06/05/2026
Mein letztes Seminar,dass ich veranstalten durfte, führte mich nach Pfaffenhofen an der Ilm um dort mit vielen engagierten Teams das Thema „Umgang mit Leichengeruch in der Rettungshundearbeit“ anzugehen.
Ein sensibles Thema – aber eines, das in der Realität unserer Arbeit leider dazugehört.
Unsere Hunde werden darauf trainiert, Menschen zu finden. Doch nicht jeder Einsatz endet mit einer lebenden Person. Gerade deshalb ist es wichtig, Hunde kontrolliert und verantwortungsvoll an Blut- und Leichengeruch heranzuführen. Denn der menschliche Körper verändert sich im Sterbeprozess massiv. Unterschiedlichste Stoffe und Gerüche entstehen, auf die viele Hunde zunächst mit Unsicherheit oder Meideverhalten reagieren, weil sie diese schlicht nicht kennen oder als unangenehm empfinden.
Denn auch wenn solche Einsätze schwer sind: Angehörige verdienen Gewissheit und die Möglichkeit, ihre vermissten Menschen zurückzubekommen.
Nach einer theoretischen Einheit am Freitagabend folgte am Samstag die praktische Arbeit mit Gewöhnungstraining und realitätsnahen Einsatzsuchen. Unterstützt wurden wir dabei wieder von Henno Halsknoten und Doris Desorientiert, die in verschiedenen einsatznahen Übungsszenarien für viele interessante Beobachtungen im Hundeverhalten sorgten.
Vielen Dank an alle Teams und die Staffel für das entgegengebrachte Vertrauen und den offenen Umgang mit diesem anspruchsvollen Thema.
BRK Rettungshundestaffel Pfaffenhofen an der Ilm