03/08/2025
Gestern bei unserer Runde. Mein Mann: Wir wollten doch noch einen schönen Text über das Seminar mit Nanette (dies fand im April statt!) auf die Homepage stellen. Ich: Ja stimmt.
Oft habe ich den Gedanken, ey cool das muss mal auf Facebook raus. Eine Stunde später, och nö, macht doch was ihr wollt. Warum? Darauf habe ich heute rumgedacht. Ich empfinde es als anstrengend. Das Thema Hund ist so unfassbar emotional geworden. Ob im Netz oder in real. Meinungen werden rudimentär hingerotzt.
Egal, ich habe mir vorgenommen wieder mehr meine Gedanken mit Euch zu teilen. Heute mal meine Sicht auf den Unterschied zwischen Formalismus und sozialem Lernen anhand einer Situation aus einer Gruppenstunde.
Aufgabe war Ansprache an den Hund und ein Schritt nach vorne gehen. Im besten Fall verliert sich der Hund nicht gleich beim ersten Schritt. Aber was tun, wenn doch? Eine Kundin gab dem Hund ein Kommando (ich glaube es war „Seite“) zog ein wenig mit der Leine nach. Und der Hund stand wieder links neben ihr. Wenn wir mit Kommandos arbeiten, dann müssen wir dem Hund genau erklären, was heißt in diesem Fall „Seite“. Wo genau soll sich der Hund einfinden, wie lange, gilt das auch in der Bewegung, wie löse ich auf. Und das müsst ihr mir jetzt einfach glauben. Gute formalistische Arbeit erfordert viel Wissen und ein Menge Zeit. Leider wird dieses Thema sehr stiefmütterlich behandelt aber viel zu oft als Problemlöser und Erziehung verkauft. Ich arbeite kaum im formalistischen Bereich. Es ist einfach nicht meins und ich bin dafür auch viel zu faul. Zum Verständnis, Formalismus sind Dinge die der Hund in seiner Welt nicht kennt. Sitz, Platz, gib Pfote, Stell sich Tod, Fuß. Ist das schlecht? Neeeeiiiin! Aber ich finde Gespräche im sozialen Bereich sollten vorgeschaltet werden. Da geht es um uns, wer wir in der Gemeinschaft sein wollen. Dabei bekommen wir ganz schnell Antworten vom Hund, wo es aus seiner Sicht uns an Kompetenz fehlt. Das ist mein Thema, dafür brenne ich!
Wir waren an dem Punkt, Mensch steht und der Hund hat sich im Außen verloren. Steht also irgendwie, irgendwo. Mensch sein Ziel, der Hund steht wieder neben ihm in einem vorgegebenen Raum. Meine Ideen dazu gibt es in einem nächsten Beitrag. Vielleicht mögt ihr ja auch mal ein wenig darauf rumdenken. 🐾