24/04/2026
79 Hunde. Alle vorher behandelt. Alle ohne ausreichenden Erfolg. Was dann geschah – haben wir gemessen.
Der Ausgangspunkt
Es gibt einen Moment in der Praxis, den wir gut kennen: Ein Besitzer sitzt uns gegenüber, sein Hund liegt neben ihm, und er sagt – ruhig, aber erschöpft: „Wir haben alles versucht. Es wird nicht besser.“
Genau für diese Situation haben Monika Bartholomé und ich eine klinische Studie durchgeführt. Keine Laborstudie, keine Theorie – sondern eine prospektive, offene klinische Untersuchung mit echten Patienten aus unserer Praxis in Herne. 79 Hunde, alle mit röntgenologisch bestätigter Diagnose: Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie oder Spondylose. Und alle ohne ausreichenden Behandlungserfolg durch konventionelle Medizin.
Was wir untersucht haben
Alle Hunde wurden mit der Goldakupunktur (GBA) behandelt – unsere Methode, bei der kleine Goldstückchen (24 Karat, sterilisiert) dauerhaft in die Akupunkturpunkte der betroffenen Gelenke implantiert werden. Kein kurzfristiger Reiz, kein tägliches Medikament – sondern ein dauerhafter, biologisch aktiver Impuls direkt am Ort des Geschehens.
Anschließend haben wir über zwei Monate hinweg drei Dinge gemessen – bewertet von den Besitzern selbst, weil die tägliche Beobachtung zu Hause aussagekräftiger ist als ein Momentaufnahme in der Praxis:
– Den Lahmheitsgrad (DoL): Wie stark hinkt der Hund? Von normaler Bewegung bis zur vollständigen Gehunfähigkeit.
– Die Lebensqualität (QoL): Wie verändert sich das Verhalten des Hundes im Alltag? Von völlig normal bis so eingeschränkt, dass eine Einschläferung in Betracht gezogen werden müsste.
– Den chronischen Schmerzindex (HCPI): Ein standardisierter Fragebogen aus der Universität Helsinki mit 15 Einzelfragen – Treppensteigen, Sprungbereitschaft, Stimmung, Aufstehen nach dem Schlafen, Bewegung nach dem Spaziergang und vieles mehr.
Was wir nach zwei Monaten gemessen haben
Die Ergebnisse nach acht Wochen:
– 91,5 % der Hunde zeigten eine klinisch bedeutsame Verbesserung beim Lahmheitsgrad – statistisch hochsignifikant (p < 0,0001)
– 91,5 % zeigten eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Lebensqualität – ebenfalls hochsignifikant
– 69,0 % zeigten eine bedeutsame Reduktion des chronischen Schmerzes im Helsinki-Index – signifikant (p = 0,002)
– Erste Verbesserungen waren bereits nach einer Woche messbar: 55,7 % beim Lahmheitsgrad, 60,8 % bei der Lebensqualität
Was uns besonders beeindruckt hat: Bei keinem der Hunde traten schwerwiegende oder dauerhafte Nebenwirkungen auf. Leichte, vorübergehende Verschlechterungen direkt nach dem Eingriff (höchstens eine Woche) gab es bei wenigen Tieren – keiner davon blieb ein Non-Responder.
Was diese Zahlen bedeuten:
Wir möchten das ehrlich einordnen. Diese Studie hat keine Kontrollgruppe – das ist eine Limitation, die wir offen benennen. Alle Hunde wurden behandelt, weil es ethisch nicht vertretbar gewesen wäre, chronisch leidenden Tieren, die bereits ohne Erfolg konventionell therapiert worden waren, eine Behandlung zu verweigern.
Aber genau das ist der Punkt: Diese Hunde galten als austherapiert. Und 9 von 10 haben sich messbar verbessert – nicht nach Jahren, sondern innerhalb von Wochen.
Die Studie wurde publiziert, weil wir wollen, dass andere Tierärzte, Tierbesitzer und Forscher die Daten sehen und einordnen können. Nicht weil wir Werbung machen wollen – sondern weil es diese Methode verdient, ernst genommen zu werden.
Für wen ist das relevant?
Für Sie, wenn Ihr Hund:
– täglich Schmerzmittel bekommt und trotzdem leidet
– steif aufsteht, Treppen meidet oder sich nur noch langsam bewegt
– eine diagnostizierte Hüftdysplasie, Arthrose oder Spondylose hat
– und wenn Sie das Gefühl haben: „Es wurde schon alles versucht.“
Vielleicht nicht. Schreiben Sie uns – wir nehmen uns Zeit für eine ehrliche Ersteinschätzung. Ohne Versprechen, aber mit 30 Jahren Erfahrung und Zahlen, die für sich sprechen.
Hinweis: Publikation: Bartholomé M, Schulze E. „Efficacy of Gold Bead Acupuncture Treatment of Chronic Hip, Elbow and Spine Pain in 79 Dogs Following Unsuccessful Conventional Treatments.“ (AJTCVM, American Journal of Traditional Chinese Veterinary Medicine)