23/10/2026
In letzter Zeit wurden wir immer wieder auf das Thema Nachwuchsförderung und die schwierige Situation vieler Reitschulbetriebe angesprochen.
Ein Thema, das uns schon lange beschäftigt und am Herzen liegt.
Deshalb hier mal unsere zwei Cent dazu.
Reitschulbetriebe – wichtiger denn je. Aber wer kann sie sich noch leisten?
Wir stehen seit Jahren hinter den Reitschulbetrieben. Haben aufgeklärt, unterstützt und unsere Pferde bewusst dort eingestellt. Aus Überzeugung. Auch heute wieder.
Wir wissen, was diese Betriebe leisten und wie schwer es geworden ist, sie wirtschaftlich zu führen.
Während Corona mussten viele aufgeben. Heute steigen die Kosten weiter, Reitunterricht wird für viele Familien unbezahlbar. Dazu kommen der enorme Zeitaufwand und das schlechte Image unseres Sports.
Und jetzt wundern wir uns über fehlenden Nachwuchs?
Dabei waren Reitschulen immer der Einstieg für Menschen ohne eigene Pferde. Aus Reitschülern wurden Pferdebesitzer, Ausbilder und Turnierreiter.
Stattdessen diskutierten wir über Steckenpferdereiten als Nachwuchsförderung. Nett, aber kein Ersatz für echte Pferde.
Wo bleiben Politik, Kommunen und Verbände?
Warum nicht mehr Förderung für Schulpferde, bezahlbare Reitstunden, Schulkooperationen und Unterstützung für private Reitschulbetriebe?
Wir brauchen Lösungen, die bei den Betrieben und Familien ankommen.
Denn Nachwuchsförderung beginnt nicht im Talentkader, sondern auf dem Schulpferd.
Und jetzt interessiert uns:
Wer kennt überhaupt noch einen aktiven Reitschulbetrieb in seiner Nähe?
Nennt gerne die Betriebe und Orte in den Kommentaren. Vielleicht können wir so nicht nur zeigen, wo es noch Reitschulen gibt, sondern ihnen auch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verschaffen.
Denn was heute verschwindet, fehlt morgen unserem Nachwuchs.