie auch.

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Ich greife mal wieder das schon oft von mir erwähnte Thema Angst bei Hunden auf.Einen Hund bei Angst zu trösten ist abso...
19/04/2026

Ich greife mal wieder das schon oft von mir erwähnte Thema Angst bei Hunden auf.

Einen Hund bei Angst zu trösten ist absolut legitim, und wer nur ein Fünckchen Empathie besitzt weiß, dass dies im Prinzip keinerlei Diskussion bedarf. Trost kann Angst nicht verstärken. Bei keinem Lebewesen der Welt. Ist neurobiologisch absolut unmöglich.

Um das Ganze abgesehen vom emotionalen Aspekt noch mal in wissenschaftlich zu erklären: Angst ist lebensnotwendig, denn ohne Angst würde man ganz schnell sterben.
Angst macht bereit für die berühmten vier „F“s:
Flee – Fight – Freeze – Fiddle About
also: Flucht – Angriff – Erstarren oder Herumhibbeln

Angst macht Streß, und Streß bewirkt, dass in der Nebennierenrinde das Streßhormon Cortisol produziert um den Körper für die vier Ff“s bereit zu machen. Beim liebevollen Streicheln eines Wesens, sei es Mensch oder Tier wird das sogenannte Bindungs- und Kuschelhormon Oxytozin produziert, welches der Gegenspieler von Streßhormon Cortisol ist. Je mehr Oxytozin produziert wird, desto schneller sinkt der Cortisolspiegel.

Nun kommen aber die Einwände, dass man aber selber doch ganz viel Ruhe und Stärke ausstrahlen müsste, wenn man den Hund tröstet. Klar, das wäre schön, aber oft gibt es Situationen, bei denen man selber aufgeregt oder ängstlich ist, beispielsweise wenn der eigene Hund angegriffen oder verletzt worden ist. Oder ihm eine große OP bevorsteht, und Sie beide im Wartezimmer der Tierklinik zittern. Da sind Sie zurecht ebenso aufgeregt, ängstlich und besorgt wie es Ihr Hund ist.

Was tun zwei Menschen, die sich nahe stehen und die sich beide fürchten? Richtig: Sie nehmen einander instinktiv fest in die Arme, klammern sich aneinander. Um zumindest in ihren schlimmsten Ängsten am anderen noch ein wenig Halt in dieser schrecklichen Situation zu finden. Und dies verschafft mehr Trost als vom anderen ignoriert zu werden. Und verstärkt natürlich die Angst nicht, sonst würde man es ja nicht instinktiv machen.

Daher, Sie müssen nicht immer den Helden spielen. Auch Sie dürfen Ängste zeigen, vor allem, wenn diese auch noch angebracht sind. Aber seien Sie bitte immer für Ihren Hund da, nehmen Sie ihn und seine Ängste ernst. Bedenken Sie, wieviele Ängste Sie in Ihrem Leben mit sich herumtragen, und wie schön es ist einen liebenden Menschen an Ihrer Seite zu haben, der Sie und Ihre Ängste ernst nimmt. Bedenken Sie, dass Sie der einzige Sozialpartner für Ihren Hund in seinem kleinen und kurzen Leben sind.
In ungefähr 10 Jahren ist er für immer weg.
Ihm die kalte Schulter zu zeigen und ihn zu ignorieren ist einfach nur grausam.

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