03/03/2021
Wir Menschen sind den ganzen Tag in Bewegung, wir müssen den ganzen Tag reden, reden, reden und oft verstehen wir einander trotzdem falsch, oder schlicht gar nicht.
Wie können wir dann voraussetzen, ohne es zu lernen, unsere Hunde zu verstehen? Natürlich bellen oder knurren sie, das sind auch Laute. Aber sie kommunizieren im Grunde wesentlich mit ihrer Körpersprache.
Wenn sich Hund und Mensch nicht verstehen, wörtlich gesehen, sind beide unverstanden und das baut Frust auf. Also lernen Hunde und Menschen ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen. Menschen werden laut oder grob und Hunde werden laut, beißen, wehren sich. Oder aber sie ziehen sich zurück. Glücklich macht keine Variante. Weder Mensch, noch Hund.
Hunde verstehen lernen. Damit kann Beziehung entstehen. Den Hund verstehen, meint ihn lesen lernen. Nicht aber Special Effects und schlechte Angewohnheiten gut zu heißen. Aber es heißt erklären können, was falsch und was richtig ist.
Stelle dir die Frage: wem würdest du vertrauen und nach wem würdest du dich richten?
Jemandem, der aufbrausend, laut, ängstlich, unsicher oder aber wechselhaft ist?
Oder jemandem, der klare Regeln hat, dir erklärt, was du falsch gemacht hast, Grenzen setzt und dir Wertschätzung entgegen bringt, wenn du etwas richtig machst ?
Wo du genau weißt, was du darfst und was nicht? Es nicht einen Tag ok ist, nicht zuzuhören und am anderen Tag ist es verkehrt.
Es geht um Haltung und Geradlinigkeit, genauso wie um den Hund verstehen indem man ihn lesen kann. Erkenne ich, wo mein Hund mich fragt, kann ich ihm eine Antwort geben. Wenn nicht, sucht er sich selbst eine Lösung für sein Problem. Im Zweifel ist das für den Menschen eine schlechte Angewohnheit.
Muss beispielsweise ein Hund an der Leine ständig von anderen Hunden begrüßt werden, ist aber unsicher und hat eine natürliche Individualdistanz, wird er sich im Zweifel für Gegenwehr entscheiden, wenn er wegen der Leine nicht ausweichen kann, der Mensch aber auch keinen Schutz gibt.
Davon gibt es viele Beispiele.