02/11/2026
Tierheimalltag:
'Man kann nicht Nichts tun und glauben, damit sei man fein raus. Auch das Nichtstun trägt eine Konsequenz.'
-unbekannt-
Der kleine Mogli...
Heute vor genau 4 Wochen sind Mogli und Mascha als erste mutterlose Kitten in dieser Saison bei uns eingezogen.
Da waren sie etwa eine Woche alt.
Darauf folgte ein einzelnes, etwa 4 Wochen altes Kitten, welches wahrscheinlich zu lange unterversorgt und dadurch akut in lebensbedrohlicher Lage war, am selben Tag wurden uns 4 weitere, mutterlose, etwa 3 Wochen alte Kitten in ebenfalls schlechtem Zustand gemeldet, wovon eins noch vor Ankunft bei uns verstarb, es folgten 2 weitere Waisen mit etwa 4 Wochen in schlechtem Zustand,ein einzelnes, etwa 5 Wochen altes Kitten, und darauf kamen 4 weitere Waisenkitten, die auch nur etwa 10 Tage alt waren.
13 Waisenkitten in 4 Wochen!!! Davon sind bisher 3 verstorben und 5 nicht ohne besondere Zuwendung lebensfähig. 4 Kitten benötigen noch regelmäßig die Flasche, können Kot und Urin noch nicht alleine absetzen, ein Kitten liegt momentan am Tropf ,an den es alle paar Stunden angeschlossen werden muss.
Alle diese Kitten kommen nach Dienstzeit mit nach Hause. Das bedeutet für unsere Mitarbeiter einen Job, der keinen Feierabend kennt...
Alle diese Kitten wollen leben und wir wünschen uns das auch.
Und alle diese Kitten, die Arbeit, das Bangen, die Trauer und die Hoffnungen sind ein Produkt vom Nichtstun...
Davon, dass immer noch unzählig viele Freigänger unkastriert draußen rumlaufen.
Und an manchen Tagen wünschten wir uns, dass die ganze Welt sehen könnte, was wir sehen. Das alle, die es nicht für nötig halten, ihre Freigänger zu kastrieren, miterleben müssten, was wir miterleben MÜSSEN....
Uns bleibt nichts, als weiter zu kämpfen. Und zu appellieren: kastriert eure Katzen!!!
Denn man kann nicht nichts tun und denken, damit sei man fein raus. Auch das Nichtstun trägt eine Konsequenz.
Lasst diese Konsequenz nicht das Leben dieser Kitten sein🙏🩷